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Auftritt

16.06.2016

Ein Kunstwerk für den Augenblick

Mom Bee ist eine außergewöhnliche Soulsängerin – hier in der außergewöhnlichen Kulisse des Gartenateliers von Olli Marschall.
Bild: Andrea Faber

Sängerin Mom Bee und Holzskulpturen im Einklang

Das Motto versprach, dass es richtig heiß werden würde. Allerdings nur im übertragenen Sinn, denn nach anfänglichem Sonnenschein zogen dann doch dichtere Wolken mit Regen auf. Um so „hotter“ gestaltete sich die Szenerie im Gartenatelier Olli Marschall. „Skulpturen im Soulzauber“ hieß das Programm dort.

Bereits das Entrée in diesen groovigen Nachmittag war gigantisch: Die ursprünglich klassisch ausgebildete Jazz-, Blues- und Soulsängerin Mom Bee stimmte „Halleluja“ von Leonard Cohen an und zog damit binnen Sekunden alle flanierenden Gäste des Gartenateliers schlagartig in ihren Bann. Durch die sehr persönliche Adaption von Songs wie „Light My Fire“ oder „If I Saw You in Heaven“ wurde jedes Lied zu einem soeben frisch entstandenen Kunstwerk – inmitten derer von Olli Marschall, die es auf der riesigen Gartenfläche des Vogelsanger Holzkünstlers während des Konzertes zu bestaunen galt. Neben, vor oder teilweise auch auf seinen Skulpturen hatten sich die etwa 40 Zuhörer eingefunden, um den letzten „Sommerklängen“ im Spannungsfeld von Rhythmus, Natur und Objektkunst zu lauschen. Viele schnipsten und wippten mit, auch den zwischenzeitlichen Regengüssen wurde ganz entspannt getrotzt, indem man einfach in Richtung des überdachten Stadels zurückwich.

Je mehr es regnete, um so mehr drehte Mom Bee, die bereits mit Rapper MC ACE in den US-Charts war, auf. Immer wieder sorgte für Faszination, welch unglaubliches Stimmvolumen in einer so zarten Person wie der Sängerin mit griechischen und afroamerikanischen Wurzeln steckt. Auch James Belcher, ihr Kontrapart und Begleiter durch den Nachmittag in Vogelsang, beeindruckte mit seiner markigen Stimme bei Klassikern wie „What a Wonderful World“ oder „You Are so Beautiful“ ebenso wie mit einem neu geschriebenen Song. Bei seinem Lied „Summertime and the Living Is Easy“ ließ er die gespannt lauschenden Zuhörer nicht nur angesichts des Textes in Bezug auf das Wetter schmunzeln, sondern bot auch sehr imposant große gesangliche Intervallsprünge dar – scheinbar analog zum sprunghaften Wetter. Letztlich fanden sich nicht nur die Skulpturen, sondern alle Ateliergäste in einem ganz besonderen „Soulzauber“ gefangen, den die beiden Künstler scheinbar mühelos zu kreieren wussten. (anfa)

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