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Dinkelscherben

18.02.2015

Ein Ort unter Schock: Ratlosigkeit nach tödlichem Gleisunglück

Der tödliche Unfall bei Dinkelscherben hat sich am Faschingswochenende ereignet.
Bild: Bild: Merk

Ein 18-Jähriger ist am Sonntag in der Nähe des Dinkelscherber Bahnhofs im Landkreis Augsburg von einem Zug erfasst und getötet worden. Nun herrschen Trauer und Ratlosigkeit.

Es war ein Vorfall, der ganz Dinkelscherben erschüttert hat: Am Sonntagabend wurde ein 18-Jähriger in der Nähe des Dinkelscherber Bahnhofs von einem ICE erfasst und starb noch an der Unfallstelle. Der junge Mann war kostümiert und offenbar auf dem Heimweg von einer Faschingsveranstaltung, als er über das Gleisbett lief. Seitdem ist im Dinkelscherber Ortsteil Fleinhausen nur noch wenig von der guten Faschingsstimmung übrig geblieben.

Der zweite Bürgermeister Willibald Gleich sprach von einem Vorfall, der „mehr als dramatisch“ für den ganzen Ort sei. Die Familie des Toten sei in der Marktgemeinde bekannt, viele kannten den jungen Mann, der am Sonntagabend sein Leben ließ, persönlich. „Man kann den Angehörigen nur anbieten, was man tun kann. Unterm Strich ist man dann doch nur ein zahnloser Tiger“, so Gleich.

Warum der Jugendliche am Sonntagabend auf dem Gleisbett unterwegs war, ist immer noch nicht klar. Nach wie vor gehen die Beamten von einem Unfall ohne Fremdverschulden, nicht aber von einem Suizid aus. Weitere Erkenntnisse – etwa, ob der Mann bei seinem Unfall betrunken war – erhofft sich die Polizei von der Obduktion des Leichnahms. Diese findet in der Münchner Abteilung der Rechtsmedizin statt. Polizeisprecher Siegfried Hartmann sagte: „Im Laufe dieser Woche erwarten wir ein Ergebnis.“

Vor zwei Jahren starb ein Pärchen am Diedorfer Bahnhof

Der Vorfall erinnert an ein Unglück, das sich vor über zwei Jahren am Diedorfer Bahnhof zugetragen hat. Damals wurden am Abend des 24. Dezember ein Pärchen aus Augsburg von einem Intercity erfasst und getötet. Auch damals kam jede Hilfe am Unfallort zu spät. Warum die beiden Menschen sich damals auf dem Gleisbett aufhielten, war ebenfalls unklar. Um einen Suizid handelte es sich damals laut Polizeiauskunft ebenfalls nicht. eisl

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