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Fasching

13.01.2020

Ein Prachtfest – nicht nur fürs Auge

Die Deubacher Hofnarren trieben es bunt. Mitglieder des Fanfarenzugs schlüpften in die Rolle der Spaßmacher.
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Die Deubacher Hofnarren trieben es bunt. Mitglieder des Fanfarenzugs schlüpften in die Rolle der Spaßmacher.

Vier Stunden bunte Show und gute Laune: Der Inthronisationsball des CCD Deubachia zündet eine spritzige Revue mit tollen Choreografien. Aber auch süffisanter Wortwitz kommt nicht zu kurz

Ein furioses Gaudifeuerwerk hat der Carnevals Club Deubach, CCD Deubachia, mit seinem Inthronisationsball in der Gemeindehalle in Kutzenhausen gestartet. Dabei servierten die Humorstrategen eine perfekt einstudierte Mixtur aus rasanten Tanzeinlagen und närrischen Sketchen. Durch das rund vierstündige Programm führte Hofmarschallin Ramona Lipp mit einer großen Portion Wortwitz, Charme und Souveränität. Gleich eingangs verzauberte der Kinderhofstaat unter der Führung des Prinzenpaars Leonie I. und Leon I. und des Hofmarschalls Philipp Neff das Publikum mit viel Frohsinn und einer schwungvollen Choreografie. Dabei entführten die Minis, Kids und Juniors mit Klassikern wie Micky Maus, Mary Poppins, Dumbo und Arielle und den Helden aus dem Dschungelbuch abwechslungsreich und liebevoll in die Welt von Walt Disney. Aber auch die Jugendgarde, die Dullbachperlen, setzten sich mit viel Herzblut in Szene. Sie spannte den schwungvollen Bogen einfallsreich weiter und untermauerte damit brillant ihre Reise ins Reich der Fantasie.

Die Young Stars zeigten dagegen eindrucksvoll, was sie unter dem Motto Ballermann verstehen und was zu einer richtigen Party gehört: nämlich Tanzen und Singen. Hochmotiviert präsentierten sich die Schmutterperlchen. Ihr Gardetanz vereinte Tradition und Moderne, lebte von Tempo und akrobatischem Glanz. Viel Fantasie in ihre Choreografie legten auch die Funkenmariechen Moesha Biber und Sandra Prohm mit hochklassiger Akrobatik. Als Garant der guten musikalischen Laune fungierte einmal mehr der Fanfarenzug. Er heizte nicht nur mit fetzigen Klängen ein: Die Truppe präsentierte sich darüber hinaus in bunten Hosen als geistreiche Spaßmacher, nämlich in Anlehnung an die 950-Jahr-Feier des Dorfs als Deubacher Hofnarren.

Anders die CCD-Betthupferl. Sie stürmten die Bühne in feschen Lederhosen. Die achtköpfige Gruppe hatte mit Lebendigkeit und geschickten Tempowechseln eine bodenständige Show einstudiert. Schräg und schrill – so könnte man den Auftritt des Männerballetts bezeichnen.

Zwischen den Showeinlagen wurde der Machtwechsel vollzogen. Kutzenhausens Bürgermeisterin Silvia Kugelmann und ihr Kollege aus Gessertshausen, Jürgen Mögele, übergaben symbolisch den großen Schlüssel des Rathauses an das neu gekürte Prinzenpaar Veronika I. und Andreas IV.

In der Kinderbütt entführten Katharina Ortner und Jona Neff das Publikum in die 1970er-Jahre. Dabei vertraten sie im Beisein eines Daumen lutschenden Monchichi-Spielzeugäffchens ihre ganz eigenen Ansichten über Hobbys, Musik, sexuelle Aufklärung und Träume. Manuela und Eva Lochbrunner zogen als Putzfrauen nicht nur den CCD, sondern auch die Kommunalpolitik und das Dorfgeschehen süffisant durch den Kakao. „Nachtwächter“ Engelbert Kugelbrey schoss sich auf die Bürgermeisterkandidaten ein und machte die Zuschauer schon mal mit den zehn Geboten zur bevorstehenden Dorffeier bekannt.

Zum Finale läutete die Garde Modern mit viel Leidenschaft, Lebensfreude und knappen Kostümen ein. Tänzerisch gingen die Mädels mit Elan und Anmut auf Verbrecherjagd und kredenzten dabei eine eigenwillige Version von Bonnie & Clyde und anderen Spießgesellen. Als letztes Ensemble fungierte die Showtanzgruppe The Dancing Fire. Sie bot nicht nur einen reizvollen Blickfang, sondern auch stilvolle Eleganz. Mit Rumba-, Rock’n’Roll- und Latin-Klängen tauchte die Formation ein in die versunkene Welt von Atlantis. Ihre spannende Reise in das mystische Inselreich verband sie mit viel Einfallsreichtum und akrobatischen Figuren.

Der CCD hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und bot mit seinen Aktiven einen abwechslungsreichen, unterhaltsamen und witzigen Inthronisationsball für Augen und Ohren. Beim Publikum kam es bestens an. Es spendete stürmischen Beifall.

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