Newsticker

Steigende Infektionszahlen: Bundesregierung spricht für ganz Belgien eine Reisewarnung aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Ein Stück mehr Sicherheit für Kühlenthal

29.06.2009

Ein Stück mehr Sicherheit für Kühlenthal

Kühlenthal Die Blicke der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kühlenthal richteten sich in den Himmel, alle waren besorgt, ob das Wetter halten würde. Schließlich fand ein großes Fest in der Gemeinde an der Schmutter statt, denn das neue Feuerwehrlöschfahrzeug TSF-W erhielt seine kirchliche Weihe. "Wasser ist zwar ein wichtiger Löschstoff, aber heute können wir es nicht brauchen", schmunzelte ein Festbesucher, der zur Sicherheit einen Schirm in der Hand hielt.

VON PETER HEIDER

Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Kirche, Politik und den umliegenden Kommunen hatten sich auf dem Dorfplatz versammelt, um dem Gottesdienst, zelebriert von Monsignore Dekan Karl Kraus und Priester Ralf Putz, sowie der Fahrzeugweihe beizuwohnen.

"Der Leitgedanke der Feuerwehren ist schon immer ,Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr'" sagte der Dekan in seiner Predigt. Dieser Leitsatz sei nicht altmodisch und müsse unserer Gesellschaft wieder bewusst werden. Er hob das Engagement des Vorsitzenden Peter Längl bei der Beschaffung des Tragkraftspritzenfahrzeugs hervor.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Nach einem Zug vom Dorf- zum Festplatz erzählte Längl, dass ihm das Einsammeln der Angebote für das Fahrzeug Spaß gemacht habe - trotz mancher schlafloser Nacht.

"Die Finanzierung des Autos war für die Gemeinde ein finanzieller Kraftakt", so der Vorsitzende. Er freue sich aber, dass sich Kühlenthal zu diesem Schritt entschlossen habe. So könne die Sicherheit gewährleistet werden.

Bürgermeister Erich Stohl ließ die Geschichte der Feuerwehren Revue passieren - von Einsätzen mit Wasserkübeln vor 200 Jahren bis zur modernen Technik von heute. Die Zeiten, in denen die Ausrüstung nur aus Löschgeräten bestand, seien längst vorbei. Als Antwort auf die zunehmende Technisierung müssten die Wehren heute ein vielschichtiges Einsatzspektrum, vor allem auf dem Gebiet der technischen Hilfeleistung, abdecken.

"Auf einen Brandeinsatz kommen im Durchschnitt vier Einsätze mit technischem Charakter", so der Bürgermeister. Mut, Können und Selbstlosigkeit seien bei der Feuerwehr die Eigenschaften, auf die es ankomme. "Den Erfolg garantieren jedoch nur optimale technische Ausrüstungen."

Kosten von 107 000 Euro

Das neues Einsatzfahrzeug für 107 000 Euro garantiere die optimale Vorsorge für die Bürger, sagte der Schirmherr. Mit der Übergabe der Fahrzeugschlüssel an Kommandant Ernst Sauler beendete der Rathauschef seine Rede.

Der stellvertretende Landrat Johann Häusler gratulierte zur Anschaffung des Fahrzeuges und sprach den Feuerwehrlern seinen Dank für ihren Einsatz aus. "Feuerwehrleute sind keine Einzelunternehmer, mittlerweile sind in diesem Bereich ganze Familien tätig, denen dafür Anerkennung ausgesprochen werden muss."

Dann überreichte der Patenverein, die Freiwillige Feuerwehr Westendorf, ein Gastgeschenk - eine historische Feuerwehrspritze.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren