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Bau

28.09.2011

Ein Tagungshotel mit klösterlichem Charakter

Noch nicht ganz fertig: der Foyer-Bereich im Westflügel, wo die meisten Umgestaltungen vorgenommen wurden und wo auch die Tagungsräume liegen. Doch zur Einweihung Ende Oktober werden die Arbeiten abgeschlossen sein.
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Noch nicht ganz fertig: der Foyer-Bereich im Westflügel, wo die meisten Umgestaltungen vorgenommen wurden und wo auch die Tagungsräume liegen. Doch zur Einweihung Ende Oktober werden die Arbeiten abgeschlossen sein.
Bild: Fotos: Marcus Merk (2), Margret Sturm (1), privat (1)

In Kloster Holzen steht das neue Hotel kurz vor der Fertigstellung. Es wird moderne Zimmer, Tagungs- und Seminarräume anbieten

Allmannshofen-Kloster Holzen Nicht ganz einfach war die Verwandlung der Gebäude von Kloster Holzen in ein Tagungshotel. „Aus Gründen des Denkmalschutzes durften wir die Räume kaum verändern“, sagt Projektleiter Martin Burkhart. Stuckdecken, Türen, Böden und Fliesen – alles sollte erhalten bleiben. Dennoch steht das Hotel nun kurz vor der Vollendung, auch wenn alles noch wie eine einzige große Baustelle wirkt. „Wir werden bis zur Einweihungsfeier am 28. Oktober fertig“, ist Burkhart sicher.

Vor fünf Jahren beschloss der Besitzer, die kirchliche Stiftung „Dominikus-Ringeisen-Werk“ ( Ursberg), den Umbau in ein Hotel mit Tagungsmöglichkeiten. Denn die 1696 erbauten, denkmalgeschützten Gebäude sollten irgendwie erhalten werden, obwohl der Unterhalt teuer ist. „Verkaufen wollten wir nicht, weil sich dann Konflikte zwischen den bestehenden Behinderten-Werkstätten in Holzen und einem neuen Besitzer hätten ergeben können“, so Burkhart, der auch Filialleiter des Dominkus-Ringeisen-Werks in Holzen ist.

Zunächst war geplant, zehn Millionen Euro für rund 70 Hotelzimmer und Tagungsräume auszugeben. Doch dann änderte die Stiftung ihre Pläne und wollte weitere Behinderten-Wohngruppen in ganz Bayern errichten. Dafür mussten woanders Abstriche gemacht werden. So präsentierte sich das Hotelprojekt in Kloster Holzen dann in abgespeckter Form mit rund fünf Millionen Euro Investitionssumme.

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Baubeginn im Jahr 2010

Im Jahr 2010 war die Phase der Planung abgeschlossen, der Bau konnte beginnen. Der Südflügel des Klosters wurde komplett in Gästezimmer umgewandelt; im Westflügel, dem größten Umbaubereich, entstanden das Foyer und Tagungsräume und in einem Teil des Nordflügels der Gastronomiebereich und Seminarräume. Die 20 Hotelzimmer der bestehenden Gastwirtschaft sowie die 37 neuen, teils mit mehreren Betten ausgestatteten Hotelzimmer werden alle über neueste Technik verfügen, versichert Burkhart.

Bei all dem sollte aber der klösterliche Charakter der gesamten Anlage erhalten bleiben – ergänzt um moderne Elemente, zum Beispiel bei der Möblierung. Die Gäste sollen hier die Einheit von Spirituellem und Weltlichem, Kontemplativem und Aktivem erleben können, wie es im Prospekt heißt. „Was uns auszeichnet, ist die schöne Lage, eingebettet in die Natur“, betont Burkhart.

Offensichtlich ein Konzept, das ankommt. Denn für November ist das neue Tagungshotel laut Burkhart bereits ausgebucht. Zu 70 Prozent sollen auch künftig Tagungen die Zimmer füllen; Firmen im 90-Kilometer-Radius hat man dabei als potenzielle Kunden im Visier.

Damit auch rund um das Hotel alles stimmt, werde der Westhof derzeit komplett neu gestaltet und im Norden der Anlage ein neuer Park- und Festplatz gebaut, wie Allmannshofens Bürgermeister Manfred Brummer erläutert. Der Westhof soll für Veranstaltungen wie den Johannimarkt genutzt werden.

Für die kleine Gemeinde „ein Gewaltakt“

Im Rahmen der einfachen Dorferneuerung gibt es dafür öffentliche Zuschüsse in Höhe von 250000 Euro. Die gleiche Summe muss Allmannshofen selbst für die Baumaßnahmen aufbringen, was für die kleine Gemeinde „ein Gewaltakt“ sei. „Aber wir bringen das hin“, so Brummer optimistisch.

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