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Margertshausen

14.11.2018

Ein WM-Pokal für den DFB-Präsidenten in Margertshausen

Wenn es schon bei der Weltmeisterschaft in Russland nicht geklappt hat, so erhielt DFB-Präsident Reinhard Grindel wenigstens einen gebackenen WM-Pokal. Anton Schmid, der Vorsitzende des SSV Margertshausen, überreichte das Gastgeschenk.
Bild: Oliver Reiser

Vereinsvertreter aus ganz Schwaben schütten Reinhard Grindel und seinem Stellvertreter Rainer Koch in Margertshausen ihr Herz aus.

Als Willi Steiger zu seinem Abschiedsgedicht ansetzte, wurde es am Montagabend noch so richtig lustig im Sportheim des SSV Margertshausen. „Lieber Herr Doktor Grindel“, hob der langjährige Theaterspieler an, als sich der Angesprochene einmischte. „Bitte sagen Sie das nochmals. Ich höre das so gerne. Aber ich habe diesen Doktortitel nicht“, stellte der DFB-Präsident klar und hatte damit die Lacher des Publikums auf seiner Seite. So endete der Abend auf höchst humorige Weise.

100 Gäste warteten auf den DFB-Präsidenten

Schon Anton Schmid, der Vorsitzende des gastgebenden SSV Margertshausen, hatte den DFB-Präsidenten als Dr. Reinhard Grindel begrüßt, nachdem die prominenten Gäste mit einer 20-minütigen Verspätung im Gessertshauser Ortsteil eingetroffen waren. Überraschend mit dabei war auch Dr. Rainer Koch, seines Zeichens DFB-Vizepräsident und Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV). Die beiden Herren hatten zunächst die neue Geschäftsstelle des Bezirkes Schwaben bei der WWK-Arena in Augenschein genommen und anschließend eineinhalb Stunden mit dem Bezirksausschuss diskutiert. Nach einer kleinen Stärkung im Gasthof Fuchs in Steppach ging es dann in Richtung Margertshausen. Dort wurden vom Sportheim-Team bereits Getränke und Schnittchen an die knapp 100 geladenen Gäste gereicht.

„Der DFB-Präsident macht diese Besuche in den Bezirken bei kleinen Vereinen im Rhythmus von vier Wochen“, erklärte Geschäftsstellenleiter Manfred Ringer. Auf den Bezirk Schwaben sei er gestoßen, nachdem er das ihm zugesandte Fußball-Jahresjournal studiert hatte. „Das Fundament des DFB sind seine 25000 Vereine“ stellte Grindel klar. Mit einer Qualifizierungsoffensive wolle man dafür sorgen, dass die sechs- bis 14-Jährigen durch motivierte und gut ausgebildete Trainer in den Vereinen gehalten werden.

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Eine Stunde auf dem Rasen anstatt vor der Konsole

„Ist Ihnen bewusst, wie schwierig es ist, Eltern zur Mitarbeit im Verein zu bewegen?“, fragte Jürgen Rößle vom TSV Steppach. „Viele geben ihre Kinder ab und gehen selbst in diesen zwei Stunden ins Fitnesscenter.“ Edwin Tanner vom SV Kleinbeuren, der sich mehr Anerkennung für das Ehrenamt wünschte, pflichtete dem bei: „Die Wirklichkeit sieht anders aus.“

Für Rainer Koch müssen sich die Rahmenbedingungen ändern, wenn ein Verein auch in Zukunft existent sein soll. Dabei könne er sich auch eine Integration von E-Sport vorstellen: „Man muss am Puls der Zeit bleiben.“

Grindel konterte: „Als DFB-Präsident werde ich alles dafür tun, dass eine Stunde im Verein auf dem Rasen und nicht an der Konsole verbracht wird.“ Der Großteil dessen, was als E-Sports bezeichnet wird, sind „Killerspiele.“ Grindel: „Mit den Werten des Fußballs hat das Abschießen von Menschen nichts zu tun.“

Zwei Stunden stellten sich die prominenten Gäste auch unangenehmen Themen. Zum Dank durfte der DFB-Präsident dann einen gebackenen WM-Pokal mit auf den Weg nehmen.

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