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Adelsried

15.11.2019

Ein eigenes Freibad? Adelsrieder sind skeptisch

Als Vorbild für ein mögliches Freibad in Adelsried gilt das Naturfreibad in Fischach. 
Foto: Marcus Merk (Archiv)

In der Gemeinde wird zur Zeit heiß über ein mögliches Naturfreibad im Holzwinkel diskutiert. Auch bei der jüngsten Bürgerversammlung. 

Noch ist das Naturfreibad in Adelsried nicht in trockenen tüchern. Auch wenn die Finanzierung steht, ist es noch ein weiter Weg bis zur Umsetzung. Doch schon jetzt beschäftigt das Thema die Menschen im Ort sehr. ILE-Managerin Simone Hummel stllte die Pläne dazu bei der jüngsten Bürgerversammlung ausführlich vor.

Was den Gästen der Veranstaltung besonders am Herzen lag, ist dessen Finanzierung. Denn die genannten 4,2 Millionen Euro sind nur Grobkosten. Das heißt, dass es durchaus auch teurer werden kann. Die jährlichen Betriebskosten werden mit circa 80 000 Euro beziffert. „Allein mit Ehrenamtlichen ist die Arbeit nicht zu machen“, sagt Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann. Und auch mit Eintrittsgeldern sei der Freibadbetrieb nicht zu decken. Der Standort Adelsried gefällt nicht jedem. „Warum macht man es nicht in Welden?“, fragte ein Bürger. „Wie viele Jahre sollen die Freiwilligen am Naturfreibad mithelfen?“ Ein Dorn im Auge sind auch die im Raum stehenden 2000 Naturfreibadbesucher, die täglich in die Gemeinde kommen könnten. „Sie alle werden durch den Ort fahren. Und es wurden gerade einmal 17 Parkplätze ausgewiesen.“, erklärte einer der Besucher. Stegherr-Haußmann erklärte dazu, dass die Besucherzahl von 2000 viel zu hoch angesetzt sei. Sie geht von etwa 300 bis 500 Besuchern an guten Tagen aus. Der drei Meter breite Abschnitt des Kernwegenetzes zum geplanten Freibad erscheint für manchen zu eng zu sein. „Wir brauchen hier mindestens eine zweispurige Fahrbahn“, erklärte ein Zuhörer.

Bürgermeisterin: Weitaus weniger als 2000 Besucher am Tag

Um alle Fragen zu klären, braucht es eine belastbare Planung, sagte die Koordinatorin Simone Hummel. Die bislang vorgelegten Ausführungen basierten auf einer Studie und den Erfahrungen anderer Gemeinden mit Freibädern. Sind sich die Gemeinden einig, könnte im Januar 2020 eine Beschlussfassung der beteiligten Bürgermeister geben.

  • Feuerwehr Dass die Freiwillige Feuerwehr sehr gute und sehr wichtige Arbeit leistet, sei klar, erklärte ein Adeslrieder bei der Versammlung. Doch: „Wenn die Sirene ertönt, wird in Adelsried der Hockenheimring eröffnet.“ Es müsse doch nicht sein, dass über die Hauptstraße mit 70 Stundenkilometern gebrettert und erst „auf der letzten Rille“ gebremst werde. Er wünschte sich, dass bei den Einsätzen umsichtiger gefahren wird.
  • Verkehr Kein neues Thema aber immer auf den Tisch gebracht ist die Parksituation vor allem in der Kirchenstraße. Für größere Fahrzeuge sei die enge Straße nicht ausgelegt, erklärte ein Bürger. Oft würden am Tag Autofahrer auf Parkplatzsuche auf und ab fahren. „Die Parkplätze am Hotel Schmid reichen vorne und hinten nicht.“ Der Wunsch wäre ein Halteverbot und ein Parkausweis für Anwohner.
  • Mulch Auf Unverständnis stößt im Rahmen des Bienenvolksbegehrens der Einsatz eines Mulchers bei der Säuberung von Flächen und Gräben. Hier solle sich der Gemeinderat einmal Gedanken machen, ob es nicht eine andere Lösung zur Säuberung gäbe. Denn beim Einsatz eines Mulchers würden die Insekten buchstäblich gehäckselt. „Eine insektenfreundliche Kommune muss Vorbild sein.“
  • Aktuelles Stegherr-Haußmann berichtete über laufende Projekte. Im Bereich „Wasserversorgung“ sei die Gemeinde weiterhin dabei, ihre To-do-Liste abzubauen. Neben Kindertagesstätte, Kindergartensanierung, Schulkinderbetreuung sprach die Ratschefin auch über die neuen Bauabschnitte Adelsried Nord, Wölfle Ost und die Pläne in der Dillinger Straße 14. Die Liste war lang. Mit Projekten wie Wasser-Notverbund mit Bonstetten, Ausbau des Glasfasernetzes, Steigerung der Wohnqualität (Naturfreibad) und auch Sanierung der nach Fertigstellung der Ortsumgehung abgestuften Staatsstraße zur Gemeindestraße, wird sich der Gemeinderat weiterhin beschäftigen.

Viel Applaus gab es für das Fest „Adelsried Eintausend“. Erna Stegherr-Haußmann zeigte noch einmal anhand von Bildern die Highlights vom Sommer. „Es war wie in Italien“, schwärmte eine Besucherin. „Da war abends richtig was los.“

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