1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Ein ganzes Dorf feiert seinen Kindergarten

Westendorf

06.10.2015

Ein ganzes Dorf feiert seinen Kindergarten

Kinder und Erwachsene ließen vor der Kindertagesstätte St. Georg zur Feier des 40. Geburtstags bunte Luftballons in den Himmel steigen.
Bild: Kindergarten

Am Sonntag wurde die katholische Kita St. Georg in Westendorf 40. Warum so viele Ehemalige dabei sein wollten. Und warum es für einige Erzieherinnen eine ganz besondere Überraschung gab.

Von Steffi Brand

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Wenn Daniela Cartaggine die Kindertagesstätte St. Georg betritt, werden alte Erinnerungen wach. Als sie selbst hier Kindergartenkind war, fiel ihr erster Blick immer auf das Brett im Eingangsbereich, um zu erfahren: „Was gibt’s Neues?“ Mittlerweile haben beide Söhne den Kindergarten in Westendorf besucht, waren bei derselben Erzieherin wie sie selbst, und ihr jüngerer Sohn war sogar das erste Westendorfer Krippenkind, wie Daniela Cartaggine erzählt. Enge Verbindung zur St.-Georg-Kindertagesstätte hat indes nicht nur Daniela Cartaggine, sondern auch zahlreiche weitere Eltern, die das 40. Jubiläum am vergangenen Sonntag mitfeierten und es sich nicht nehmen ließen, durch die in der Kindertagesstätte ausgelegten Chroniken zu blättern – um ebenfalls an anno dazumal erinnert zu werden.

Neben Eltern und Kindern besuchten auch Großeltern und andere Westendorfer die Kindertagesstätte, und den Grund dafür kennt Elfriede Reiser, die Kindertagesstättenleiterin, genau: „Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf“, erklärte sie im Vorwort der Jubiläumschronik sowie bei ihrer Festrede und gibt einen Einblick in die Vorbereitungen zum großen Jubiläumsfest. Die Planungen dafür haben bereits im Januar begonnen. „Der Aufbau am Samstag ähnelte einem Fest vor dem Fest“, erklärt sie und freut sich über die vielen helfenden Hände, die zum Jubiläum, aber auch unterm Kindergartenjahr, tatkräftig mitanpacken. Vollkommen überrascht wurde sie nach der Ansprache von Pfarrer Andreas Jall – und der Ehrung für 25 Jahre aktiven Kirchendienst. Und auch die Kinderpflegerin der ersten Stunde, Waltraud Eding, die seit 40 Jahren die Kinder in der Kindertagesstätte Westendorf betreut, wurde eine Ehrung zu teil – für 40 Jahre aktiven Kirchendienst.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Nach weiteren feierlichen Ansprachen von Bürgermeister Steffen Richter und Angela Pusch von der Kindergartenverwaltung, die einen Einblick in die Geschichte gab, als Pfarrer Stanislaus Albertshofer durch das Dorf zog, um Spenden für den Bau des Kindergartens zu sammeln, zog es die Kinder scharenweise vor die Kindertagesstätte. Nach Essen und Trinken sowie Kaffee und Kuchen in der Halle der Familie Kraus sammelten sie sich vor der Kindertagesstätte, um bunte Luftballons in den Himmel steigen zu lassen. Damit fiel auch der Startschuss für die Besichtigung der Kindertagesstätte und das anschließende Kindertheater. Das Nachmittags-Highlight war das Bobbycar-Rennen, bei dem auch so mancher Erwachsene mitfuhr.

Der Festtag indes begann schon viel früher – mit einem Festgottesdienst von Pfarrer Andreas Jall, Diakon Sebastian Schmidt und Pfarrer Karl Kraus, der viele Jahre lang Pfarrer in Westendorf war und sich immer für die Kindertagesstätte engagiert hatte.

Die Messe wurde von den Kita-Kindern mitgestaltet. Sie sangen Lieder und zeigten spielerisch, wie aus einem Samenkorn eine Blume wächst – passend zum Motto des Jubiläums – aus klein wird groß. Den großen Stellenwert der Kindertagesstätte für die Pfarrei machte Pfarrer Andreas Jall mit einem einfachen Satz deutlich: Wir haben einen Kindergarten, „weil wir den größeren Rahmen aufstellen wollen, in dem die Kinder leben“.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren