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Tiere

20.10.2017

Ein gemachtes Nest für Familie Storch

Auf dem Dach der Horgauer Pfarrkirche St. Martin ist jetzt ein Storchennest und wartet auf Bewohner.
Bild: Silvia Kuballa

Auf dem Horgauer Kirchendach wurde ein Horst installiert

Während einige Störche schon gen Süden ziehen, bereiten die Horgauer Meister Adebar schon einen schönen Empfang fürs kommende Frühjahr: Auf dem Kirchendach gibt es jetzt ein Storchennest.

Mehr als ein Jahr wurde im Ort und der Pfarrei über das Nest diskutiert und dafür geplant. Die Initiative ging vom Bürgerverein aus, später haben sich der Obst- und Gartenbauverein, Bund Naturschutz, Bündnis Umwelt und die Frauen-Union angeschlossen und die Aktion unterstützt. Der Zeitpunkt war günstig, denn das Dach von St. Martin wird gerade saniert, da ist die Kirche sowieso eingerüstet.

Nun wurde das Nest mit einem Kran auf den Giebel gehoben. Handwerker hatten die Metallkonstruktion zuvor gebaut, Helfer aus den Vereinen den Horst dann gemütlich ausgestattet: dicke Haselnusszweige unten, dann Weiden herumgeflochten und als Füllung feine Späne und Heu, erzählt Silvia Kuballa vom Bürgerverein. Der Storch kann sich also ins gemachte Nest setzen. Seine Wohnung ist quasi schlüsselfertig. „Er braucht nicht mehr viel zu tun, höchstens noch ein paar Tapeten anbringen“, scherzt Kuballa.

Jetzt also hoffen alle Beteiligten, dass im nächsten Frühjahr tatsächlich ein Storchenpärchen auf dem Horgauer Kirchendach einzieht. Silvia Kuballa ist optimistisch. Denn in der Vergangenheit war der Storch immer mal wieder in Horgau zu Gast. „Er ist auf den Wiesen stolziert und sogar schon auf dem Kirchendach gesessen“, erzählt Kuballa. Und wenn jetzt auch noch der Rothauenpark nebenan gestaltet wird, dann finden die Vögel bald sogar noch mehr Nahrung.

Alte Horgauer hätten erzählt, dass es schon mal ein Storchennest auf der Kirche gegeben habe, sagt Kuballa. Bildmaterial dazu habe der Bürgerverein aber keines gefunden. Jetzt jedenfalls wartet die schicke und gut ausgestattete Neubauwohnung für Familie Storch auf tierische Mieter. In den Nachbarorten, zum Beispiel in Zusmarshausen, Wörleschwang, Dinkelscherben, Ottmarshausen und Diedorf, werden die Nester ja auch regelmäßig gut angenommen. (manu)

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