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Musik

10.01.2015

Ein klangvoller Abschluss der staden Zeit

Überzeugend und tiefgründig: Die Mitglieder der Chorgemeinschaft Zusmarshausen regten zum Nachdenken an.
Bild: Krämer

Die Zusmarshauser Chorgemeinschaft bietet am Dreikönigstag ein anspruchsvolles Programm an. Manches gerät dabei zur Überraschung

Mit einer festlichen Aufführung feierte die Chorgemeinschaft Zusmarshausen jüngst den Ausklang der Weihnachtszeit. Der Chor hatte ein überaus anspruchsvolles Programm mit in die Pfarrkirche Maria Immaculata gebracht. Unter anderem standen Stücke von Johann Sebastian Bach, Michael Schmoll und Sally Deford auf dem Spielplan. Es war kein leichtes Programm, das sich Leiter Johann Mayer und sein Chor vorgenommen hatten.

So bot durch großen Tonumfang die vordergründig leicht wirkende Liedersammlung für die Sänger einige Herausforderungen. Die erste Hälfte der Nachmittagsvorstellung stellte der Chor ganz unter das Motto „Geistliche Lieder“. Die Künstler überraschten und überzeugten mit ausgeglichenem Klang und luden zum Nachdenken ein. Von den Sitzen fegte es die Zuhörer zwar nicht – nach so viel geistlicher Musik war das aber auch schwer vorstellbar. Ein charmantes Team bildete das Vokalensemble, das mit „Veni, veni, Emmanuel“, einem Adventslied von Zoltan Kodaly, und „Kanon“ von Johann Pachelbel, einem Nürnberger Barockkomponisten, tiefe Eindrücke hinterließ. Eine Weihnachtsgeschichte erzählte Waltraud Leutenmayr, die den Musikern damit eine Verschnaufpause verschaffen wollte.

Das noch sehr junge Flötenensemble präsentierte mit den Stücken „Siciliano“ und „Menuett“ – beide von James Hook – wunderschöne Flötenklänge zum Träumen. Erst noch zaghaft, dann aber immer selbstbewusster spielte sich das Trio in die Herzen der Zuhörer. Durch die Bitte von Elisabeth Thumann, erst am Ende des Konzerts zu applaudieren, kamen die jungen Flötistinnen beinahe zu kurz. Sie hätten einen Sonderapplaus verdient.

Überraschend vielseitig bot sich hingegen der anschließende fröhliche Teil des Konzerts. Ungemein stimmig und abwechslungsreich waren die Lieder „Run, Run to Bethlehem“ von Jay Althouse sowie „Rudi mit der roten Nase“. Mit dem „Winter Wonderland“ präsentierte die Chorgemeinschaft ein Weihnachtslied, das seit seiner ersten Aufführung im Jahre 1934 nichts von seiner Popularität eingebüßt hat. „Song for David“, eine Wohlfühlmelodie von Joan Baez, ließ den Alltagsstress etwas vergessen. Beim Lied „This Little Light of Mine“, einem fröhlich schwingenden Spiritual, geriet im Publikum dann schon einiges in Bewegung. Für den Schluss hatten die Künstler sich einen besonderen Höhepunkt aufgehoben: Das würdige Finale bildete das Stück „Tochter Zion“, das die Chorgemeinschaft zusammen mit ihren Gästen sang. Wer bei der Chorgemeinschaft mitmachen möchte, kann übrigens einfach zur Probe kommen: montags von 20 bis 21.30 Uhr im Pfarrheim St. Hildegundis. (kräm)

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