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Faschingsumzug

18.02.2015

Ein kleiner Gaudiwurm mit großem Charme

Auf den Spuren der Wikinger waren diese Ehinger Jugendlichen unterwegs.
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Auf den Spuren der Wikinger waren diese Ehinger Jugendlichen unterwegs.

23 Gruppen bieten in Ehingen witzig-spritzige Auftritte

Mit einem kräftigen „Ehlfinger Blitz Plaus“ setzte sich gestern der wohl kleinste Umzug im Landkreis Augsburg in Bewegung und bot großes Faschingsvergnügen. Im unwiderstehlichen Lockruf der Narretei werden Ehingen und Ortlfingen am Faschingsdienstag alljährlich zu „Ehlfingen“ und bieten einen Gaudiwurm mit besonderem Charme. Dröhnende Musikboxen und große Zugmaschinen sucht man hier vergebens, stattdessen überzeugen bunte Fußgruppen, viele teilnehmende Kinder, kreativ gestaltete Gefährten und die Darbietung von fröhlicher Faschingsgaudi mit reichlich Lokalkolorit. Die Ehinger Musikanten begleiteten das Spektakel mit Livemusik.

Um 15.15 Uhr war es so weit. Vom Bürgerhaus Ortlfingen zogen die Maskerle Richtung Ehingen – vorbei an vielen Zuschauern, die am Straßenrand reichlich Beifall spendeten und selbst oft mit fantasievollen Verkleidungen glänzten. Da war sogar der Papst aus Rom angereist, der sich an der Katharinenkapelle unter das närrische Volk mischte und sich über den Ehlfinger „Guazla-Regen“ freute.

23 Gruppen waren beim Umzug dabei mit witzig-spritzigen Darbietungen. „Waldblick“-Zinnober nannten Waldgeister ihren Auftritt, schelmisch monierten sie die dünne Informationspolitik über das gleichnamige Bauerwartungsland am Sandberg – mit dem Neubau einer Gewerbehalle im Schlepptau. Auch der langatmige Bau des Fahrradweges nach Nordendorf wurde auf die Schippe genommen, während sich die Sängerschar der Chorbande in bester Geburtstagslaune zu ihrem 20-jährigen Bestehen präsentierte. Sie hielt sogar eine kleine Chorprobe beim Straßenfasching ab. Es gab auch sportliche Neuigkeiten: „Rollator-Skiing made in Ehigna“ wird künftig angeboten. Durch diese neue Erfindung kann das Ehinger Loipen-Spurgerät pausieren, sie beschert (wetterunabhängig) allen Altersklassen „ohne Stockeinsatz, Sturz und Qual elastisch fitte Knochen“, Après-Ski bei DJ Gere am Hirtenberg inklusive.

Schaurig-süß grüßte das Kinderprinzenpaar Cosima I. (Kottmair) und Vincent I. (Eder) als Vampire das Volk. Die beiden führten majestätisch die „Vampire von Zwickelbach“ an – die Theaterfreunde ließen gestern ihr letztjähriges Stück nochmals aufleben.

Der närrische Nachwuchs ist begeistert mit dabei

Viele Kinder und Jugendliche liefen beim Umzug mit und strahlten schelmisch aus ihren Verkleidungen, wie etwa die Kinderturn- und Spielgruppe oder der Fußballnachwuchs des SVE/O. So wirbelten Schneewittchen, Rockstars, Cowboys, Wikinger, Gauchos und gar Leberkässemmeln durchs Faschingstreiben. So manch närrischer Nachwuchs bediente sich gerne mal selber genüsslich am Bonbon-Beutel. Und nicht zuletzt bereicherten närrische Gruppen aus der Nachbarschaft den Ehlfinger, etwa die Natur-Maskerle aus Ellgau, der Kühlenthaler Zauberwald oder die Donnsberg-Hexen.

Kurzum: Es war ein gelungener, familienfreudlicher Ehlfinger in sechster Auflage: „Klein, aber fein“, freuen sich die Ausrichter Theaterverein, Feuerwehr und Sportverein. Im Anschluss ging es noch zum Kehraus ins Feuerwehrhaus. Hier erzählte der Ehlfinger Bua (Michael Ostermeier) allerhand Kurioses über das Dorfgeschehen.

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