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Altenmünster

09.05.2018

„Ein liebenswerter Ort im Zusamtal“

Bei herrlichem Frühsommerwetter feierte die Gemeinde Altenmünster ihr 40-jähriges Bestehen im Atrium der Schule.
Bild: Josef Thiergärtner

Altenmünster feiert 40 Jahre Einheitsgemeinde und blickt stolz auf die Entwicklung zurück.

Bürgermeister Bernhard Walter und die vielen Besucher lachten beim Bürgerfest mit der Sonne um die Wette. Anlass der Freude war das Fest im Atrium zum 40-jährigen Bestehen der Gemeinde. Ehrungen verdienter Mitbürger und erfolgreicher Sportler rundeten das Geburtstagsfest ab.

Pfarrer Thomas Pfefferer ging nach einer eindrucksvollen Wortgottesfeier auf die Gründung des Ortes Munster im 8. bis 9. Jahrhundert ein. So ernannten die damaligen Christen den heiligen Vitus zum Patron der Kirche. Er wurde als Märtyrer im 4. Jahrhundert in einen Topf mit siedendem Öl geworfen. Und dieses Gefäß findet sich im Wappen der Gemeinde wieder. Bildlich betrachtet, können in diesen Topf die neun Ortsteile hineingegeben werden, entsprechend dem Motto des Ortes „da ist Leben drin“, sagte der Dekan.

Mut für die Weiterentwicklung nicht verlieren

Nach einer umfangreichen Begrüßung der Ehrengäste, die maßgeblich an der Entwicklung der Gemeinde Anteil hatten, appellierte Bürgermeister Bernhard Walter an die Besucher, den Mut für die Weiterentwicklung trotz zunehmender Zukunftsängste nicht zu verlieren. Sein Wunsch war, die Zukunft so zu gestalten, damit man sagen könne: „Hier will ich arbeiten, hier will ich leben, hier sollen meine Kinder aufwachsen!“

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Dem früheren Landtagsabgeordneten Max Strehle blieb es vorbehalten, in seiner Festrede auf die Schwierigkeiten der Gebietsreform vor 40 Jahren einzugehen. Im Ergebnis verringerte sich die Zahl der Landkreise im ersten Abschnitt der Reform zum 1. Juli 1972 von ursprünglich 143 auf 72 neue Landkreise. Im neu gebildeten Landkreis Augsburg verringerte sich die Zahl der Gemeinden von 112 auf 45. Ausführlich ging Strehle auf die Gebietsreform in Altenmünster ein, die bereits 1972 mit der freiwilligen Eingemeindung von Hennhofen begann. Ziel des damaligen Bürgermeisters Kaspar Kraus und des Volksschulrektors Xaver Grimmeiß war es, die Gemeinden des Schulverbandes zu einer Einheitsgemeinde in einem gewachsenen Lebensraum zusammenzuführen.

Eine positive Entwicklung

Bis auf den jetzigen Villenbacher Ortsteil Rischgau kam es dann trotz Bedenken der Regierung von Schwaben letztendlich auf den heutigen Stand mit neun Ortsteilen. Viele Projekte, wie die Ausweisung von neuen Baugebieten oder Gewerbeflächen, die Neuregelung der Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung, der Ausbau von Kindergärten und -Krippe oder die Errichtung des Pflegeheimes sorgten jedoch für eine positive Entwicklung.

Zum Start der neuen Gemeinde mit dem damaligen Bürgermeister Günter Würmseher, der 24 Jahre an der Spitze stand, wurden 3244 Einwohner registriert. Heute leben 4645 Bürger in einem Lebensraum mit hoher Qualität. „In einem liebenswerten Ort im Zusamtal“, beendete Strehle in seinen Rückblick.

Nach einem eindrucksvollen Feuerwerk bedankten sich die Gäste mit kräftigem Applaus bei der Musikkapelle Violau für die musikalische Umrahmung. (joti)

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