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Fischach

10.09.2019

Ein „tolles Abschlusskonzert“ nach der Probenwoche

So viele Musiker und vier Dirigenten: Das BZNO und das BZJO des ASM Bezirk 15 und ihre Dirigenten (vorne, von links) Barbara T. Schied, Nadine Schiffelholz, Maximilian Hosemann und Philipp Kufner.
Bild: Karen Luible

Die Jugend und der Nachwuchs präsentieren dem Publikum in der voll besetzten Staudenlandhalle die Früchte ihrer Arbeit. Und die Zuhörer sind restlos begeistert.

Als „Abschluss einer wunderbaren musikalischen Woche“ und ein „tolles Abschlusskonzert“, fasste Dirigent Philipp Kufner das musikalische Ereignis in der Staudenlandhalle treffend zusammen. Das Bezirksjugendorchester (BZJO) des Bezirks 15 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) und das Nachwuchsorchester (BZNO) präsentierten einem breiten Publikum das Ergebnis ihrer „disziplinierten und unfassbar engagierten“ Probenarbeit, so Kufner. Eine Woche lang hatten die jungen Leute in Violau mit ihren Dozenten an den Feinheiten der Stücke gefeilt und das Zusammenspiel geprobt.

Unter der souveränen Stabführung von Barbara T. Schied begann der Nachwuchs mit der Filmmusik aus „How to Train your Dragon“. Beim „Sunday Market“ konnten die Besucher locker über einen sonnigen Markt bummeln und die gute Laune sprang über, als die Musiker die Anforderungen rhythmisch und melodisch sicher meistern.

Mit „Teabeak for Band“ einem Loblied auf die britische Teepause, zeigten die jungen Musiker, wie gut sie aufeinander eingespielt sind, und verabschiedeten sich.

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Auch Liebhaber klassischen Bläserklangs kamen zu ihrem Recht

Ganz dem 300. Geburtstag von Leopold Mozart widmete sich das BZJO, wenn auch mit Wolfgang Amadeus. Das Kammermusik-Bläserensemble hatte den 1. Satz der Serenade in Es-Dur erarbeitet und so kamen auch Liebhaber klassischen Bläserklangs zu ihrem Recht, als Horn, Oboe, Klarinette, Fagott mit Philipp Kufner die Feinheiten dieser Musikrichtung aufspürten und fein interpretierten.

Aus 30 Kapellen hatten sich 63 Musiker in diesem Jahr zum BZJO zusammengefunden. Philipp Kufner hob den Taktstock und ein Tubalauf begann. Die „Second Suite in F“ von Gustav Holst forderte schon im ersten Satz den Euphonien Brassbandqualität ab. Zart und transparent gab die Oboe die Spielweise für den zweiten Satz „Song without Words“ vor und der gesamte Klangkörper, nahm diesen musikalischen Charakter auf.

Keltisch beeinflusste Melodien

Der Rhythmus von Hammerschlägen prägte den dritten Satz „Song of the Blacksmith“, Lied des Schmieds und metallene Schlagwerk-Klänge verstärkten diesen Eindruck. Am Ende der Suite dominierten die Saxophone die keltisch beeinflussten Melodien, die von allen Registern aufgenommen wurden. Auch nach der Pause waren die nördlichen britischen Inseln Thema bei der Suite aus „Hymn oft he Highlands“ von Philip Sparke. Mit ausladenden Bewegungen animierte Kufner seine Musiker in den temperamentvollen Passagen, die er dann wieder in beeindruckender Weise zu lyrischen Passagen zurückführte. 

Im zweiten Satz weckte das feine Schlagwerk Neugierde. Glockenschläge und Trompetensignale leiteten den dritten Satz „Dundonnell“ ein. In stürmischem Presto fanden Kufner und seine Musiker immer wieder zum Thema zurück und beendeten das brausend durchgearbeitete Stück mit einem fulminanten Schlussakkord.

Die feurigen Klänge der Corrida

Nach dem langen Ausflug in den Norden entführt das BZJO mit „El Camino Real – A Latin Fantasy“ sein Publikum in lateinamerikanische und spanische Gefilde. Am Ende erinnerten die feurigen Klänge an die Corrida, den Stierkampf vor sie gewaltig verklangen. Gute-Laune-Tanzmusik verbreiteten zuletzt „El Cumbanchero“ im Arrangement von Naohiro Iwai.

Und mit „Salut d’Amour“ von Edward Elgar verabschiedeten sich schließlich die 95 Musiker und Maximilian Hosemann, der Dozent für Klarinette im BZNO, von einem restlos begeisterten Publikum in der Staudenlandhalle.

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