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Vogelgrippe

22.11.2016

Ein toter Schwan ist der erste Infektionsfall im Kreis Augsburg

Bei einem toten Schwan, der am Lechufer zwischen Ellgau und Thierhaupten entdeckt wurde, ist die Vogelgrippe festgestellt worden.
Bild: Hermann Ernst (Symbolbild)

Die Vogelgrippe ist auch im Landkreis Augsburg angekommen: Am Lech zwischen Ellgau und Thierhaupten wurde ein toter Schwan entdeckt. Was zu tun ist, wenn man tote Vögel findet.

Bei einem toten Schwan, der am Lechufer zwischen Ellgau und Thierhaupten entdeckt wurde, ist die Vogelgrippe festgestellt worden. Die gab das Veterinäramt am Landratsamt gestern bekannt.

Das Ergebnis über den positiven Befund liegt nach Auskunft der Behörde seit Freitagabend vor. Die Bestätigung des Friedrich-Löffler Instituts steht derzeit noch aus. Am Sonntag hatte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gemeldet, dass das H5-Virus bei einem Wildvogel im Landkreis nachgewiesen wurde. Auch in vielen anderen Landkreisen in Bayern waren im Zuge dessen weitere Fälle bestätigt worden.

Die Stallpflicht für Geflügel gilt bereits in ganz Bayern

Bereits am Freitag hatten Gerüchte über einen Vogelgrippe-Befund am Lech die Runde gemacht, dem widersprach jedoch das Veterinäramt. Seit dem vergangenen Wochenende gilt für Geflügel in ganz Bayern die Stallpflicht. Damit soll vermieden werden, dass möglicherweise infizierte Wildvögel in Kontakt mit Hausgeflügel kommen können. Außerdem wurde die Kreisgeflügelschau, die am kommenden Wochenende in Schwabmühlhausen hätte stattfinden sollen, abgesagt.

Das Veterinärmat sprach dabei noch von einer vorbeugenden Maßnahme. Das Landratsamt betont, dass laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung BfR bisher noch keine Infektion des Menschen mit dem Erreger bekannt geworden ist.

Ob es weitere Infektionsfälle im Landkreis gibt, ist derzeit noch offen. Dass der an dem Virus verendete Schwan andere Tiere angesteckt haben könnte, gilt laut Auskunft des Landratsamtes als durchaus möglich. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit rät Spaziergängern, die einen toten Vogel entdecken, zur Vorsicht. Aleksander Szumilas vom LGL sagt: „Auf keinen Fall sollte man einen toten Vogel berühren oder ihn mit dem Fuß anstoßen. Dann wäre das Schuhwerk eine potentielle Ansteckungsquelle für andere Vögel.“

Hunde an die Leine, um Infektionen zu vermeiden

Auch Hunde sollten von ihren Herrchen an die Leine genommen werden, um eine Infektion zu vermeiden. Vielmehr sollten solche Funde dem jeweiligen Veterinäramt gemeldet werden. Deren Experten bergen das Tier und schicken es zum Gesundheitsamt. Dort wird dann untersucht, ob ein Infektionsfall besteht.

Laut Szumilas werden auf zwei Ebenen Proben durchgeführt: Erlegte Tiere, die keinerlei Symptome aufwiesen, werden ebenso untersucht wie tot aufgefundene Tiere wie der Schwan zwischen Thierhaupten und Ellgau.

Laut dem LGL ist das Auftreten der Vogelgrippe in Deutschland jederzeit möglich. Vor allem Wildvögel sind für die Viren anfällig, doch auch Hühner und Puten sind für die Infektion hochempfänglich. Bei diesen Tieren kann die Infektion ganz plötzlich auftreten und einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf mit hoher Todesrate verursachen. Das Krankheitsbild variiert je Virus und Wirt stark. Wildlebende Wasservögel zeigen häufig keine Symptome.

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