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Almannshofen-Holzen

20.03.2019

Einblicke in eine besondere Werkstatt in Kloster Holzen

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Im Dominikus-Ringeisen-Werk in Kloster Holzen arbeiten Menschen mit Behinderung. Auf aktuell 1100 Quadratmetern sind 60 Personen angestellt. Sie stellen unter anderem Bauteile für Audi und Porsche her. 

Erstmals öffnet das Dominikus-Ringeisen-Werk in Holzen seine Tore für Besucher und stellt das Arbeitsleben der Menschen mit Behinderung vor. 

Premiere im Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) in Kloster Holzen: Am Samstag, 23. März, öffnet die Werkstatt erstmals ihre Tore für Besucher für einen „Tag der offenen Tür“. Zwischen 10 und 14 Uhr werden Bernhard Christi, der für Werkstatt und Förderstätte verantwortlich zeichnet, und sein Team Führungen anbieten. „Wir wollen zeigen, was wir können und was wir draufhaben“, erklärt Christi die Idee, die sich hinter dieser gelebten Form der Inklusion verbirgt.

Zeigen können die Menschen mit Behinderung, die im DRW arbeiten, jede Menge. Auf aktuell 1100 Quadratmetern gibt es Werkstatt-Arbeitsplätze für 60 Personen. Sie fertigen Keramikwaren an, die im Klosterladen erworben werden können. Sie überkleben Cremetuben hochwertiger Kosmetikanbieter. Sie setzen Kleinstbauteile für Industriebetriebe zusammen, tüten Gummibärchen und andere Süßigkeiten ein, verpacken Schrauben und Dübel in einer vorbestimmten Stückzahl und kümmern sich um Bauteile für Audi und Porsche. Darüber hinaus ist eine Gruppe im Außenbereich tätig, in der Naturwerkstatt. Sie kümmert sich um die Landschaftspflege und die Tiere, die zu versorgen sind.

Mitmachaktionen beim Tag der offenen Tür

Die Mitarbeiter haben eine Behinderung und arbeiten im DRW-Werkstattbereich, der am Tag der offenen Tür im Fokus stehen wird. Wer die Gebäude vielleicht nur von außen kennt, hat dann die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Und dabei ist nicht nur Zuschauen möglich, erklärt Christi. Stattdessen planen die Initiatoren des Tags der offenen Tür auch Mitmachaktionen für die Gäste. Dann können Privatpersonen testen, ob sie mit ebenso viel Geduld und Akribie ans Werk gehen könnten, wie das die Mitarbeiter im DRW-Werkstattbereich tun. Auch Gewerbetreibende können sich einen Eindruck davon verschaffen, welche Aufträge in der DRW-Werkstatt vielleicht gut anzusiedeln wären.

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Auch wenn es der erste Tag der offenen Tür im DRW ist, so wird es auch gleichzeitig der letzte in dieser Form sein. Ende 2020 wird der Werkstattbereich umziehen – und zwar in die Raiffeisenstraße nach Meitingen, die parallel zur Bahnlinie verläuft. Der Neubau erstreckt sich auf einer Fläche von 1600 Quadratmetern und soll auch den beengten Platzverhältnissen in der Werkstatt endlich ein Ende machen.

Das Werk soll umziehen

Die Naturwerkstatt, also die Außengruppe, der sich um die Landschaftspflege rund um Holzen kümmert, wird dort bleiben. In die Räumlichkeiten, in denen bis dato noch die Werkstatt untergebracht ist, wird dann die Förderstätte ziehen, in der mehrfach Schwerstbehinderte betreut werden. Aktuell befinden sich die Räume dieser Gruppe im Kloster-Innenhof. Dieser Bereich wird dann zu Hotelzimmern umfunktioniert, wovon sich bereits heute einige im Obergeschoss befinden. Für die meisten Menschen mit Behinderung, die in der DRW-Werkstatt arbeiten, verkürzt sich ihr Weg zur Arbeit durch den Umzug der Werkstätte. Viele wohnen bereits in den Außenwohngruppen, die sich in der Gartenstraße, im Schleifweg und in der St.-Wolfgang-Straße in Meitingen befinden. Einige können dann sogar zu Fuß zur Arbeit gehen, erklärt Christi, der beim Tag der offenen Tür auch zum geplanten Neubau in Meitingen Rede und Antwort stehen wird.

Der Tag der offenen Tür der DRW-Einrichtung für Menschen mit Behinderung findet am kommenden Samstag, 23. März, von 10 bis 14 Uhr, in der Werkstatt in Holzen statt. Es werden Führungen und Mitmachaktionen angeboten und der Klosterladen hat geöffnet.

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