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Diedorf

07.12.2020

Eine Autorin aus Anhausen schreibt Adventsbüchlein

Mit ihren Adventsbüchlein gibt Autorin Barbara Fendt ihren Lesern eine kleine Anleitung in die Hand, die sie nicht nur in weihnachtliche Stimmung bringt, sondern auch zum Nachdenken bringt.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Plus Barbara Fendt kam durch Zufall zum Schreiben von Geschichten. Ihre Adventsbüchlein sind seit neun Jahren ein etwas anderer Weihnachtsgruß.

Blickt die Anhauser Bürgerin Barbara Fendt auf ihre Schulzeit zurück, so erinnert sie sich, dass das Fach Deutsch eher zu ihren unbeliebten Schulfächern gehörte. Das hat sich geändert: Seit neun Jahren aber begeistert die 48-jährige Mutter von zwei Töchtern jedes Jahr an Weihnachten mit ihren Adventsgeschichten. Wie sie zum Schreiben als Hobby kam.

„Eigentlich hatte ich früher nie eine blühende Fantasie, ich habe den Kindern aber immer viel vorgelesen, vielleicht war das letztlich der Anstoß für viele Ideen und dazu mit dem Schreiben zu beginnen“, sagt die Anhauserin. Der eigentliche Anlass aber war der Wunsch, für ihre Kunden eine ganz persönliche Weihnachtskarte zu haben. Die gewünschten Grüße allerdings fand sie nirgends zu kaufen.

Somit entschloss sich Fendt selbst aktiv zu werden, eigene Adventsgeschichten zu schreiben. Dass sie über viel Fantasie verfügt, um Geschichte zu Papier zu bringen, stellte sich dabei schnell heraus, wie bereits in ihrem ersten Geschichtenbändchen “Trouble in der Plätzchendose“ zu lesen war, in dem sie sogar Weihnachtsplätzchen eine Stimme gab.

Die Buchreihe von Barbara Fendt aus Anhausen umfasst inzwischen neun Bände

Zuerst waren die Geschichten allerdings nur auf einem Blatt Papier. Dann aber ließ sie sich von Freunden dazu ermuntern, ihre Geschichten illustrieren zu lassen und ein Büchlein zu gestalten. Unter der Reihe „Vanilla Zimtkipferl“ sind inzwischen neun Büchlein erhältlich. Mit der Zeit habe sie begonnen in den Geschichten Ereignisse der jeweiligen Jahre für sich darin zu verarbeiten, erzählt die Autorin. Sie sieht in ihren besonderen Weihnachtsgrüßen damit auch die Möglichkeit ihre Meinung, liebevoll verpackt, an ihre Mitmenschen zu bringen.

Barbara Fendt liebt es das ganze Jahr über die Menschen zu beobachten und deren Charakterzüge und Weltanschauungen in ihren Adventsgeschichten zu verarbeiten. „Oftmals ist es nicht einfach seine Meinung frei zu äußern. Wenn ich aber meine Worte den Protagonisten in den Geschichten in den Mund lege, ist dies besser möglich“, erklärt die Autorin, die sich wünscht, dass die Geschichten die Leser nicht nur in weihnachtliche Stimmung bringen, sondern auch zum Nachdenken anregen sollen.

Barbara Fendt will mit ihren Büchlein zum Nachdenken anregen

So ist ihr Büchlein „Ankommen 24. Dezember 17.00 Uhr“ beispielsweise im Jahr der Flüchtlingskrise entstanden. Die Problematik der Überflussgesellschaft findet sich in „Weihnachten fällt aus“. „Sanierungsfall Bethlehem“ bezieht sich auf verschiedene baurechtliche Vorschriften, die sich der Autorin nicht immer erschließen. Dieses Jahr beschreibt sie ihre Gedanken zur Corona-Pandemie. In ihren Augen hat diese nicht nur schlechte Seiten. „Man muss nur die guten erkennen und mit seinen Ansprüchen etwas zurückfahren“, so ihre Meinung. Wer also an Weihnachten seine Lieben mit ein paar Zeilen erfreuen möchte, der braucht nicht mehr lange selbst zu formulieren, sondern kann mit dem Adventsbüchlein „Hotspot Bethlehem“ einen Gruß der anderen Art versenden.

Kaufen: Wer an den Geschichtenbüchlein interessiert ist, der kann sie für 3 Euro in folgenden Läden erwerben: Hofladen Pfisterer, Adelgundisstraße 16, Anhausen, Stil Blume, Kleine Siedlung, Neusäß, Welzhofer Mühlenladen, Hauptstraße 47, Gessertshausen, Mein Buchladen, Marktplatz 16, Zusmarshausen, ABC Büchershop, Karl-Mantel-Str. 12, Krumbach.

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