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Tennis

03.07.2019

Eine Firma aus Gersthofen baut das Dach der Wimbledon-Arena

Das Dach des Wimbledon-Courts No. 1 stammt von Seele.
Bild: Seele

Plus Wimbledon ist die prominenteste Bühne der Tennis-Welt. Das Dach des No. 1 Courts hat die Seele-Firmengruppe gebaut. Es ist nicht das erste prominente Projekt.

Das englische Wetter hat seinen eigenen Ruf weg. Ein guter ist es ja nicht. Und so mussten früher manche Tourniere der Wimbledon-Tennismeisterschaft wegen plötzlichen Regens unterbrochen werden. Ab diesem Jahr soll es mit dem Ärgernis vorbei sein.

Der No. 1 Court der Tennisanlage in Wimbledon hat ein verfahrbares, 6000 Quadratmeter großes Dach bekommen, das bei Regen binnen acht Minuten geschlossen werden kann. Geplant, konstruiert und gebaut hat das Dach dabei die Seele-Firmengruppe mit Hauptsitz in Gersthofen bei Augsburg, die rund tausend Mitarbeiter beschäftigt.

Unter anderem war Seele schon für Apple und am Straßburger Bahnhof im Einsatz

Der No. 1 Court gilt als das zweitgrößte Stadion in Wimbledon – nach dem Center Court. Dort finden auch Spiele der aktuellen Tennis-Meisterschaft statt. In den letzten Jahren wurde der Bau generalsaniert. Herzstück der Sanierung sei der Einbau des Daches gewesen, berichtet Seele. Der Fassadenbau-Spezialist hat bereits andere bekannte Gebäude ausgestattet – unter anderem lieferte Seele das Glas für die kreisrunde Apple-Firmenzentrale in Kalifornien. Das Unternehmen baute auch den markanten Glas-Vorbau des Straßburger Bahnhofs oder das durch seine Edelstahlrohrfassade bekannte King Abdulaziz Center for World Culture in Saudi-Arabien.

Die Fassade des apple-Store in Sydney die mit glascobond-Scheiben von Seele umgesetzt wurde.
Bild: Seele

Für das ein- und ausfahrbare Dach in Wimbledon hat Seele ein durchsichtiges Material aus Teflon-Fasern gewählt. Den Vertrag für den Bau hatten die Gersthofer im Oktober 2017 unterzeichnet, im März 2018 begann der Bau – eine Aufgabe mit besonderen Herausforderungen: Die Bauphase für das Dach habe unterteilt werden müssen, da die jährlichen Championships unter keinen Umständen unterbrochen oder verschoben werden durften.

Das Membran-Design und das Know-how stammte vom Seele-Standort in Obing nahe des Chiemsees. Die Fertigung der Membrane fand in Holland und Leipzig statt. Ende Mai dieses Jahres war der Umbau fertig. Auch die Fassade des Courts No. 1 renovierte Seele mit Elementen aus Aluminium, Holz, Kunststoffen, Glas und noch anderen Materialien.

Bei Seele verfolgt man diese Championships deshalb mit besonderer Aufmerksamkeit. "Für das wohl prestigeträchtigste Tennis Turnier der Welt ein Dach zu bauen, ist eine große Ehre für Seele", sagt Benoit Fauchon, Geschäftsführer von Seele Cover in Obing.

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