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Förderung

03.07.2019

Eine Million für die neue Dorfmitte in Lauterbrunn

Heretsried erhält für die Dorferneuerung im Ortsteil eine Menge Geld vom Staat. Auch im Ortskern wird mit staatlicher Hilfe gebaut. Weshalb die Fördersumme so hoch ist und was geplant ist

Nicht nur die Gemeinde Heretsried, auch der Ortsteil Lauterbrunn hat den Förderbescheid für die Dorferneuerung erhalten. Rund eine Million Euro staatliche Unterstützung bekommt die Gemeinde für das neue Bürgerhaus in Lauterbrunn mit seinen rund 450 Einwohnern. Das entspricht einem Förderbetrag von 80 Prozent. Am Montag übergab der Leitende Baudirektor des Amts für Ländliche Entwicklung Schwaben (ALE), Christian Krey, Bürgermeister Heinrich Jäckle den Bescheid für das Projekt „Einfache Dorferneuerung“.

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Ein Segen für Bürgermeister Heinrich Jäckle, wie er sagte: „Ohne die Fördermittel hätten wir die Kosten für die Dorfmitte nicht tragen können“. Für solch hohe Ausgaben sei die Gemeinde schlichtweg zu klein.

Insgesamt erhält Heretsried somit rund 1,5 Millionen Euro staatliche Fördermittel: Auch in der Gemeinde wird seit Januar dieses Jahres gebaut. Rund 550000 Euro erhält die Gemeinde für die Arbeiten in der Ortsmitte. Die ehemalige Schule sowie das alte Gebäude der Raiffeisenbank wurden abgerissen. Dort entsteht ein Mehrzweckhaus – unter anderem mit mehreren Single-Wohnungen sowie ein Lagerhaus für Vereine. Darüber hinaus werden die Außenanlagen um das Rathaus erneuert. Insgesamt liegen die förderfähigen Kosten ebenfalls bei 80 Prozent. Der Bau der Wohnanlagen und des Gewerbeteils gehört allerdings nicht dazu. Insgesamt liegen die Kosten für die Bauarbeiten bei rund 1,5 Millionen Euro.

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Im Ortsteil Lauterbach soll auf dem Gelände vor der Kirche St. Martin an der Hauptstraße ein neuer Dorfmittelpunkt entstehen. Dafür wird die ehemalige Schule, das ehemalige Gasthaus Storchenwirt sowie die Scheune mit Wohnanteilen abgerissen. Gegenüber vom Gasthaus wird das neue Bürgerhaus mit Mehrzweckraum und Feuerwehrgerätehaus gebaut. Die alte Gaststätte wird ebenfalls in dem Gebäude integriert und weiterhin von den Vereinen im Ort betrieben. Der Vorplatz der Kirche wird nach dem Abriss nicht wieder bebaut. Die bislang verdeckte Pfarrkirche wird freigestellt und der Außenbereich neu gestaltet. Dort wird es künftig einen Biergarten, eine Kinderspielfläche und einem Standort für den Maibaum geben. Das neue Bürgerhaus soll optisch in das Ortsbild passen und wird im schwäbischen Baustil gebaut.

Die Gemeinde musste sich in Lauterbrunn gedulden, bis die Arbeiten beginnen konnten. Grund war die Diözese, die lange Zeit keine Freigabe für die Fläche an der Kirche gab. Nun möchte Bürgermeister Jäckle keine Zeit mehr verlieren: „Die Ausschreibungen beginnen in den nächsten Tagen.“ Auch der Abriss der alten Gebäude solle bereits dieses Jahr erfolgen, die großen Arbeiten beginnen erst 2020.

Die Fördersumme für die Dorferneuerung in Lauterbrunn ist so hoch, weil die Gemeinde sich aktiv in der „Integrierten Ländlichen Entwicklung“ (ILE) Holzwinkel- Altenmünster engagiert. Darüber hinaus fördert das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten die Initiative „Innen statt Außen“, in deren Zuge Ortskerne attraktiver gestalten werden und Wohnraum geschaffen wird.

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