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Langweid

21.08.2020

Eine Planänderung der Bahn rettet den Langweider Kulturbahnhof

Besprachen die Planänderungen (von links): Benedikt Gleich, Geschäftsführer des buch7-Kulturbahnhofes, MdL Georg Winter, Bürgermeister Jürgen Gilg, Langweid, Willi Jörg und Bernhard Christ von der Deutschen Bahn.
Bild: Büro Georg Winter

Plus Durch das neue Konzept für die Bahnsteigerhöhung wurde der Kulturbahnhof in Langweid gerettet. Davon profitieren auch die Fahrgäste der Bahn.

Gute Nachrichten für den Bahnhof Langweid: Die Bahn hat ihre Planungen zum Neubau der Bahnsteige abgeändert. Das gemeinnützige Projekt Kulturbahnhof kann weiter gehen und steht nicht, wie von den Organisatoren befürchtet, vor riesigen Problemen für sein Bestehen.

Bei einem Treffen von Vertretern der Bahn, der Gemeinde und des Kulturbahnhofs, das auf Vermittlung des Landtagsabgeordneten Georg Winter ( CSU) zustande gekommen war, war schnell klar geworden, dass eine Einigung gefunden werden wird.

Erhöhung der Bahnsteige in Langweid von 35 auf 76 Zentimeter

Die Bahn hatte im Mai Planungen vorgelegt, die in Langweid auf, gelinde gesagt, wenig Gegenliebe gestoßen waren. Die angekündigte Erhöhung der Bahnsteige von 35 auf 76 Zentimeter wurde begrüßt. Doch die Verlegung der Ein- und Ausstiegsbereiche samt Verlegung des Wartehäuschens direkt vor den Eingang des Kulturbahnhofs war absolut konträr zum Bahnhofskonzept von Langweid gewesen. Auch der gut angenommene Park-and-Ride-Platz wäre vom direkten Bahnsteigzugang abgekoppelt worden. Ein deutlicher Einspruch ging an die Bahn.

Die Bahn hat ihre Pläne für den Umbau der Bahnsteige in Langweid geändert.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Existenzbedrohend wäre die Umsetzung der Planungen für das Projekt Kulturbahnhof gewesen. Über 600.000 Euro hat der gemeinnützige Betreiber buch7-Kulturbahnhof schon in das Projekt investiert. Das historische Bahnhofsgebäude wurde über zwei Jahre aufwendig restauriert und renoviert, der ehemalige Wartebereich in einen Veranstaltungsraum umfunktioniert.

Café des Kulturbahnhofs ist Anziehungspunkt im Ort geworden

Das Café des Kulturbahnhofs ist zum Anziehungspunkt im Ort geworden. 170 Meter lange Bahnsteige in Richtung Norden, die erst auf Höhe des Bahnhofsgebäudes beginnen und eine „Glasschachtel“ vor dem Eingang zum Kulturbahnhofs hätten das ganze Projekt ins Wanken gebracht. „Gerade für ein Kulturprojekt auf dem Land ist die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit besonders wichtig, um überhaupt überleben zu können“, erklärt Benedikt Gleich, Geschäftsführer des buch7-Kulturbahnhofs. Die über Jahre mit den regionalen Ansprechpartnern der DB Station und Service und DB Energie erarbeiteten positiven Entwicklungen und Zukunftsplanungen am Bahnhof würden durch das nun vorgelegte Vorhaben torpediert, so die Stellungnahme des Gemeinderates im Frühsommer.

Buergerrecherche

War nicht so gemeint, stellte sich beim Ortstermin heraus. Ein Ingenieurbüro von weit weg hatte ohne Ortskenntnis darauf los geplant und dabei auch die örtlichen Bahn-Vertreter nicht einbezogen. Die bei der Besichtigung anwesenden Vertreter der DB Station und Service betonten ihre Unterstützung für den buch7-Kulturbahnhof und hatten auch bereits eine deutlich bessere Alternativplanung im Gepäck.

Der Bahnhof in Langweid bleibt frei zugänglich

Die neue Planung der Bahn hält nun den Eingangsbereich des Bahnhofsgebäudes frei: Sowohl das Wartehäuschen als auch die Zufahrtsrampe zum Bahnsteig werden nach Norden verschoben.

Das hilft nicht nur dem buch7-Kulturbahnhof, sondern auch den Pendlern, die das Bahnhofs-Vordach tagtäglich als geschützten Wartebereich nutzen, der in der alten Planung durch die Rampe verbaut worden wäre. Der Bahnhof in Langweid bleibt also frei zugänglich und gut sichtbar, sodass die im Aufbau befindlichen Kulturangebote nicht hinter Rampen und Wartehäuschen versteckt werden.

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