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Adelsried

29.06.2020

Eine Tote und vier Schwerverletzte nach Horror-Unfall auf der A8

Nach einem Unfall auf der A8 ist diese gesperrt.
Bild: Marcus Merk

Ein Auto wurde nach der Karambolage bei Adelsried in zwei Teile zerrissen. Darin saßen drei Menschen. Die A8 war wegen Bergungsarbeiten lange gesperrt.

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Montagvormittag auf der Autobahn A8 bei Adelsried ereignet. Wie die Polizei gegen 10.45 Uhr mitteilte, waren in Fahrtrichtung München mehrere Fahrzeuge ineinander gekracht, Menschen waren in den Autos eingeklemmt. Schnell war klar: Es ist mit Toten zu rechnen. Wenig später wurde es traurige Gewissheit.

Unfall auf der A8 bei Adelsried: Autobahn musste gesperrt werden

Den Helfern müssen sich schreckliche Bilder geboten haben, ein Auto war in zwei Hälften zerteilt. Der hintere Teil des Wagens war auf die entgegengesetzten Fahrspuren der Autobahn (Richtung Stuttgart) geschleudert worden.

Die Rettungsarbeiten liefen auf Hochtouren, die Autobahn war bis zum Nachmittag in beide Richtungen gesperrt. Die Retter versuchten die Unglücksstelle mit Sichtschutzwänden abzuschirmen, zwei Rettungshubschrauber waren am Unfallort gelandet. Erst am späten Montagnachmittag veröffentlichte die Polizei einen Bericht über die schrecklichen Ereignisse.

Danach ereignete sich der Unfall am Montagmorgen, gegen 10.40 Uhr, auf der A8 in Fahrtrichtung München, kurz nach der Anschlussstelle Adelsried.

Die Autobahn wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt.
Bild: Marcus Merk

Ein 39-jähriger Autofahrer wollte laut Polizei mit seinem silberfarbenen Dreier-BMW von Adelsried kommend auf die Autobahn in Richtung München auffahren. Dabei geriet er noch auf dem Einfädelungsstreifen ins Schleudern und prallte gegen den Mitteltrog der Autobahn. Ein auf der A8 herannahender VW Passat konnte eine Kollision mit dem verunglückten BMW nicht mehr verhindern. Durch den Zusammenprall mit dem VW Passat wurde der BMW in zwei Teile gerissen. Der Aufprall war derart stark, dass das Heck und weitere Fahrzeugteile des auseinander gerissenen BMW auf die Gegenfahrbahn (Richtung Stuttgart) geschleudert wurden. Der VW Passat stieß im Anschluss noch mit einem weiteren BMW zusammen.

Unfall bei Adelsried: Frau (38) stirbt noch an Unfallstelle auf der A8

Die Folgen waren fatal: Im auseinander gerissenen BMW befanden sich zur Unfallzeit drei Personen aus dem Landkreis Augsburg. Eine 38-jährige Insassin erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Der 39-jährige Fahrer sowie eine 44-jährige Mitfahrerin wurden jeweils mit einem Rettungshubschrauber in die Krankenhäuser nach Ingolstadt und Ulm gebracht. Beide erlitten schwere Verletzungen.

Der 33-jährige Fahrer des VW Passat aus dem Landkreis Dillingen an der Donau, welcher sich zur Unfallzeit alleine in seinem Fahrzeug befand, wurde mit schweren Verletzungen mit einem Rettungswagen ins Uniklinikum Augsburg gebracht.

Während der 36-jährige Fahrer des zweiten BMW unverletzt blieb, kam sein 40-jähriger Beifahrer aus München ebenfalls mit schweren Verletzungen mit einem Rettungswagen ins Uniklinikum Augsburg, so die Polizei.

Auch zwei Rettungshubschrauber waren an der Unfallstelle vor Ort.
Bild: Marcus Merk

Die Autobahn musste aufgrund herumliegender Trümmerteile in beide Richtungen komplett gesperrt werden. Gegen 13.30 Uhr wurde die A8 in Fahrtrichtung Stuttgart wieder freigegeben. Die Unfallstelle und somit die A8 in Fahrtrichtung München war gegen 15.30 Uhr wieder passierbar.

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs ordnete die Staatsanwaltschaft Augsburg die Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens an. Alle drei beteiligten Pkw mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden. An den drei PKW entstand ein Totalschaden. Insgesamt schätzt die Polizei den Sachschaden auf etwa 58.000 Euro.

Tempolimit auf der A8 ist bereits beschlossen

Erst vor rund zwei Wochen hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) für die Abschnitte zwischen Neusäß und Friedberg in beiden Fahrtrichtungen sowie bei Sulzemoos in Richtung München ein Tempolimit von 120 angekündigt. Dieses soll von sechs Uhr morgens bis 20 Uhr abends gelten und sollte bereits Ende Juni eingeführt werden. Jetzt hatte es leichte Verzögerungen gegeben. Doch die Einführung steht unmittelbar bevor.

2019 hatte die Polizei auf der A8 zwischen Zusmarshausen und Adelzhausen 938 Unfälle registriert, ein Drittel davon auf einem neun Kilometer langen Streifen zwischen Neusäß und Friedberg. Allein dort gab es 89 Verletzte und zwei Tote.

Kein Tempolimit am Unfallort geplant

Auch Abgeordnete und Bürgermeister aus Kommunen entlang der Autobahn hatten sich für ein Tempolimit stark gemacht. Argument war neben der hohen Zahl an schweren Unfällen auch der Lärmschutz. Die Forderungen waren noch weitreichender als die jetzt von Hermann angekündigten Schritte. So war auch auf Streckenabschnitten zwischen Neusäß und Günzburg ein Tempolimit gewünscht. Zu diesem Bereich zählt auch der Ort des jetzigen schweren Unfalls.

Herrmann sah für das weitreichendere Tempolimit damals keine Notwendigkeit: "Auf keinem der weiteren überprüften Abschnitte ist derzeit eine Geschwindigkeitsbeschränkung wegen einer besonderen Gefahrenlage begründbar." Autobahndirektion und Polizei würden die weitere Unfallentwicklung jedoch "sehr genau im Blick behalten", sagte Herrmann damals.

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01.07.2020

Mit Tempolimit zurück in die Zukunft. Ich möchte nur darauf hinweisen auf letzte Woche, wie viele Menschen starben auf den Landstraßen. Und komischer Weise fordert keiner Tempolimits oder eine Abtrennung der Fahrbahnen.Jeder fährt auf der Landstraße und keiner erkennt die Gefahr von einem Gegenverkehr. Wenn sie nächstes Mal fahren und ihnen kommt eine Kolone von ca 5 Pkws mit 100 km/h entgegen, dann sollte man überlegen was passiert, wenn einer aus der Gruppe plötzlich auf die Gegenspur geriet. Mathematisch gerechnet fährt man mit 200 km/h gegen die Betonmauer. Das ist noch nicht alles, weil dazu kommt noch ein Faktor PKW Gewicht. Wenn du ein Smart hast mit 1,0t und dein Gegner ein SUV mit 2,0t ist, dann addieren sie 100 km/h noch dazu. Und somit fahrt man mit 300 Sachen gegen die Mauer.Und das passiert fast jeden Tag in Deutschland. Wie das mit einem LKW ausgeht kennen wir bereits trauriger Weise von der B17 oder B16. Also bitte, wenn jemand auf der Autobahn schleichen möchte, dann bitte rechte Spur benutzen. Alle Unfälle in letzter Zeit auf der A8 passierten mit Lkws oder mit Pkws aus Unaufmerksamkeit, z.B. ein Transporter auf LKW aufgefahren. Seit einem Jahr gab es auf der A8 keinen Unfall aufgrund überhöhter Geschwindigkeit, bitte nicht verwechseln mit nicht angepasster Geschwindigkeit.
Und jetzt sitzen hier Leute und beschuldigen direkt den Passat Fahrer als Unfallverursacher, wohl nicht wissend mit welcher Geschwindigkeit er unterwegs gewesen ist. Lauter Profis.

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01.07.2020

Was ist den der Unterschied zwischen überhöhter Geschwindigkeit (bei unbegrenzt?) und nicht angepasster Geschwindigkeit?
Landstraße und Autobahn kann man nicht vergleichen. Auf der Landstraße gelten ja schließlich 100 kmh wegen Gegenverkehr usw.
Tempolimit ist zeitlich überholt und ein Relikt aus der Zeit, wo die Standartautos maximal 120 oder 130 kmh gefahren sind. Vom der Anzahl der angemeldeten Fahrzeuge ganz zu schweigen.
Wenn Sie ihr Auto ausfahren wollen, gibt es die Nordschleife am Nürburgring, aber der öffentlcihe Verkehrsraum ist dafür nicht bestimmt.

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30.06.2020

Ohne den Unfall zu kennen und daher eher spekulativ. Aber was wäre, wenn der Passat 130 km/h gefahren wäre ? Gebe es dann vielleicht keine Tote und deutlich weniger Verletzte? Es geht um Menschenleben, aber auch um die Folgen. Wenn dort schwer verletzt steht, heißt dass nicht, dass die in ein paar Wochen wieder fit und lebensfroh sind. Neben dem Menschlichen kommen aber auch Kosten und Folgekosten dazu. Und nur, weil man statt in 30 Minuten (Augsburg - München), dann maximal 9 Minuten früher da ist (kontinuierlich 200 km/h). Also realistisch eher 5 Minuten...

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30.06.2020

@ Michael G. und Rainer O.
Im Prinzip sagen sie beide das Gleiche, und dabei möchte ich Ihnen komplett zustimmen.
Angenommen, jemand beherrscht sein Auto sehr gut und ist darüber hinaus ein guter Fahrer (im Sinne seiner Verantwortung für andere), dann wird dieser Fahrer so gut wie nie mit 200km/h unterwegs sein. Auf unseren Autobahnen ist ein Querschnitt der Bevölkerung unterwegs, also auch nicht so perfekte Fahrer, die eventuell mal einen Fehler machen und z.B. die Spur wechseln, obwohl der Abstand nach hinten zu gering ist. Wenn dann der Hintermann auf der linken Spur mit 200 km/h heranfliegt, gibt`s sicher ein heftigeres Problem als bei 130 km/h. Sollte irgendwann mal die Autobahn total leer sein, könnte von mir aus der "perfekte Autofahrer" mit 300 km/h dahinbrettern, wobei ich mich nur frage, welchen Sinn außer Ausleben (motorischer) Machtgefühle und Bewältigung irgendwelcher Komplexe das haben soll.

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30.06.2020

Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 auf allen deutschen Autobahnen!

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30.06.2020

Diesen Unfall in die Tempolimitdiskussion einzubringen halte ich für falsch. Auch mit Tempolimit hätte es vermutlich diesen Unfall gegeben. Abgesehen, dass gar nicht feststeht wieviel der Passat gefahren ist.
Wenn urplötzlich ein Auto von rechts hinter einem Lkw "aus dem Nichts rausgeflogen" kommt sind auch 100 kmh viel zu viel. Die Unfallfolgen natürlich geringer, da weniger Energie frei wird. Aber auch bei 100 kmh wird extrem viel Energie frei.
Wieso ein Auto ins Schleudern gerät kann sehr viele Gründe haben. Auch kann man bei einigen Autos Fahrassistenzsysteme ausschalten - um "sportlicher" zu fahren, was natürlich die Wahrscheinlichkeit (beim Beschleunigen) ins Schleudern zu geraten erhöht.
Ich bin für ein generelles Tempolimit, auch wenn ich oft schneller wie die Richtgeschwindgkeit unterwegs bin.
Zu einem werden die Geschwindigkeitsdifferenzen immer größer (80 kmh LKW, 260 kmh und mehr bei vielen Serienmodelle), zum anderen brauchen scheinbar viele Autofahrer eine genaue Vorgabe. Verkehrsdichte, Verkehrslage, Sichtweite (Kurven, Kuppen!) und Witterung scheinen keinen Einfluss auf die gewählte Geschwindigkeiten bei diesen zu haben. Wenns nicht explizit verboten ist, ist es ja erlaubt ... Denken und Eigenverantwort Null!
Von den Themen Sicherheitsabständen und vorrausschauendes Fahren ganz zu schweigen ....

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29.06.2020

Und was auch dringend nötig ist: ein LKW-Überholverbot! Ich war vor kurzem in Coronazeiten auf der Autobahn Richtung Köln unterwegs, ein Wahnsinn! Auf der Autobahn überhaupt nichts los und dann laufend an jeder Steigung ein LKW-Elefantenrennen in Zeitlupe. Einmal hatte ich drei LKW nebeneinander vor mir, ich dachte ich spinne.

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30.06.2020

An Steigungen bleiben eben schwer beladene Lkws "hängen". Das dort andere Lkws vorbeiziehen ist doch normal. Oder sollen alle Lkws an den Bergen mit 10 bis 20 kmh fahren? Dann wäre die Autobahn kilometerlang vor Steigungen nur einspurig. Dann fährt man auch nur maximal so schnell wie das langsamste Auto. Abgesehen das dann, dass bestellte Paket oder Päkchen halt 2 Tage später kommt. ;-)
Lenkzeiten haben die Lkw-Fahrer im Gegensatz zu Pkw-Fahrer. Und an den Steigungen hat man oft gute Sicht, so dass man einfach rechtzeitig vom Gas geht ... der reale Zeitverlust ist minimalst.
Bin zu Corona-Zeiten ebenfalls mit dem Pkw quer durch Deutschland. War sehr, sehr angenehm. Weil einfach weniger Pkws unterwegs waren. Kein Gedrängel, fast keine Mittelspurschleicher und keine Staus.

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30.06.2020

Ich habe es hier schon mal unter einem anderen Artikel geschrieben.
Das Überholverbot gibt es schon - und zwar in ganz Deutschland, nur wird es von niemandem geahndet.

Die StVO schriebt vor, dass Überholen nur dann zulässig ist, wenn die eigene Geschwindigkeit „wesentlich“ höher ist, als die des zu überholenden. Genau definiert ist „wesentlich“ nicht, mein Fahrlehrer sagte damals 20%.
Fakt ist, 2 km/h (wie es bei lkw der Fall ist) schneller ist definitiv NICHT wesentlich.

Das fahren auf der linken Spur - wenn dreispurig - ist aber für Fahrzeuge über 3,5t generell verboten. (Außer bei Abfahrten)

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30.06.2020

Mit wesentlich höher haben Gerichte mit 10 kmh angegeben. Wenn ein LKW am Berg mit 50 kmh hängt darf ein anderer mit 70 kmh überholen. Der Überholvorgang darf 45 Sekunden dauern, sprich in diesem Fall legt man 850 Meter zurück. Was auch meistens der Fall ist. Und es wird durchaus geahndet. Sonst gäbe es ja keine Gerichtsurteile.
Nur nicht jedes mal. Wie auch andere Verkehrsverstösse (Geschwindigkeit, Überholverbote, zulässige Breite in Baustellen, Abstände, ...) eher selten geahndet werden.
Gilt nicht nur für Lkws. Strenggenommen dürfte beispielsweise bei einer Begrenzung auf 120 kmh niemand ein Auto, dass 115 kmh fährt überholen. 5 kmh ist ja nicht wesentlich höher und die Höchstgeschwindigkeit beim Überholen nicht überschritten werden darf. ;-)
Übrigens sind 200 kmh auch oft nicht auf der Autobahn erlaubt. Beispielsweis wenn ein Kuppe oder ein stärkere Kurve ist und die Sichtweite keine 260 Meter (über 5 Pfosten) beträgt (Sichtfahrgebot) .... die Verstösse werden noch weniger geahndet. ;-)

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29.06.2020

Vorneweg: ich bin kein Freund des Generellen Tempolimits.

Ich glaube ein guter Fahrer kann auch bei 200 km/h sein Fahrzeug (Verkehrs- und Witterungsangepasst) sicher beherrschen.

Ein guter Fahrer sollte aber auch erkennen, dass die a8 zwischen München und Augsburg zu 95% der Zeit nicht der richtige Ort fürs schnell fahren ist. Hier ist einfach viel zu viel Verkehr.

Deshalb kann man von Allach-Tunnel bis Neusäß ruhig durchgehend auf 130 km/h beschränken. Wäre auch sinnvoller als diese Flickenteppich der jetzt mit der abschnittsweisen Begrenzung entsteht.

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29.06.2020

Ich teile ihre Meinung nur begrenzt. Wie definieren sie guter Fahrer?
Ein guter Fahrer ist für mich jemand, der sich der Gefahr und der Verantwortung ggü. den anderen Verkehrsteilnehmern bewußt ist und sein Fahrzeug in jeder Situation absolut unter Kontrolle hat. Walter Röhrl ist ein guter Fahrer, Lewis Hamilton, Fangio, Michael Schumacher, aber von denen würde sicher keiner mit über 200km/h über eine Autobahn brettern.

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29.06.2020

Vorweg...ich habe überhaupt nichts gegen das von vielen geforderte Tempolimit auf dem geforderten Streckenabschnitt. Aber wenn schon, dann aus Lärmschutzgründen auch bei der Nacht...beispielsweise führt die Strecke ja mitten durch Gersthofen und Lärmmessungen haben doch ergeben, dass die gesetzlichen Maximalwerte überschritten werden.
Zur Verwendung von Unfallstatistiken zur Meinungsmache verweise ich auf den sachlich richtigen Kommentar von Christof K. Ergänzend wäre interessant, wieviel LKW's ursächlich Auslöser von schweren Unfällen in diesem Abschnitt waren, trotz 80 km/h für diese Fahrzeuge.

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29.06.2020

Es ist schlimm, wenn Menschen sterben. Es ist aber auch schlimm, wenn Fakten zur Meinungsmache verdreht werden. Zitat aus dem Untertitel Ihrer Grafik: "Die Zahl der Toten beschränkt sich auf insgesamt 4 Personen im gezeigten Zeitabschnitt (2013: 2, 2014: 1, 2019: 1). Nur eine der Personen (2013) kam dabei bei einer Geschwindigkeit von über 130 km/h ums Leben." Und 2013 gab es auf dem Streckenabschnitt baustellenbedingt ein Tempolimit von 120 km/h.

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29.06.2020

Es gilt generell Unfälle zu vermeiden, auch wenn sie keine tödlichen Folgen haben. Der Sachschaden und die Unfallfolgekosten, wie -schmerzen sind nicht irrelevant.

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29.06.2020

@MajaS trotzdem ist für den vorliegenden Fall die Tempolimitdebatte irrelevant. Wenn ich mich auf der Autobahn quer stelle, sind die Folgen immer katastrophal, auch mit 120.

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29.06.2020

Evtl. stellt man sich aber mit höherer Geschwindigkeit eher mal quer als mit Tempo 120.

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29.06.2020

@Luise K. Kann Ihnen da nur teilweise zustimmen. Bei 120 kmh werden auch extreme Kräfte frei gesetzt. Die Crashtestfahrzeuge werden in der Regel mit 50 kmh getestet .... und die Verformungen sind da bereits beeindruckend.
Nur ist es so, wächst die Energie expotential zur Geschwindigkeit. Heißt. Doppelte Geschwindigkeit, 4-fache Energie. Zudem ist die Zeit zum Reagieren kürzer.
Ob der Passat nun 200 kmh oder 120 kmh gefahrne ist, ist reine Spekulation. Der BMW, wird so wie ich das verstanden habe, für den Passat plötzlich (von rechts) quer auf der Fahrbahn gestanden haben, weil er komplett vom LKW verdeckt war ... deshalb hat wahrscheinlich die Geschwindigkeit höchstens bei den Unfallfolgen (freiwerdeende Energie!) ein Rolle gespielt.

Mein Beileid den Angehörigen und Gute und schnelle Genesung den Verletzten.

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29.06.2020

Nur kann man bei 120 bei unerwarteten Ereignissen deutlich stärker vezögern, als dies bei 160 der Fall ist.

https://www.bussgeldkatalog.org/anhalteweg/

Wenn man bei Ausgangstempo 120 schon steht, rast man mit 160 noch mit Resttempo 90 in das Hindernis.

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