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07.07.2018

Eine Übergangslösung für den Dorfladen

Es gibt noch viel zu tun, ehe der Dorfladen beim Bühler einziehen kann. Evi Klein, Johanna Gilk und Manuela Wolf packen an.
Bild: Elli Höchstätter

Nun steht der Umzug in das ehemalige Lebensmittelgeschäft Bühler in Biberbach an

Endlich gibt es gute Nachrichten vom Dorfladen Biberbach. In der Raiffeisenstraße 11 – gegenüber der Tankstelle – standen die Geschäftsräume des ehemaligen Lebensmittelgeschäfts Bühler seit rund 17 Jahren leer. Dort wird der Dorfladen bis zum geplanten Neubau in Sichtweite des Rathauses einziehen.

Wie berichtet war der Mietvertrag der Geschäftsräume am Rathausplatz nicht verlängert worden, und ein Neubau für den Dorfladen ist noch in der Planung. Die Idee, eine Verkaufshalle als „fliegenden Bau“ auf dem Areal des alten Rathauses aufzustellen, scheiterte am Veto des Landratsamtes. Das Ende des Mietvertrages für die beiden Ladengeschäfte am 31. Juli rückte immer näher. „Das zehrte gewaltig an den Nerven“, ist Geschäftsführerin Johanna Glink nun erleichtert über die Übergangslösung.

Auf 170 Quadratmetern wird das Sortiment, das aktuell in zwei Ladengeschäften angeboten wird, zwar etwas reduziert werden müssen, „doch es wird nichts fehlen. Alle Produkte samt Post, Lotto- und Reinigungsannahme werden zu finden sein“. Vielleicht gibt es nicht fünf Badreiniger, sondern nur noch drei, doch das sollte zu verschmerzen sein, ist Glink überzeugt.

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Eine nicht ganz optimale Übergangslösung, aber die Rettung vor der Obdachlosigkeit des Ladens ist der Einzug in beim Bühler. In einer Hauruck-Aktion werden die Räume nun hergerichtet, um möglichst nahtlos am 1. August eröffnen zu können. Bei gut 100 Quadratmetern weniger Verkaufsfläche muss die Produktauswahl gut überlegt sein. Produkte, die ohnehin nicht sehr gefragt waren, werden vorerst aus dem Angebot genommen, doch „es wird immer ausreichend Alternativen geben“, versicherte die Geschäftsführerin.

Besonders wichtig ist für Glink, das optimal eingespielte Verkaufsteam auch während der Übergangszeit zusammenzuhalten. Es soll keine Entlassungen, höchstens eine abgestimmte Reduzierung von Arbeitszeiten geben. Denn im neuen Laden, für den die Planungen im Rathaus laufen, brauche man das ganze Team wieder.

Einen „schönen, modernen Laden mit Flair“ und breitem Angebot wünscht sich Glink für die Biberbacher. Dazu ein kleines Café für die Ratschpause nach dem Einkauf. Einen Anlaufpunkt mit Brotzeiten für die vielen Radfahrer, Wanderer und Pilger, die durch den Ort kommen und auf der Suche nach einer Rastmöglichkeit oft auf dem Rathausplatz stranden. „Ohne vernünftige Sitzmöglichkeit, ohne Toilette, das ist doch kein Zustand“, ist für Glink die Situation nicht akzeptabel. So soll der Imbiss im neuen Dorfladen auch dem Tourismus in Biberbach auf die Sprünge helfen.

Geplant ist ein zweistöckiger Neubau an der Hauptstraße in Trägerschaft der Gemeinde. Zusätzlich zum Dorfladen im Erdgeschoss sollen dort im Obergeschoss weitere Gewerberäume entstehen. Allerdings wird das Projekt nur umgesetzt, wenn die Finanzierung durch die Mieteinnahmen sichergestellt werden kann. Dazu gebe es im Moment noch keine endgültigen Zahlen, erklärte der Geschäftsführer im Rathaus, Stefan Behringer.

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