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Infoveranstaltung

29.10.2013

Eine Umfahrung und ihre Folgen für die Umwelt

Die Route für eine Umfahrung wird in Gessertshausen heftig diskutiert. Sowohl im Süden wie auch im Norden leidet die Umwelt, so ein Tenor.
Bild: Marcus Merk

Fachleute sprechen bei der Schutzgemeinschaft Lebenswertes Gessertshausen. Großes Publikumsinteresse

Gessertshausen Die Diskussion um eine B300-Umfahrung bei Gessertshausen bleibt weiterhin ein heikles Thema an der Schmutter. Galt bis zuletzt die Südumfahrung als die möglicherweise beste Lösung, den Verkehr aus der Ortsmitte von Gessertshausen zur Zufriedenheit aller umzuleiten, übt die Schutzgemeinschaft Lebenswertes Gessertshausen nun erneut deutlich Kritik an diesem Konzept. Fachleute fassten die Argumente bei einer Veranstaltung in der Schwarzachhalle zusammen.

Aus gleich mehreren Gründen lässt die Südumfahrung nach Meinung der Gemeinschaft Zweifel in doch vielerlei Hinsicht aufkommen: Einerseits würde eine südliche Ortsumgehung das Naherholungsgebiet rund um das Kloster Oberschönefeld unterbrechen und stören, andererseits würde das Bauvorhaben quer durch Schwarzachtal und Schmuttertal sämtliche Schutz- und Bannwaldflächen ruinieren.

Eine Südumfahrung, so der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Lebenswertes Gessertshausen, Gemeinderat Wolfgang Buhl, diene ausschließlich einer „Optimierung des Autoverkehrs“. Stattdessen pocht der Verein nun auf eine andere Alternative: Eine Trassenbündelung entlang der Bahnlinie soll es, wenn möglich, werden. Nur so könnten Natur, Erholung und Wohnverhältnisse der Bürger selbst am besten geschützt werden.

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Bei der Infoveranstaltung in der Schwarzachhalle schilderte die Schutzgemeinschaft Lebenswertes Gessertshausen nun die Umfahrungsproblematik nochmals von einem anderen Blickwinkel. Die Gastreferenten Simon Bulla, Rechtsanwalt mit dem Fachgebiet öffentliches Baurecht und Verwaltungsrecht, und Ulrich Müller, Landschaftsplaner an der Hochschule Weihenstephan, stellten unter dem Thema „Bauvorhaben im FFH-Gebiet“ die wesentlichen Aufgaben und Probleme im Bezug auf Natur- und Artenschutz dar, insbesondere auf das Bauvorhaben im Schmuttertal bezogen.

Aufmerksam lauschten die doch zahlreich erschienenen Zuhörer Rechtsanwalt Bulla, der ihnen zunächst einen kleinen Einblick in die Materie des Naturschutzes in einem FFH-Gebiet (Flora-, Fauna-, Habitat-Gebiet) gewährte, mit Augenmerk auf das Gebiet rund um die Schmutter. Landschaftsarchitekt Ulrich Müller zeigte in seinem anschließenden Vortrag „Sinn und Unsinn im Naturschutz“ den Anwesenden die Schutzgebiete und Artenvielfalt im Schmuttertal anhand verschiedener Landkarten und erläuterte die möglichen Folgen der jeweiligen Umfahrungsvarianten. Auch beide Experten bevorzugten in ihren Erläuterungen eine Trassenbündelung entlang der Bahn.

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