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Eine Wiederwahl in Neusäß mit Ansage

Eine Wiederwahl in Neusäß mit Ansage
Kommentar Von Regine Kahl
10.03.2020

Die Wiederwahl von Richard Greiner als Neusässer Bürgermeister hat sich abgezeichnet.

Das hat mehrere Gründe. Erstens herrscht im Stadtrat seit Jahren eine Politik, die von Konsens geprägt ist. Bis auf wenige Ausnahmen ziehen die Parteien an einem Strang, Greiner pflegt eher einen moderierenden Stil. Diese Zusammenarbeit ist eine angenehme und konstruktive Sache für die Stadt. In Wahlkampfzeiten wird es dann aber eben auch schwer, Kante zu zeigen und die abweichenden Positionen rüberzubringen. 

Deutlich wurde dies bei der Podiumsdiskussion der vier Kandidaten, in der so gut wie keine Attacke gefahren wurde. Bei der Diskussion hat sich noch ein weiterer Vorteil für Bürgermeister Greiner gezeigt. Durch seine Erfahrung im Amt hat er einen Wissensvorsprung in vielen Dingen. Dieser wirkt sich natürlich dann vor allem zugunsten des Amtsinhabers aus, wenn zwei Gegenkandidaten noch nicht im Stadtrat waren. Der Bonus der Erfahrung kam auch dem Grünen Herausforderer Michael Frey zugute.

Baukräne werden in Zeiten der Wohnungsnot honoriert

Zu Greiners Gunsten wirkte sich aus, dass das seit vielen Jahren geplante Projekt auf dem Sailer-Areal Realität wurde. Baukräne werden in Zeiten der Wohnungsnot honoriert. Anders als seine Kollegen Wörle in Gersthofen oder Högg in Diedorf musste der Amtsinhaber in Neusäß sich nicht für Keime in Trinkwasser verantworten. Greiner bot keine große Angriffsfläche, die Bürger sahen mehrheitlich keinen Grund, ihn abzuwählen.

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