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Ellgau

22.07.2019

Eine Wohnmobil aus dem Lechtal für (fast) Alles

Thomas Liepert ist der Mittlere von drei Brüdern, die gemeinsam die Liepert GmbH leiten. An die Firmengründung von Vater Ernst Liepert erinnert heute der Caravan-Bereich des Unternehmens. Unter EliCamp.de (Eli steht für Ernst Liepert) bietet das Unternehmen Wohnwagen und Wohnmobile zum Verkauf und zur Miete an. 
Bild: Steffi Brand

Ihr Vater gründete die Firma in der Garage. Heute haben Thomas, Markus und Roland Liepert 13 Beschäftigte und ein breites Angebot nicht nur für Camper.

Wer die Leistungen der Firma Liepert aus Ellgau in Anspruch nimmt, der kann das aus ganz unterschiedlichen Gründen tun, denn im Gewerbering gibt es unter der Liepert-Firmenflagge einen Reifenhandel und einen Metallbaubetrieb. Zudem verraten die Wohnwagen und Wohnmobile auf dem Firmengelände, dass auch Campingfreunde hier Produkt- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen können.

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Thomas Liepert, der die Firma mit seinen Brüdern Markus und Roland im Jahr 2016 von seinem Vater übernommen hat, vergleicht den Laden ob des vielfältigen Angebots mit dem Dorfschmied, wie er früher in vielen Orten zu finden war.

Darüber hinaus machen spezielle Serviceleistungen, wie etwa die Neubereifung des Puky-Kinderrollers oder des Fahrrads der Oma aus dem Ort das Unternehmen in Lieperts Augen heute zum Anlaufpunkt. „Etwa die Hälfte unserer Kunden kommt mit allen Anliegen zu uns“, verrät Thomas Liepert lachend.

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1989 ging es in Ostendorf los

Angefangen hat der Betrieb im Übrigen als Nebenerwerbstätigkeit im Meitinger Ortsteil Ostendorf. Vater Ernst Liepert, der bis zur Übernahme des Unternehmens dem Betrieb auch den Firmennamen verlieh, hat im Jahr 1989 den Grundstein gelegt. Bis zum Jahr 2003 werkelte der Gründer in der Garage und im dazugehörigen Anbau, anschließend bis zum Umzug nach Ellgu im Jahr 2012 in einer Gewerbehalle in Ostendorf. Auf Pkw-Reifen und -Technik beschränkte sich der Firmengründer nur einige Jahre.

1994 wurde die Nebentätigkeit zur Haupttätigkeit. Vor allem aufgrund seiner persönlichen Leidenschaft für das Campen wurde zeitgleich das Unternehmen um den Reisemobil- und Caravanservice erweitert. „Früher verbrachten wir unseren Familienurlaub regelmäßig auf dem Campingplatz“, erinnert sich Thomas Liepert.

Das Unternehmen wuchs kontinuierlich weiter

Und das Unternehmen wuchs kontinuierlich weiter: 1996 vermieteten Ernst Liepert und Ehefrau Anita das erste Reisemobil. 1997 wurde der Sonder- und Fahrzeugbau zum weiteren Unternehmenszweig. Heute ist der Umbau eines Kleinbusses zum Wohnmobil zwar nach wie vor inhaltlich reizvoll für die Liepert-Brüder, doch da Aufträge wie diese sehr zeitintensiv sind, gibt es sie kaum mehr. Dennoch tourt so mancher Foodtruck mit einem Original Liepert-Sonderaufbau durchs Lechtal.

Seit 1999 agiert der Betrieb als Komplettdienstleister im Bereich Pkw-Anhänger. Als der Älteste der drei Liepert-Brüder, Markus Liepert (37), mit der Metallbauer-Meisterrolle in der Hand ins Unternehmen einzog, professionalisierte sein Know-how nicht nur den Pkw-Bereich, sondern ergänzte das Leistungsspektrum auch um jegliche Konstruktionen aus Edelstahl und Stahl.

Auch der Jüngste der drei Liepert-Brüder, Roland Liepert (28), brachte sein Wissen als Industriemechaniker und Metallbauermeister ein. Thomas Liepert (35) selbst ergänzt als Mittlerer im Bunde den Betrieb mit kaufmännischem Wissen aus seiner Ausbildung in der Reifen- und Fahrzeug-Service-Branche. Erst wenige Jahre vor der Betriebsübernahme, im Jahr 2012, zog der Betrieb von Ostendorf nach Ellgau um. Auf 4600 Quadratmeter ist der „Dorfschmied“ heute aktiv. 13 Angestellte sind für das Brüder-Trio im Dienst.

Privat sind alle drei dem Lechtal treu geblieben

Dem Lechtal treu geblieben sind privat alle drei Liepert-Brüder. Und auch sonst hetzen sie eher selten den Trends der Branche hinterher. „Wir reagieren auf marktabhängige Veränderungen, wollen aber vor allem über den meist zeitlich begrenzten Boom hinaus Partner unserer Kunden bleiben“, erklärt der 35-Jährige. Wenn trotz der Vielseitigkeit, den das Unternehmen als „Dorfschmied“ an den Tag legen muss, noch Zeit bleibt, dann fährt Thomas Liepert gerne zum Campen. Dann hat er auch einmal Zeit für seine vier Kinder.

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