Dinkelscherben

03.09.2016

Eine brutale Situation

Auch Abwehrchef Simon Motzet kann dem TSV Dinkelscherben im Kellerduell gegen Olympia Neugablonz nicht helfen. Nach einer Notbremse wurde er für zwei Spiele gesperrt. 
Bild: Foto: Oliver Reiser

In Dinkelscherben sind die Sorgenfalten nicht nur wegen der Tabellensituation groß

Eine turbulente Woche liegt hinter dem TSV Dinkelscherben. Nicht nur, weil die sportliche Talfahrt bei der 0:2-Niederlage in Königsbrunn kein Ende nahm, sondern vor allem aufgrund des Last-Minute-Abgangs von Nachwuchsstürmer Hakan Avci, der eine große Lücke hinterlässt. Zu allem Überfluss steht jetzt auch noch ein richtungsweisendes Duell an: Am Sonntag kommt mit dem BSK Olympia Neugablonz (Anpfiff 15 Uhr) zwar der Tabellenletzte auf den Kaiserberg, der von der Qualität her jedoch eigentlich in ganz anderen Regionen erwartet wurde.

„Extrem enttäuscht“ - das sind die Worte von Dinkelscherbens Trainer Christian Ludl zum Transfer von Angreifer Avci, der in der letzten Saison unter seiner Regie noch bei den A-Junioren auf Torejagd ging und nun kurzerhand zum Landesligisten Türkspor Augsburg abgewandert ist. Weil der 19-Jährige dort einen Amateurvertrag bekam, sahen die Verantwortlichen der Lila-Weißen nicht einmal einen Cent und standen am Ende hilflos da. Schließlich ist die Personaldecke in der Offensive ziemlich dünn und auch die breit angelegte Suche am letzten Tag des Transferfensters erwies sich als „Himmelfahrtskommando“, wie Ludl gesteht.

Im Angriff liegen die Hoffnungen somit auf dem ebenfalls erst 21-jährigen Dominik Mayrock, der fast als einzige nominelle Spitze im Kader verbleibt. Sehr erfreut zeigte sich Ludl über die kurzfristige Rückkehr von Offensivmann Patrick Wolf, der trotz einer bevorstehenden Operation an der Achillessehne dem Team zumindest als Joker noch helfen könnte. Zudem ist auch U19-Spieler Josef Kastner eine Option.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Sorgen nicht nur in vorderster Front

„Es werden auf jeden Fall 13 oder 14 Spieler im Kader sein, die eindeutig Bezirksliga-Niveau haben“, will Ludl vor dem Kellerduell keine Ausreden zählen lassen, auch wenn nicht nur in der Offensive Not am Mann ist. Auch in der Viererkette müssen mindestens drei Wechsel vorgenommen werden, da sich Neuzugang Martin Petereit erneut am Knie verletzte, nach den ersten Untersuchungen aber zumindest nicht die schlimmsten Befürchtungen wahr wurden. Zudem fallen auch Alexander Berchtenbreiter (Adduktoren) und Simon Motzet, der nach einer Notbremse gleich zwei Spiele zusehen muss, weg.

Beim kommenden Gegner aus Neugablonz sieht die Situation allerdings nicht anders aus: Als Aufstiegsfavorit gehandelt, findet sich die Truppe des erfahrenen Neu-Trainers Günter Bayer plötzlich ganz unten wieder. Der Vergleich zur Kaiserberg-Elf ist nicht weit. „Für beide Mannschaften ist es eine brutale Situation. Sie haben sich sicher auch mehr erhofft“, sagt Ludl, der eindringlich vor den offensivstarken Gästen um Mathias Franke und Alexander Günther warnt. Für den letztjährigen Dritten erzielte das Duo in der vergangenen Saison zusammen 46 Treffer.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_3283.tif
Ball

Feurige Tanzshow für guten Zweck

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen