Kuka Roboter

30.05.2012

Eine kleine Weltneuheit

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2 Bilder
20 der neuen Agilus-Roboter von Kuka sind in in dieser Wand auf dem Messestand auf der Automatica in München in Aktion: Sie platzieren orangefarbene, transparente Scheiben in der Unternehmensfarbe vor den Luken.

Auf der Messe Automatica in München stellt das Unternehmen den extrem schnellen Kleinroboter Agilus vor

München/Gersthofen Die Weltneuheit auf dem riesigen Stand von Kuka auf der Automatisieriungsmesse Automatica in München ist gerade einmal 51 Kilogramm schwer und nicht einmal 1,30 Meter groß – selbst wenn er sich ganz nach oben streckt. Er kann auch nur sechs Kilogramm in der Normalausführung und zehn Kilogramm in einem weiteren Modell bewegen. Seine Reichweite beträgt auch lediglich 90 Zentimeter. Damit er groß zur Geltung kommt, haben ihn die Kukaner, wie sich die Mitarbeiter des Roboterherstellers mit ihrem Schulungs-, Weltvertriebs- und Servicezentrum in Gersthofen nennen, gleich 20-mal in einer Wand aufgebaut. Der Agilus ist ein neuer Kleinroboter, der wie alle Produkte des Unternehmens in Orange daherkommt. Wobei er schon ein wenig anders aussieht, als man es von Kuka gewohnt ist, denn die Motoren sind vollkommen ins Gehäuse integriert. Kleinroboter stellen viele andere Unternehmen ebenfalls her. Aber keiner ist so schnell wie das neue Kind – oder die Schwester oder der Bruder – darauf haben sich der Vorstand der Konzernmutter Kuka AG, Till Reuter, und der Geschäftsführer der Kuka Roboter GmbH, Manfred Gundel, noch nicht geeinigt: Mehr als zwei Takte pro Sekunde soll der Agilus nach Unternehmensangaben schaffen und dabei alles wie die großen Geschwister können. Somit empfiehlt er sich für Handhabungsaufgaben mit sehr kurzen Taktzeiten. Auch die Steuerung ist in der abgespeckten Version identisch mit der der großen Familienmitglieder und völlig kompatibel. Dies bedeutet auch, dass mehrere Roboter verschiedener Größen ihre Befehle aus einem Schaltschrank bekommen können. Kuka zielt mit der Markteinführung vor allem auf die vielfältigen Aufgaben in der allgemeinen Industrie ab. „Wir wollen unsere Spitzenposition in der Automobilindustrie behaupten, aber die Abhängigkeit von ihr verringern“, sagte Reuter.

Die Roboter der Quantec-Modellfamilie, die auf der Automatica vor zwei Jahren vorgestellt worden waren, bekamen ebenfalls noch Zuwachs. Ihre Palette ist jetzt mit einen Faundry-Modell mit feuerfester Lackierung für den Einsatz in Gießereien, einem Konsolroboter vornehmlich für die Kunststoffindustrie, einem Palettierroboter und einem Pressenverketter für die Verknüpfung von Prozessen zwischen Stanzmaschinen komplettiert worden. Die Quantec-Modelle zeichnen sich gegenüber ihren Vorgängern besonders durch geringeren Platzbedarf, niedrigeres Gewicht und sparsamen Umgang mit Strom aus.

„We talk your language“ (Wir sprechen ihre Sprache) heißt eine weitere vorgestellte Neuerung, an der offensichtlich wird, wie Software für Roboter immer größere Bdeeutung bekommt. Werden Kuka-Roboter etwa an Werkzeugmaschinen zur Nachbearbeitung eingesetzt, können die Maschine und der Roboter künftig aus einer Steuereinheit mit einer Programmierung bedient werden.

Der Messestand mit seinem beweglichen Muster sollte laut Gundel die Dynamik des Unternehmens widerspiegeln, außerdem die Offenheit, weil er von allen Seiten zugänglich war.

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