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Kindergarten

16.05.2015

Eine weitere Stelle ist umstritten

Welche Bedenken der Biberbacher Gemeinderat bei einem neuen Förderprogramm hat

Mehr Geld für die Kleinsten: Mit zusätzlichen 20000 Euro will der Gemeinderat Qualitätsverbesserungen in der Biberbacher Kindertagesstätte finanzieren. Die Hälfte davon kommt aus der Gemeindekasse, die andere Hälfte aus dem staatlichen Programm Qualitätsbonus Plus.

Die Vorstellungen über den Einsatz der Finanzspritze wurden in jüngster Sitzung diskutiert, die Entscheidung aber vertagt, um den Eltern Gelegenheit zu geben, ihre Meinung zu den Vorschlägen abzugeben.

Kita-Leiterin Elfriede Weglehner möchte mit dem Geld eine weitere Erzieherin an Bord holen. Der Personalschlüssel sei zwar mit einer Erzieherin auf zehn Kinder bereits höher als die gesetzlich vorgeschriebene Quote eins zu elf. Doch ergäben sich durch Urlaub und Krankheitsfälle immer wieder Engpässe. „Wir möchten, dass es den Kindern gut geht, und dazu gehört zu allererst die Zuwendung durch die Erzieherinnen.“ Der Elternbeirat unterstütze diese Sicht, so Weglehner.

Ein weiterer Wunsch der Eltern ist mehr Spielraum im Freien. Der Garten sei zu klein, um sich darin auszutoben, und ein Parcours für Fahrspielzeuge wäre gar nicht zu realisieren. Als Ausweichfläche würden sich die Grünflächen bei der Mariengrotte gleich unterhalb der Kita anbieten, so der Elternwunsch. Dass eine Einzäunung dieses Bereichs dem Ortsbild zuträglich wäre, bezweifelte Bürgermeister Wolfgang Jarasch. Ausweichmöglichkeiten biete auch der Sportplatz der benachbarten Schule oder die Turnhalle, regte er weitere Gespräche dazu an.

Mit ihrem Angebot „Musik entdecken“ möchte die Musikschule Biberbach die frühkindliche Musikerziehung in die örtliche Kita bringen. Dafür wäre ein Teil der zusätzlich zur Verfügung stehenden finanziellen Ausstattung gut angelegt, unterstützte Gabi Mader (UFB) den Antrag der Schule.

Bedenken gegen die Anstellung einer weiteren Erzieherin äußerte Werner Sinninger (CSU). „Wir haben auch Haushaltsverantwortung“, warnte er vor steigenden Kosten, die nicht durch Fördermittel gedeckt wären. Garantiert sei die staatliche Förderung nur für das laufende Jahr; wie lange und in welcher Höhe das Bonus-Plus-Programm in Zukunft weiterläuft, könne niemand sagen, bestätigte Verwaltungsleiter Franz Mang.

Die Kosten für eine fest angestellte Kraft müssten in diesem Fall in voller Höhe aus dem ohnehin knappen Gemeindehaushalt finanziert werden, so Sinninger. Vertraglich eingekaufte Leistungen wie das Angebot der Musikschule könnten indessen in Zeiten geringer finanzieller Mittel ausgesetzt werden.

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