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18.06.2009

Eingebremst: SPD-Pläne für die Augsburger Straße

Stadtbergen Auf wenig Gegenliebe stießen SPD-Anregungen für die Neugestaltung der Augsburger Straße in Leitershofen (wir berichteten) am Dienstagabend im Stadtberger Bauausschuss. Nach einer lebhaften Debatte über einen von Fraktionschef Dieter Häckl initiierten Antrag scheint jedoch zumindest die Errichtung einer weiteren Querungshilfe kurz vor dem neuen B-17-Knotenpunkt, der bis Ende 2010 in Betrieb gehen soll, mehrheitsfähig. Bürgermeister Dr. Ludwig Fink versprach, dass es keine Maßnahmen geben werde, an denen sich die Anwohner nach der Straßenausbaubeitragssatzung finanziell beteiligen müssten.

Der SPD-Antrag sieht vor, dass die Verwaltung Optionen untersuchen solle, um die Straße attraktiver und sicherer zu machen. Genannt wurden Parkbuchten, ein eigenständiger Radweg, Pflanzinseln oder "Begleitgrün". Ziel ist nicht zuletzt, die Autofahrer zu bremsen. In der Vergangenheit habe, so heißt es in dem Antrag, die überdurchschnittliche Breite der Straße zum Schnellfahren eingeladen. Zudem sei es völlig offen, wie sich die Verkehrsströme nach der Freigabe des Knotenpunktes verändern würden.

Josef Lachenmair, Verkehrsexperte der Stadtverwaltung, erläuterte den Ausschussmitgliedern eine Analyse über der Situation entlang der Straße. "Die Lage nach der Freigabe wird wieder so sein wie vor dem Beginn der Bauarbeiten", so Lachenmair. Verkehrsberuhigende Elemente seien nur realisierbar, wenn pro Richtung drei Meter für den fließenden Verkehr übrig bleiben. Und da sieht Lachenmair den Knackpunkt: "Schon 2002 ist ausführlich über eine Neugestaltung diskutiert worden - damals wurde entschieden, auf grundlegende Veränderungen zu verzichten." Der Hauptgrund: Durch Parken auch auf der Nordseite oder einen eigenständigen Radweg wird es eng auf der Augsburger Straße - zu eng, wie damals die Mehrheit der Räte fand.

Eine Rechnung, die aus Sicht der Verwaltung auch heute noch gilt. Für weitere Begrünungen am Rand der Straße fehlt, so Lachenmair, einfach der Platz. Auch seien Grüninseln kaum notwendig, da es im Norden bereits parkähnliche Flächen gebe und im Süden Vorgärten.

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Eine Verbesserung wird es jetzt dennoch geben, denn der Rad- und Gehweg wird von Augsburg aus auf drei Meter statt der bisherigen 2,30 Meter ausgebaut. Eine Verbreiterung, die auch auf Stadtberger Gemarkung fortgeführt wird.

CSU: Kein Handlungsbedarf

Vertreter der CSU-Fraktion ließen kaum ein gutes Haar an den SPD-Vorschlägen. "Ich sehe dort einfach keinen Handlungsbedarf, auf uns warten in Zukunft ohnehin schon große Ausgaben. Ich denke nur an die energetische Sanierung von Gebäuden", erklärte Josef Kleindienst. Sein Fraktionskollege Michael Niedermair fügte hinzu, dass die Augsburger Straße durch den Kreisverkehr doch "erheblich kürzer" werde, da brauche man "doch keine Verbremsung". Nur eine Querungshilfe sei diskutabel, befand die CSU. Häckl erklärte, dass mit 20 000 bis 30 000 Euro einiges bewegt werden könne. "Man muss doch nicht gleich von vorneherein alles ablehnen", kritisierte er. Das Thema wird nun den Verkehrsausschuss beschäftigen."Tagesgespräch Seite 1

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