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Einigung: Neusäß: Das Titania muss Pause machen

Einigung

Neusäß: Das Titania muss Pause machen

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    Die Titania Therme in Neusäß bekommt einen neuen Betreiber: Nach einem vor dem Landgericht ausgehandelten Kompromiss soll die Deyle-Gruppe zum 1. Oktober aus dem Bad ausziehen. Auf kurz oder lang muss das Bad vorübergehend geschlossen werden.
    Die Titania Therme in Neusäß bekommt einen neuen Betreiber: Nach einem vor dem Landgericht ausgehandelten Kompromiss soll die Deyle-Gruppe zum 1. Oktober aus dem Bad ausziehen. Auf kurz oder lang muss das Bad vorübergehend geschlossen werden. Foto: Marcus Merk

    Statt eines langen Rosenkrieges soll es jetzt eine schnelle Einigung zwischen der Stadt Neusäß und dem Betreiber der Titania Therme geben: Vor dem Landgericht wurde vereinbart, dass die Deyle-Gruppe zum 1. Oktober ausziehen soll. Auf kurz oder lang muss das Bad aber vorübergehend schließen. Ein Überblick.

    Was bedeutet die Einigung für die Prozessparteien?

    Beide ersparen sich einen langjährigen Prozess. Im Umkehrschluss verzichtet die Stadt Neusäß auf rund 400000 Euro Pacht, der Pächter auf seine Forderungen. Die Stadt übernimmt mit ihrer Tochtergesellschaft, der Sportstätten GmbH, die vertraglichen Verpflichtungen der Betreibergesellschaft. Auch die in Neusäß angestellten Mitarbeiter der Deyle-Gruppe werden übernommen. Entsprechende Termine für die Einsichtnahme der Stadt in das Vertragswerk sind bereits vereinbart. Eine Rate in Höhe von 83000 Euro muss die Deyle-Gruppe im Herbst noch zahlen.

    Was bedeutet der Kompromiss für den Badegast?

    Dass ab 1. Oktober die Stadt Neusäß entscheidet, in welcher Form der Betrieb weitergeht. Klar ist aber: Wegen Sanierungsarbeiten muss das Bad auf absehbare Zeit vorübergehend geschlossen werden. Wann das passieren soll und wie lange diese Schließung dauern könnte, ist bislang noch unklar.

    Kann es sein, dass der Betreiber schon vor dem 30. September den Betrieb enden lässt?

    Laut Firmenchef Uwe Deyle besteht diese Gefahr nicht. Es gebe zwar keine vertragliche, dafür aber eine wirtschaftliche Verpflichtung für ihn. „Ich hätte dann auch ein Glaubwürdigkeitsproblem in Hinblick auf die Königstherme.“ Auch dieses Bad wird von Deyle betrieben.

    Verfallen die Dauerkarten aus dem Titania nun?

    Nein. Alle Klubkarten, Dauerkarten und sonstigen Gutscheine sollen weiterhin gültig sein. Auch die alte Betreibergesellschaft der Therme darf demnach noch bis zum Auszug solche Gutscheine ausgeben. Sämtliche Karten sind auch in der Königstherme Königsbrunn gültig. Denkbar ist, dass sich die Dauerkarten bei einer Schließung des Titania um die Dauer der Schließung verlängern.

    Kann der Kompromiss noch scheitern?

    Ja. Sowohl die Deyle-Gruppe als auch die Stadt Neusäß können den Kompromiss noch bis zum 20. Juni scheitern lassen. Die Stadt Neusäß muss der Einigung sogar ausdrücklich zustimmen. Die nächste turnusgemäße Sitzung des Neusässer Stadtrates findet am Donnerstag, 6. Juni, statt. Bürgermeister Hansjörg Durz ließ aber bislang offen, ob über das Titania nicht in einer eigens dafür einberaumten Sondersitzung entschieden werden könnte. Laut Uwe Deyle gibt es von seiner Seite aus „keinerlei Grund“, den Kompromiss jetzt noch platzen zu lassen.

    Wo sollen bei einer vorübergehenden Schließung die Schulen und Vereine schwimmen?

    Dazu will sich die Stadt Neusäß bislang noch nicht äußern. Steht der Kompromiss, sollen Vereine und Schulen zeitnah informiert werden.

    Was passiert mit den Beschäftigten, die die Stadt übernehmen muss?

    Die Stadt hat sich verpflichtet, die Verträge von 50 Angestellten an der Titania Therme uneingeschränkt zu übernehmen. Deyle wird infolge der Vereinbarung keine Kündigungen aussprechen. Eine Liste mit den betroffenen Arbeitsverträgen muss Deyle der Stadt vorlegen.

    Wer soll der neue Betreiber im Titania werden?

    Laut Bürgermeister Hansjörg Durz gibt es mehrere Anfragen von möglichen Betreibergesellschaften. Nicht ausgeschlossen ist, dass Neusäß selbst künftig das Bad betreiben wird. „Wir haben über alle Möglichkeiten diskutiert“, sagt Durz.

    Muss ich derzeit Angst vor einer Infektion mit Legionellen haben?

    Laut Uwe Deyle nicht. Vor dem Landgericht sagte er aus, dass nach einer kürzlich ausgewerteten Probe sämtliche Wasserwerte „bei null Bakterien“ liegen.

    Hat der Auszug der Deyle-Gruppe aus dem Titania Auswirkungen auf die Königstherme?

    Für den Betrieb ändert sich nichts. Schließlich ist Deyle dort Besitzer, nicht Pächter. Ab Oktober gelten die dortigen Gutscheine aber nicht mehr für Neusäß. "Diese Woche

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