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Diedorf

16.05.2019

Ende der Chlorung in Diedorf rückt näher

Die Sanierungsarbeiten zum Trinkwassernetz in Diedorf schreiten voran. 
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbol)

Im August 2018 wurde eine Verkeimung im Trinkwassernetz festgestellt. In einem Teil der Marktgemeinde sind die Sanierungsarbeiten so gut wie abgeschlossen. 

In Diedorf könnte ein Ende der Chlorung des Trinkwassers in greifbare Nähe rücken – allerdings nur für einen Teil der knapp 11000 Bürger. Wie dritter Bürgermeister Alexander Neff nach der jüngsten Sitzung des Werkausschusses berichtet, sind in einem Teil des Wassernetzes praktisch alle geforderten Arbeiten abgeschlossen.

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Dabei handelt es sich um den Bereich südlich der Schmutter mit den Ortsteilen Anhausen, Diedorf, Lettenbach und Vogelsang mit ihren knapp 8000 Bürgern. In den vergangenen Tagen und Wochen sind dort am Wassernetze die Belüftungsanlagen getauscht worden, zuletzt wurde die Lüftungsanlage am Hochbehälter in Diedorf umgebaut. Dort und in anderen Fassungsbereichen der Brunnenanlagen wurden außerdem Bäume gerodet. In Anhausen soll in diesen Tagen noch eine UV-Anlage eingebaut werden, um möglichen zukünftigen Verkeimungen des Trinkwassers entgegenzuwirken. In dieser Woche soll die zweite Kammer des Hochbehälters in Diedorf noch mit Folie ausgekleidet werden. „Dann sind die geforderten Sofortmaßnahmen in diesem Bereich abgeschlossen“, erläutert Alexander Neff.

Trinkwasser musste wochenlang abgekocht werden

Wie mehrfach berichtet, war im August 2018 eine Verkeimung im Trinkwassernetz der Marktgemeinde Diedorf festgestellt worden. Zunächst mussten die Bürger vier Wochen lang ihr Trinkwasser abkochen, dann forderte das Gesundheitsamt eine Chlorung des Wassers, die bis heute andauert. Doch mit Abschluss dieser Arbeiten sind noch nicht alle Voraussetzungen erfüllt, die zu einem Ende der Chlorung führen könnten. Im Moment müssen noch bei etwa 30 Prozent der Diedorfer Haushalte die Anschlüsse überprüft werden. In der ersten Junihälfte soll dann die ebenfalls vom Gesundheitsamt geforderte Gefährdungsanalyse vorliegen, eine ebenfalls angeforderte Berechnung der Stadtwerke über den Druck in den Leitungen liegt bereits vor.

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Mit allen diesen Unterlagen könnte die Gemeinde voraussichtlich im Juni einen Termin mit dem Gesundheitsamt des Landkreises ausmachen. Die dortigen Mitarbeiter entscheiden dann, ob die Chlorung aufgehoben werden kann. „Wir sind guter Dinge“, so Alexander Neff nach der Sitzung des Werkausschusses.

Bereits vor einigen Monaten hatte Bürgermeister Peter Högg angekündigt, dass in einem Teil der Marktgemeinde die Chlorung früher beendet werden könnte, als in einem anderen. Um das auch umsetzen zu können, gibt es im Leitungsnetz inzwischen Trenneinrichtungen, die die Wasserversorgung in zwei unabhängige Anlagen teilen können. Damals stand im Gegensatz zu heute jedoch noch nicht fest, welcher Teil das sein würde. Nun sind in Willishausen und Biburg die Arbeiten noch nicht beendet: Der Umbau der Lüftungsanlagen und weitere Arbeiten an den Hochbehältern in Biburg und Willishausen stehen noch aus. (jah)

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