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Neusäß-Steppach

22.02.2018

Entwarnung für das Steppacher Schwimmbad

In den neuesten Trinkwasserproben wurden in Steppach keine Legionellen mehr gefunden.(Symbolfoto)
Bild: Alexander Kaya

Elf von zwölf Wasserproben sind nun unbedenklich. Die Stadt Neusäß hat einiges gegen die Bakterien in den Leitungen unternommen.

Nachdem Untersuchungen des Wassers im Steppacher Hallenbad von Mitte Dezember erhöhte Werte der gesundheitsschädlichen Legionellen ergeben hatten, hat die Stadt Neusäß etliche Maßnahmen ergriffen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Dies ist nun offenbar gelungen. Wie berichtet, informierte ein Aushang an der Schwimmhalle seit 16. Januar die Besucher von dem Befall“ und riet immunschwachen und chronisch kranken Menschen vom Besuch des Bades ab.

Bei einer Trinkwasser-Probenentnahme am 14. Dezember 2017 im Steppacher Bad sind Werte von 210 bzw. 400 KBE festgestellt worden. Ein Wert von bis 100 KBE (Koloniebildende Einheit pro 100 Milliliter Wasser) gilt im Trinkwasser als unbedenklich und nicht meldepflichtig. Laut Gesundheitsamt waren die Werte nicht gesundheitsgefährdend und das Bad blieb deshalb auch offen.

Viele Eltern sind verunsichert und lassen Kinder nicht schwimmen

Der Aushang und der Bericht unserer Zeitung hat jedoch viele Eltern beunruhigt, deren Kinder im Steppacher Bad Schwimmunterricht haben. Etliche schrieben ihrem Kind eine Entschuldigung, damit sie nicht mitschwimmen müssen. Das hat die Schulleitungen nun dazu veranlasst, Briefe an die Eltern bzw. -beiräte zu verschicken. So sei es den Eltern der Steppacher Grundschüler überlassen, ob sie ihr Kind mitschwimmen lassen möchten. Die Steppacher Schule entschied sich für die Regelung, dass zwar geschwommen, aber nicht geduscht wird, da die Legionellen im gechlorten Becken nicht auftreten. Die Grundschule bei St. Ägidius – deren Schüler ebenfalls nach Steppach zum Schwimmunterricht fahren – teilte mit, dass man auf das Schwimmen bis auf Weiteres komplett verzichtet.

Benjamin Schröter, bei der Stadt Neusäß zuständig für die Liegenschaften der Stadt, konnte gestern jedoch weitgehend Entwarnung geben: „Es gibt keinen Grund zur Besorgnis, denn die aktuellen Werte sind alle sehr niedrig“, so Schröter. Es seien in den letzten Tagen sehr viele Proben aus dem gesamten Wassersystem gezogen worden, zum Beispiel auch aus dem Boilerabgang. „Nur das Stagnationswasser einer Dusche, das in der Leitung stand, hatte noch einen ganz leicht erhöhten Wert.“ Dieser lag mit 130 KBE leicht über dem Grenzwert zur Meldepflicht von 100 KBE.

Alle Duschköpfe wurden ausgetauscht

In sechs Proben aus dem Steppacher Hallenbad wurden nun sogar gar keine Legionellen gefunden – eine Seltenheit. Dies sei das Ergebnis verschiedener Maßnahmen: So wurden inzwischen alle Duschköpfe ausgetauscht und das Leitungssystem wurde thermisch desinfiziert. Bisher wurde das standardmäßig einmal pro Woche gemacht, derzeit aber täglich.

Gar nicht zu duschen sei aus hygienischen Gründen nicht gut. Denn je mehr „Schmutz“ in das Schwimmerbecken eingetragen wird, desto mehr Chlor werde von der automatischen Steuerung ins Wasser gegeben. Stattdessen empfehlen Gesundheitsamt und Stadt, die Duschen vorher etwa eine halbe Minutelang laufen zu lassen.

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