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Neusäß

04.10.2019

Er ist nun offiziell der Pfarrer für 11.000 Katholiken

Am Feiertag wurde Pfarrer Stephan Spiegel als neuer Leiter der Pfarreiengemeinschaft Neusäß in sein Amt eingeführt. Die Kirche St. Ägidius war bei diesem Gottesdienst bis auf den letzten Platz besetzt. 
Bild: Marcus Merk

Plus Stephan Spiegel bildet nun mit seinen Dekanen die „Neusässer Dreieinigkeit“. Zur neuen Neusässer Pfarreiengemeinschaft gehören auch die Kobel-Gemeinden.

Die Pfarreiengemeinschaft Neusäß hat ganz offiziell einen neuen Leiter: Am Tag der Deutschen Einheit ist Pfarrer Stephan Spiegel von Dekan Thomas Pfefferer in sein Amt eingeführt worden. Dies verfolgten Hunderte Gläubige aller Generationen in der Kirche St. Ägidius – für viele gab es nur noch einen Stehplatz.

Zu Beginn des Gottesdienstes zog eine Abordnung der örtlichen Vereine festlich in das Gotteshaus ein. Dort legte der neue Neusässer Pfarrer seinen Treueeid ab und wurde mit einem warmen Applaus in der Pfarreiengemeinschaft begrüßt. Anschließend übernahm er die Leitung des Gottesdienstes.

Viel „Herzlichkeit, Wohlwollen und Freundlichkeit“ erfahren

Bereits Anfang September hatte Pfarrer Stephan Spiegel in Neusäß seinen Dienst angetreten. Seitdem sei ihm bereits viel „Herzlichkeit, Wohlwollen und Freundlichkeit“ entgegengebracht worden, wie er während der Messe verriet. Er zitierte Papst Franziskus, der allen Geistlichen rät: „Nehmt den Geruch der Schafe an.“ So ist der neue Pfarrer zuversichtlich, sich gut unter die Neusässer mischen zu können. In seiner Arbeit im Pastoralteam wird Spiegel unterstützt von Dekan Mathias Breimair und Dekan Ephraim Udoye – scherzhaft bezeichnete Spiegel das gut funktionierende Gespann als „neue Neusässer Dreieinigkeit“.

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Die Pfarreien in Neusäß befinden sich seit Jahren im Umbruch: Erst vor vier Jahren wurden die Gemeinden Westheim und Steppach zur Kobel-Gemeinschaft zusammengelegt. Nachdem die Pfarrer Wolfgang Kretschmer (Neusäß) und Markus Schrom (Kobel) dieses Jahr ihre Pfarreien verlassen haben, wurde die Pfarreiengemeinschaft Neusäß noch größer.

11.000 Katholiken in sieben Pfarreien

Für Stephan Spiegel war vorher in Senden und Ehekirchen tätig. Seine neue Dienststelle mit dem Pfarrbüro in St. Thomas Morus umfasst nun rund 11.000 Katholiken in sieben Pfarreien in Neusäß, Täfertingen, Ottmarshausen, Steppach, Westheim und Aystetten; kooperatives Mitglied der Pfarreiengemeinschaft ist die Pfarrei St. Stephan Hainhofen von Pfarrer Karl Freihalter mit der Filiale Schlipsheim.

Zu den verschiedenen Neusässer Ortsteilen kommt mit Aystetten noch eine eigene Gemeinde hinzu. „Dort scheint sich zu 95 Prozent alles um Fußball zu drehen“, war Pfarrer Spiegel bei einer Recherche zu den Örtlichkeiten aufgefallen und sorgte für Schmunzeln auf den Kirchenbänken. Der neue Pfarrer versprach: „Wenn die A-Mannschaft bald einmal in erreichbarer Nähe spielt, werde ich die Daumen drücken.“

Ein Festakt in der Stadthalle zum Kennenlernen

Nach dem Gottesdienst zog die Kirchengemeinde gemeinsam mit der Stadtkapelle Neusäß in die Stadthalle, wo ein Festakt zu einem Kennenlernen der Priester, pastoralen Mitarbeiter und Verantwortlichen einlud. Musikalisch umrahmt wurde der Abend zusätzlich vom Jugend- und Kinderchor St. Ägidius. Es moderierten die Gemeindereferenten Detlef Glaser der Pfarreiengemeinschaft Neusäß und Karola Pretzl-Weigant der ehemaligen Pfarreiengemeinschaft Am Kobel. Mit dabei waren unter anderem der CSU-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz, der Aystetter Bürgermeister Peter Wendel und die evangelische Pfarrerin Stephanie Heiß aus Westheim.

Der Neusässer Bürgermeister Richard Greiner freute sich darüber, wie „optimistisch und kraftvoll“ das neue Pastoralteam seine Aufgaben bereits annahm. Ihm seien die Schnittmengen bewusst, die zwischen Stadt und Kirche bestehen: „Wir sind alle für die gleichen Menschen da.“

Außerdem habe der neue geistliche Leiter bereits eine besondere Idee für Neusäß angestoßen: Eine Wallfahrt in die Partnerstadt Bracciano bei Rom, die sich 2021 zum zehnjährigen Bestehen der Partnerschaft anbiete.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar von Angela David: Die Kirche verändert sich. Zum Glück

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