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08.07.2010

Erfolgreich mit Idee an frischer Luft

Es macht Spaß, sich im Kletterwald von Scherneck in luftiger Höhe in die Seile zu hängen. Robins Wood gilt bei der IHK Augsburg als Musterbeispiel für eine erfolgreiche Existenzgründung. Archivfoto: Josef Abt

Rehling-Scherneck Über ihre Gründungsbilanz 2009 berichtete die Industrie- und Handelskammer im Kletterwald Robins Wood auf Schloss Scherneck in der Gemeinde Rehling. Daneben gab es aber auch noch sachliche Gründe, die zur Wahl dieses Orts führten. Der Klettergarten stellt nämlich ein Musterbeispiel dafür dar, wie man Erfolg haben kann bei der Gründung eines Unternehmens - in enger Kooperation mit der IHK.

Sich in einem Klettergarten zu bewegen, stellt ein gewisses Abenteuer dar. Nicht anders verhält es sich mit dem Weg in die Selbstständigkeit. Herbert Scheel, der Vizepräsident der IHK Schwaben für den Landkreis Aichach-Friedberg, und Jürgen Wager, IHK-Gründungsberater im Kompetenzzentrum Gründung, Finanzierung, Sanierung, berichteten davon, dass "im wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009" in Schwaben rund 17 000 Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit wagten. Diese Zahlen könne man so interpretieren: In konjunkturell schwierigen Zeiten sind mehr Menschen bereit, ihre berufliche Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Gute Chancen zeigten sich in Schwaben vor allem in den Bereichen Umwelt, Energie, Mechatronik und Gesundheitswesen.

Bei den Erfolgsgeschichten aus der Region wurde nicht zuletzt der Kletterwald bei Scherneck genannt. Herbert Scheel lobte den Gründergeist von Alexander Schmid. Der gebürtige Allgäuer, schilderte warum er sich für dieses Projekt entschied und wie es sich entwickelt hat. Der 41-Jährige wollte beruflich eine Beziehung zur Natur und zu den Menschen herstellen, nachdem er über zehn Jahre lang im Bereich der Informationstechnologie tätig war. Als wichtig für die Entscheidung pro Scherneck nannte der Unternehmer den Standort, die Gastronomie, die Räume und die Anfahrtswege. Innerhalb von drei Monaten führte Schmid Gespräche mit 14 Banken, ehe ihm die Raiba in Rehling die Zusage gab. Als schwierig gestaltete sich der viermonatige Behördenmarathon, wobei Schmid die "Riesenauflagen von der unteren Naturschutzbehörde" beklagte.

Seit Anfang Juni 2007 wird nun in den mächtigen Bäumen im Schlosspark geklettert. Heute zählt man an guten Tagen 300 Gäste. 2009 kletterte die Belegschaft auf dieser Freizeitanlage auf sieben feste und 35 Aushilfskräfte. Nun hat er sich ein zweites Standbein geschaffen: Er verkauft Software für Klettergärten.

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