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Gersthofen

04.10.2010

Ergreifende Musik zu Ehren der Königin

Ergreifende Musik erlebten die Zuhörer beim Barockkonzert in Gersthofen: Es waren vorwiegend Werke italienischer Meister des 17. Jahrhunderts zu hören. Foto: Marcus Merk
Foto: Marcus Merk

Eine gute Stunde mit ergreifender, ja intimer Musik erlebte eine ansehnliche Zuhörerschaft am Sonntag zum Ausklang des Kirchweihfestes in der Pfarrkirche Maria, Königin des Friedens, in Gersthofen. Von Werner Mühlbauer

Gersthofen Eine gute Stunde mit ergreifender, ja intimer Musik erlebte eine ansehnliche Zuhörerschaft am Sonntag zum Ausklang des Kirchweihfestes in der Pfarrkirche Maria, Königin des Friedens, in Gersthofen.

Die Instrumentalgruppe "La Battuta" (2 Violinen, 2 Flöten, Cello, Violone) unter Leitung von Bernd Jung am Cembalo brachte zusammen mit drei Sängerinnen geistliche Werke vorwiegend italienischer Meister des 17. Jahrhunderts zu Gehör. Dem Namen der Kirche entsprechend waren die Stücke unter dem Titel "Salve Regina" ("Gruß dir, Königin!") der Marien-Thematik zugeordnet. Die Sopranistin Annette Sailer-Heidel gestaltete mit ihrer voluminösen, strahlenden, den Kirchenraum mühelos füllenden Stimme wesentliche Programmteile. So brillierte sie mit virtuoser Koloraturtechnik, unter anderem in den beiden Hauptstücken des Konzerts, den Salve-Regina-Vertonungen von C. Monteverdi und von A. Grandi. Adäquat begleitet wurde sie zum einen vom Streicherensemble, zum anderen von Bernd Jung am Cembalo, dessen differenzierte Basso-Continuo Ausspielungen mit der Gesangsstimme in angemessener Weise korrespondierten.

Schelmisch wirkende Tonfolgen

Die jungen Stimmen von Anne-Kathrin Abel und Elisabeth Remberger gefielen in zwei Duetten, in denen die Huldigung an die Königin Maria in rhythmisch diffizilen Terzen eine durchaus heitere Note erhielt. Besondere Erwähnung verdienen auch die Blockflötenkunst von Susanne Steuerl, die an Flöten verschiedener Größe mit gelegentlich geradezu schelmisch wirkenden Tonfolgen die Strahlkraft dieses Instrumentes brillant zur Wirkung brachte sowie Isabella Wolf am Violoncello, die teils solistisch, vielfach aber verstärkt vom Kontrabass, in klarem und doch einfühlsamem Ton den Darbietungen das nötige sichere Fundament verlieh. Alle ausführenden Musiker, Instrumente wie Stimmen, überzeugten nicht zuletzt durch ausgewogenen und fein abgestimmten Ensembleklang.

Pfarrer Ralf Gössl gab mit drei knappen Textbeiträgen dem Konzert geistliche Ausrichtung und Vertiefung. Nach dem Schlussstück "Plaudite manibus, canite vocibus…", einer temperamentvollen Aufforderung, der Jungfrau Maria mit den Händen zuzuklatschen und mit lauter Stimme ein Ständchen zu singen, dargeboten vom gesamten Instrumentalensemble und Sopran, durften sich die Künstler über lang anhaltenden Applaus freuen. Die Konzertstunde klang aus mit einem gemeinsam gesungenen Marienlied, begleitet von der Orgel.

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