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Gersthofen

22.05.2019

Erinnerungen einer Afrikareise

Beachtliche Leistungen zeigte beim großen Galakonzert die Bläserklasse des Jugendorchesters Gersthofen.
Bild: Foto: Peter Metzger

 Jugendorchester Gersthofen reißt mit vielseitigen Musikstilen das Publikum zu Beifallsstürmen hin.

  Musik, die alle Beteiligten mitreißt: Die Besucher der Gersthofer Stadthalle erlebten ein Jugendorchester (JUGGE), das bei seinem denkwürdigen Galakonzert weit über sich hinaus gewachsen ist.

Das B-Orchester eröffnete den Abend mit einer bunten Mischung aus vier mitreißend präsentierten Stücken, die vom schwungvoll-heiteren Hit „Happy“ bis hin zu wehmütig erinnerten Trommelklängen Afrikas in „African Memories“ reichten. Daraufhin demonstrierte die Bläserklasse in fünf kurzen Stücken, wie die Jüngsten des Jugendorchesters seit Januar am gemeinsamen Musizieren gewachsen sind. Wie die älteren sagten die jüngeren Ihre Stücke selbstbewusst an.

Zwei Gersthofer Schlagzeuger unter Bayerns Besten

Den Part des A-Orchesters eröffneten die beiden Schlagzeuger Maximilian Weiß und Manuel Hintermayer mit dem „Duett für kleine Trommel“ und stellten mit höchster Präzision unter Beweis, warum sie beim Landesentscheid im Solo-/Duo-Wettbewerb des Bayerischen Blasmusikverbandes mit zu Bayerns Besten gehörten.

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Das A-Orchester unter der musikalischen Leitung von Maximilian Hosemann hatte sich für das Galakonzert intensiv in eine große Bandbreite von Musikstilen eingearbeitet und riss das Publikum mit dem stimmigen Programm zu Beifallsstürmen hin. „Celtic Ritual“ ließ irisch-schottische Tänze, aber auch das Marschieren stolzer Krieger vor dem inneren Auge entstehen. „Funk Attack“ präsentierte sich lässig mit perfekt erspürtem Groove.

Spätestens nach der Pause kamen die Schlagzeuger ins Schwitzen, als sie in „I Feel Sweat“ als Solo-Register dem Publikum einheizten. Mit „Phantom der Oper“ im Arrangement von Johan de Meij wuchs das A-Orchester anschließend in Anspruch und Dauer klar über alles bisher Dagewesene hinaus. Die vertrauten Melodien von Andrew Lloyd Webber stellten dem bedrohlichen Motiv des Phantoms auch Glanz und Pracht der Pariser Oper und Sehnsucht und Hingabe von Christines erster Liebe entgegen. Von Liebe nichts wissen will Bonds Gegnerin in „Diamonds Are Forever“. Die Sängerin Julia Kratzer traf perfekt den hauchig verruchten Ton einer Femme fatale und gab dem Filmsong damit den letzten Kick. Als Überleitung zum Titel „Jambo Afrika“ stellte der Vorsitzende Andreas Landau nochmals dar, wie es in Kooperation mit Klaus Schwenk von Pro Kapsogo zur Kenia-Reise des JUGGE in den Faschingsferien kam und bedankte sich bei den Afrikanern rund um den kenianischen Parlamentarier Joshua Kandie.

Melancholische Erinnerung an einen kenianischen Popsong 

Im Stück mischten sich Klänge, die die majestätische Weite der Landschaft und in sehr kreativer Weise die Tierlaute nachbildeten, mit dem Anklang von Trommelmusik voller Lebensfreude, um in einer melancholischen Erinnerung an den kenianischen Popsong „Jambo Bwana“ zu enden. Parallel zum Stück lief eine Diashow über die Erlebnisse des A-Orchesters in Kenia. Nachdem das Publikum vor Begeisterung im Stehen applaudierte, verabschiedeten sich beide Orchester gemeinsam mit dem von Julia Kratzer gefühlvoll gesungenen „One Moment In Time“. (AL)

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