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Männerchor und Symphonieorchester Stadtb

25.11.2009

Erstaufführung einer Orgelfantasie kommt gut an

Die Orgel stand im Mittelpunkt des Konzertes des Stadtberger Symphonieorchesters und des Männerchores in der Kirche Maria Hilf in Stadtbergen.

Stadtbergen (AL) - Die Orgel stand am Totensonntag im Mittelpunkt des Konzertes des Stadtberger Symphonieorchesters und des Männerchores in der Kirche Maria Hilf in Stadtbergen.

Den Anstoß für das Konzert gab der Wunsch des Aystetter Organisten Wolfgang Thoma, ein unveröffentlichtes Manuskript einer Orgelfantasie von Arthur Piechler, das er besitzt, in Augsburg erstmalig aufzuführen. "Für den Stadtberger Männerchor eine einmalige, tolle Herausforderung", so Chorleiterin Sylvia Luther. Da gleichzeitig auch die Zusammenarbeit mit dem Stadtberger Symphonieorchester mit Brahms' Altrhapsodie angedacht war, lag es nahe, diese beiden Stücke gemeinsam aufzuführen.

Den Auftakt machten Orgel und Orchester unter der Leitung von Heinz Dannenbauer mit dem Konzert in d-Moll von Hans Franke. In einer Art Frage- und Antwortspiel begegneten sich hier Solist und Orchester recht schwungvoll in vielen romantischen Versatzstücken. Kämpfte das Orchester auch anfänglich mit Intonationsproblemen, gelang doch im Verlauf der drei Sätze eine ausgewogene Balance und fröhliche Stimmung.

Erstaufführung einer Orgelfantasie kommt gut an

In Piechlers Orgelfantasie "O Ewigkeit, du Donnerwort", komponiert für Männerchor, drei Posaunen, Tuba und Pauke, konnte Wolfgang Thoma sein ganzes virtuoses Können an der Orgel entfalten. Souverän und kraftvoll agierte er als Solist und interpretierte Piechlers modernen, richtungsweisenden Kompositionsstil im Bereich der Orgel bewusst als Gegensatz zur kontrapunktisch unterlegten choralartigen Begleitung des Männerchores, dirigiert von Sylvia Luther. Dieser bewältigte seinen Part mit Wucht und Dramatik, unterstützt und geführt von dem hervorragenden Bläserquartett um den Posaunisten Thomas Ehrmann.

Profilierte Sängerin als Gastsolistin

Mit der Mezzosopranistin Henrike Paede stand den beiden Stadtberger Laienensembles eine weitere profilierte Musikerin zur Seite. Zu Brahms' Rhapsodie vereinigten sich Solistin, Orchester und Chor nun wieder unter Führung von Heinz Dannenbauer im Altarraum. Leider hatten die Protagonisten hier mit der indifferenten Akustik des Kirchenraums zu kämpfen.

Die dreisätzige Komposition, basierend auf einem Goetheschen Fragment, entwickelt ihre Dramatik aus der Steigerung vom Seelenschmerz hin zum erlösenden melodiösen Liebesgebet. Mit ihrer wohltönenden, weichen Altstimme gab Henrike Paede dem Stück die notwendige Ausdrucksstärke. Dem Orchester wie auch dem Chor gelang eine überzeugende Begleitung der Solistin. Dankbarer Applaus eines gut gefüllten Auditoriums.

Wiederholung am Samstag, 5. Dezember, in evangelisch Heilig Kreuz in Augsburg.

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