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Horgau

11.11.2019

Es gibt neue Pläne für den Dorfladen in Horgau

Im Herzstück Horgau soll es auch Trockenprodukte wie Nudeln, Reis, Müsli, Kerne und Kaffee aus Schütten zum Selbstabfüllen geben. 
Bild: Anja Dördelmann

Im neuen Dorfladen soll es regionale Bioprodukte geben. Doch bis das Geschäft öffnet, dauert es deutlich länger als ursprünglich geplant.

Seit Monaten fragen sich viele Horgauer: Wann öffnet der Dorfladen Herzstück? Nun stellte ein Planer den aktuellen Stand vor. Bis das neue Geschäft öffnet, wird es wohl noch dauern.

Daniel Kükenhöhner vom Planungsbüros Petzinger berichtete bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats über das Projekt. Entsprechend groß war auch die Beteiligung der Herzstück-Genossen in der vergangenen Sitzung. Ein genehmigter Bauantrag für die Augsburger Straße lag der Gemeinde vor. Durch die Überprüfung vom Experten hatte eine neue Raumeinteilung ergeben. Der Toiletten- und Gangbereich wurde umgestaltet und verkleinert. Dadurch konnten etwa 20 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche gewonnen werden. Im neuen Plan ist Bürgermeister Thomas Hafner aufgefallen, dass die Wand zwischen Heizungsraum und Kühlraum verschoben wurde und der Putzraum weggefallen ist.

Ein kompletter Rundlauf im Uhrzeigersinn

Kükenhöhner sah in dem neu erarbeiteten Raumaufteilungsentwurf eine größere Fläche für die künftige Verkaufsfläche, wenn der Toiletten- und Gangbereich umgestaltet werden würden. Denn durch eine Optimierung der Flächen könne mehr Raum und mehr Flexibilität gewonnen werden. Durch einen Wanddurchbruch könne ein kompletter Rundlauf im Uhrzeigersinn geschaffen werden. Regale sollen auf Rollen gestellt werden, damit sie leichter zu verschieben sind, wenn beispielsweise zusätzlicher Platz für Veranstaltungen benötigt wird. Kükenhöhner schlug vor, die Lüftungsanlage in die abgehängte Decke zu integrieren, anstatt sie an der Wand zu platzieren.

Es gibt neue Pläne für den Dorfladen in Horgau

Eine weitere Variante zeigte auf, dass der bisherige Personalraum auch noch als zusätzliche Verkaufsfläche umgewandelt werden könnte, um dadurch nochmal zehn Quadratmeter zu gewinnen. Ein Anbau am hinteren Teil des Gebäudes kann zusätzlich Platz für beispielsweise Leergut, Abfall oder Kühlzellen schaffen. Die Fensterfront zur Nordseite sollen durch Folien von innen beklebt und mit beweglichen Regalen zugestellt. Das vorgestellte Konzept sieht im Toilettenbereich zwei Schiebetüren vor.

Verkaufsraum kann vergrößert werden

Insgesamt kann dadurch der Verkaufsraum von bisher 190 auf 220 Quadratmeter vergrößert werden. Einige der genannten Punkte der Planung kann Bürgermeister Thomas Hafner durchaus zustimmen. Mit dem Anbau kann sich Hafner momentan nicht anfreunden. Damit wolle er abhängig vom Erfolg des Herzstücks noch ein bis zwei Jahre warten. Schwer vorstellbar ist für ihn auch der Wegfall des Putzraums.

Nun soll ein Statiker wegen der Durchbrucharbeiten beauftragt werden. Außerdem müsse der Brandschutz aufgrund der geänderten Räumlichkeiten geprüft werden.

„Das Herzstück trifft den Zeitgeist“

Alexander Kohler (CSU) hätte zu diesem vorgestellten Plan „schon gerne eine Kostenschätzung.“ Da in dieser Sitzung der Mehraufwand nicht genau beziffert werden konnte, wurde eine Entscheidung um drei Wochen verschoben, auch wenn diese erneute zeitliche Verzögerung schmerzhaft ist, wie Hafner verlauten ließ. Erst dann könne sich der Gemeinderat sich mit konkreten Zahlen beschäftigen. „Das Herzstück trifft den Zeitgeist. Wir wollen die Genossenschaft stärken. Bisher wurde darüber nur geredet, jetzt soll auch was passieren.“

Geht es nach den Vorstellungen des Experten, könne als Eröffnungstermin der September 2020 angepeilt werden.

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