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Meitingen

10.01.2015

„Es soll wieder ein Vereinsleben geben“

Einigkeit am Tag nach der Wahl: Pius Rau (links) und Harry Kiesewetter nahmen nicht nur die Wahl an – sondern nehmen die ihnen gestellten Aufgaben auch aktiv in Angriff. Dazu gehört auch das Wegfegen der Probleme, die dem gewünschten Vereinsleben im Weg stehen.

Die neuen Feuerwehrvorstände stürzen sich aktiv in ihre neuen Aufgaben. Es warten viele Herausforderungen

Neuwahlen bei der Freiwilligen Feuerwehr Meitingen. Schon wieder? Richtig bemerkt, denn erst im vergangenen Jahr wurde eine neue Wahlperiode eingeläutet. Nach der langwierigen Wahl im Januar 2014, aus der Julia Zärle nach drei Wahlgängen und einem Plädoyer von Zweitem Bürgermeister Rudolf Helfert als neuer Vorstand hervorging, quittierte sie nach nur wenigen Monaten ihren Dienst – aus familiären Gründen. Roland Kempf, der 2. Vorstand, übernahm kommissarisch die Aufgaben – bis bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung am 5. Januar erneut der komplette Vorstand gewählt wurde.

Nach einer Stichwahl konnte Pius Rau die Wahl für sich entscheiden, doch eigentlich sei alles anders geplant gewesen ... Im Vorfeld sei viel in der Mannschaft gesprochen worden. Pius Rau sollte als 2. Vorstand fungieren, Harry Kiesewetter als 1. Vorstand. Doch dann kam es genau andersherum.

Am Tag danach scheinen beide zufrieden mit dem Ausgang der Wahl, kümmern sich nicht um Rang 1 und 2, sondern machen sich daran, die To-do-Liste aufzuteilen. „Die Vorbereitungszeit für den Tag der offenen Tür ist kurz“, erklärt Harry Kiesewetter. Und Pius Rau ergänzt: „Zudem sind wir der Patenverein von der Freiwilligen Feuerwehr Wertingen, die ihr 150. Jubiläum feiert.“

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Doch die Aufgaben sind nur eine Baustelle, die es zu bewältigen gilt. Daneben lauern viele Herausforderungen. „Es soll wieder ein Vereinsleben geben“, steckt Pius Rau sich ein hohes Ziel. Aktive Mitglieder sollten ebenso über die Feuerwehr Bescheid wissen wie ehemalige Aktive und fördernde Mitglieder. „Neue Ideen sollen eingebracht werden – und dürfen auch nicht mehr unter den Tisch fallen“, ergänzt Harald Kiesewetter. So herrscht bei den Vorständen erst mal Einigkeit über die Zukunft des Vereins. Doch wer führt eigentlich künftig den Verein an?

Pius Rau ist bereits seit 2006 aktives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Meitingen. Für ihn ist es sein Beitrag am öffentlichen Leben, in der Gemeinde aktiv teilzunehmen. Der 43-Jährige weiß, wo seine Schwächen liegen, und gibt zu: „Ich habe ein furchtbar schlechtes Namensgedächtnis und habe jetzt schon Angst davor, bei offiziellen Anlässen zu vergessen, irgendjemanden zu begrüßen.“ Dafür punktet er aber auch mit einer großen Stärke: „Ich stehe zu dem, was ich sage – auch wenn es nirgends geschrieben steht.“

Auch Harald Kiesewetter bezeichnet sich selbst als geradlinig und zuverlässig. Der 36-Jährige lernte bei der SGL-Werksfeuerwehr Meitinger Floriansjünger kennen – und findet seit 2011 auch privat die Möglichkeit, sich als aktives Mitglied der Meitinger Feuerwehr zu engagieren. Auch er gibt sich selbstkritisch: „Manchmal habe ich recht eigensinnige Ideen.“ Doch vielleicht können diese ja auch zum neuen Motor des Vereinslebens werden.

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