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Musik

09.11.2017

„Es war großes Kino für die Ohren“

Die Soundtracks großer Kinofilme präsentierten die Ehinger Musikanten in der Kirchberghalle.
Bild: Monika Matzner

Zuhörer sind begeistert vom Filmmusikabend mit Ehinger Musikanten in Allmannshofen

Einen Hauch von Hollywood haben die Ehinger Musikanten bei ihrem Filmmusikabend in die Kirchberghalle nach Allmannshofen gebracht – für die Konzertbesucher wurde quasi der rote Teppich ausgerollt. Die Musiker unter der Leitung von Thomas Nieberle präsentierten die Soundtracks großer Kinofilme. Die Herausforderung wurde von der Blaskapelle mit Bravour gemeistert und machte den Abend samt Popcorn und Co. zu einem gelungenen Gesamtwerk. Vorsitzender Matthias Matzka stellte in seinen Grußworten die Intention dieses Konzertabends heraus: „Einfach das Kinofeeling hören, fühlen und schmecken.“

Die Ehinger Musikanten fühlten sich im Genre der Filmmusik sichtlich wohl. Eine erste große Herausforderung nahmen sie mit der Sinfonie Nummer 1 „Lord of the Rings“ von Johan de Meij an – nach Motiven aus Tolkiens gleichnamigem Romanzyklus hat Paul Lavender ein Konzertwerk für Blasorchester arrangiert. Die Melodien spiegeln die sagenhaften Figuren und Orte aus J.F.F Toliens großem Romanwerk wider. Der Solopart an der Klarinette wurde von Angela Langner vorgetragen. Anschließend ging es in den Wilden Westen mit Filmmusik aus „Der mit dem Wolf tanzt“ von Komponist John Barry – wobei nicht nur die ergreifende Titelmelodie „Looks Like A Suicide“ mit dem Solisten Klaus Leser auf der Trompete begeisterte.

Wer kennt ihn nicht, den Klassiker Robin Hood, König der Diebe, mit Kevin Kostner in der Hauptrolle? Zum Auftakt nach der Pause kam hierzu das Arrangement von Paul Lavander für Blasorchester zur Aufführung, es orientiert sich über weite Strecken am Originalsoundtrack. Mit der höchsten Schwierigkeitsstufe bot das Werk alles, was Filmmusik bieten kann – gekrönt vom Titelsong „Everything I do I do it for You“ als Solo für Oboe, gespielt von Frederike Schludi. Weiter entführten die Ehinger Musikanten ihre Zuhörer mit Filmmusik von „Brave“ in die schottischen Highlands, der Disneyfilm kam in Deutschland unter dem Titel Merida in die Kinos. Die Filmmusik mit mal kraftvollen, mal lyrisch und teilweise keltisch angehauchten Melodien bot ein besonderes Klangerlebnis, insbesondere durch das bravourös gespielt Solo auf der Piccolo-flöte von Carolina Gärtig. Mit Johan de Meijs arrangiertem „Moment for Morricone“ endete das Programm. Die Westernklassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Zwei glorreiche Halunken“ erzeugten dabei Gänsehautmomente im Konzertsaal.

Natürlich durften die Ehinger Musikanten nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen. So gab es als Schlusspunkt noch eine musikalische Überraschung. Dirigent Thomas Nieberle, selbst Saxofonist, legte den Taktstock beiseite und bot mit „Manamana“ aus der bekannten Muppet-Show eine solistische Einlage im Big-Band-Stil auf dem Baritonsaxofon. Das Zusammentreffen zwischen musizierendem Dirigenten und Blasorchester setzte einen letzten Höhepunkt. Lang anhaltender Applaus und viele lobende Worte zeigten die Begeisterung des Publikums. Wie etwa Besucherin Diana Zerle, die vom Konzertabend schwärmte: „Es war großes Kino für die Ohren.“

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