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Meitingen

28.06.2017

Explosion in den Lech-Stahlwerken: Produktion steht über eine Stunde still

Weithin war die schwarze Rauchsäule über den Stahlwerken in Meitingen zu sehen.
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Weithin war die schwarze Rauchsäule über den Stahlwerken in Meitingen zu sehen.
Bild: Benni Schmoll

Eine Rauchsäule steigt nach dem Brand in einer technischen Regelungsanlage der Lech-Stadtwerke in Meitingen auf. Jetzt ermittelt die Kripo nach der möglichen Ursache.

Ein Knall und dann eine Rauchsäule, die in den Himmel stieg und kilometerweit zu sehen war: Kurz vor 15 Uhr war gestern eine technische Regelungsanlage der Lech-Stahlwerke in Meitingen-Herbertshofen in Brand geraten. Aus Sicherheitsgründen wurden die meisten Anlagen des Stahlwerks heruntergefahren – die Produktion stand für etwa eineinhalb Stunden still. Die Kripo ermittelt jetzt nach der möglichen Ursache.

Meitingen: Feuer bei den Lech-Stadtwerken binnen 30 Minuten gelöscht

Kurz vor 15 Uhr war bei der Polizei die Meldung eingegangen, dass es auf dem Gelände der Lech-Stahlwerke brennt und schwarze Rauchschwaden über dem Werk bereits deutlich sichtbar sind. Anwohner in der Biberbacher Zollsiedlung hatten einen Knall wie bei einer Explosion gehört. Der schwarze Rauch entstand vermutlich durch Öl, das in der technischen Regelungsanlage steckt. Sie sorgt dafür, dass es im Stromnetz außerhalb des Stahlwerks zu keinen Schwankungen kommt, wenn viel Energie für die Produktion benötigt wird.

Kurz nach 15 Uhr hatte die Werksfeuerwehr den Brand unter Kontrolle, und knapp eine halbe Stunde nach Ausbruch war das Feuer endgültig gelöscht. Vor Ort war nach Auskunft der Lech-Stahlwerke auch die Feuerwehr aus Herbertshofen. Personen kamen nach Auskunft des Polizeipräsidiums Schwaben Nord nicht zu schaden. Auch für die Umwelt sei keine Gefahr ausgegangen, teilte das Unternehmen nach Rücksprache mit dem Landratsamt mit. Ob es Stromausfälle im Umfeld der Stahlwerke gab, ist nicht bekannt.

Höhe des Schadens durch Feuer ist noch nicht bekannt

Die Höhe des Sachschadens an der technischen Regelungsanlage, die sich im nordöstlichen Teil des Stahlwerke-Geländes befindet, konnte gestern nicht abgeschätzt werden. Auch der Schaden durch den eineinhalbstündigen Produktionsausfall stand gestern Abend noch nicht fest.

Die Lech-Stahlwerke mit rund 800 Mitarbeitern sind Teil der Unternehmensgruppe Max Aicher. Er baute ein milliardenschweres Firmenimperium auf. Die Geschäftsfelder sind Stahl und Produktion, Umwelt und Recycling, Immobilien und Projekte, Bau und Konstruktion sowie Freizeit und Tourismus. Die Max-Aicher-Unternehmensgruppe zählt insgesamt 3500 Mitarbeiter in 18 Ländern und erwirtschaftet nach eigenen Angaben im Durchschnitt rund eine Milliarde Euro im Jahr. Die Lech-Stahlwerke in Herbertshofen dürften jährlich 1,1 Millionen Tonnen Rohstahl produzieren. Zum Vergleich: Die geplante Produktion bei der Eröffnung des Werks 1972 lag bei 300000 Tonnen im Jahr. Gegründet wurde das Werk 1970 als Bayerische Elektrostahlwerke GmbH.

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