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Meitingen

27.06.2017

Explosion in den Lechstahlwerken

Große Aufruhr gab es am Mittag in den Lechstahlwerken. Dort kam es zu einem Brand.
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Große Aufruhr gab es am Mittag in den Lechstahlwerken. Dort kam es zu einem Brand.
Bild: Marcus Merk

Bei den Lechstahlwerken (LSW) in Meitingen (Kreis Augsburg) hat es eine Explosion und einen Brand gegeben. Die Rauchsäule war weithin zu sehen.

Ein lauter Knall und dann eine Rauchsäule, die in den Himmel stieg und kilometerweit zu sehen war: Kurz vor 15 Uhr war eine technische Regelungsanlage aus unbekannter Ursache im Außenbereich der Lech-Stahlwerke in Meitingen-Herbertshofen in Brand geraten. Aus Sicherheitsgründen wurden die meisten Anlagen des Stahlwerks heruntergefahren – die Produktion stand für etwa eineinhalb Stunden still. Die Kripo ermittelt jetzt.

Kurz vor 15 Uhr war bei der Polizei die Meldung eingegangen, dass es auf dem Gelände der Lech-Stahlwerke brennt und schwarze Rauchschwaden über dem Werksgelände bereits deutlich sichtbar sind. Anwohner in der Biberbacher Zollsiedlung hatten einen Knall wie bei einer Explosion gehört.

Der schwarze Rauch entstand vermutlich durch Öl, das in der technischen Regelungsanlage steckt. Sie sorgt dafür, dass es im Stromnetz außerhalb des Stahlwerks zu keinen Schwankungen kommt, wenn viel Energie für die Produktion benötigt wird.

Niemand wurde verletzt

Kurz nach 15 Uhr hatte die Werksfeuerwehr den Brand unter Kontrolle und knapp eine halbe Stunde nach Ausbruch war das Feuer endgültig gelöscht. Vor Ort war nach Auskunft der Lech-Stahlwerke auch die Feuerwehr aus Herbertshofen. Personen kamen nach Auskunft des Polizeipräsidiums Schwaben Nord nicht zu schaden. Auch für die Umwelt sei keine Gefahr ausgegangen, teilt das Unternehmen nach Rücksprache mit dem Landratsamt mit. Die Höhe des Sachschadens an der Regelungsanlage, die sich im nordöstlichen Teil des Stahlwerke-Geländes befindet, konnte nicht abgeschätzt werden. Auch der Schaden durch den eineinhalbstündigen Produktionsausfall stand noch nicht fest.

Die Lech-Stahlwerke mit rund 800 Mitarbeitern sind Teil der Unternehmensgruppe Max Aicher. Er baute ein milliardenschweres Firmenimperium auf. Die Geschäftsfelder sind Stahl und Produktion, Umwelt und Recycling, Immobilen und Projekte, Bau und Konstruktion sowie Freizeit und Tourismus. Die Max-Aicher-Unternehmensgruppe zählt insgesamt 3500 Mitarbeiter in 18 Ländern und erwirtschaftet nach eigenen Angaben im Durchschnitt rund eine Milliarde Euro im Jahr.

Die Lech-Stahlwerke in Herbertshofen dürfen jährlich 1,1 Millionen Tonnen Rohstahl produzieren. Zum Vergleich: Die geplante Produktion bei der Eröffnung des Werks 1972 lag bei 300 000 Tonnen im Jahr. Gegründet wurde das Werk 1970 als Bayerische Elektrostahlwerke GmbH.

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