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Förderprogramm

07.03.2020

Familienzentrum erhält mehr Unterstützung

Die Leiterin des Familienzentrums Meitingen Doris Zahn (links) freut sich über das Siegel „Familienstützpunkt“ für ihre Einrichtung, zu dessen Übergabe auch Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (Mitte) kam.
Bild: Marcus Merk

Einrichtung in Meitingen ist jetzt auch Familienstützpunkt

Ein neues, zusätzliches Schild ist seit Freitag am Eingang zum Familienzentrum Meitingen zu sehen. Die Einrichtung, die von der St. Gregor Kinder-, Jugend- und Familienhilfe betrieben wird, erhielt von der bayerischen Familienministerin Carolina Trautner das Siegel „Familienstützpunkt“.

Insgesamt gibt es nach Angaben von Trautner in Bayern derzeit 159 Familienstützpunkte, mit Meitingen sind es im Landkreis Augsburg nun fünf. Sie ergänzen und erweitern das Angebot bereits bestehender Einrichtungen um den Bereich Familienbildung. So kann das Familienzentrum Meitingen künftig zusätzliche Fördermittel für seine Netzwerkarbeit oder die Organisation von Beratungsangeboten nutzen.

„Es war mir ein Herzensanliegen, hierherzukommen“, erklärte die Ministerin, weil das Thema Familienbildung an der Einrichtung in Meitingen hohe Wertschätzung erfahre. Der Bedarf an Bildung und Beratung für Familien, aber auch für den Austausch unter Eltern sei mit der Zeit immer größer geworden. Einer der Gründe dafür sei, dass Familien heute nicht mehr so nah beieinanderleben, etwa weil die Kinder aus beruflichen Gründen in viel größerer Entfernung wohnen. Früher dagegen haben Oma und Opa viel leichter einen Rat geben können, wenn sie nicht weit weg von der Familie leben.

Familienzentrum erhält mehr Unterstützung

Auch das Meitinger Bildungsprogramm „KunststückFamilie“ profitiert von der neuen Einstufung als Familienstützpunkt. Für dieses Jahr sind allein im Rahmen dieses Programms 27 Veranstaltungen geplant. Es existiert bereits seit dem Jahr 2003, blickt Doris Zahn zurück. Die Leiterin des Familienzentrums erinnert sich an die damaligen Überlegungen, wie Prävention geht. Zudem kam der damalige Meitinger Bürgermeister Alfred Sartor und stellte die Frage, wie man auch Eltern erreiche, die keine Probleme haben. „Wir sollten Familienbildung erfinden“, erklärt Zahn mit Blick auf den Start des Programms.

Heute organisiert das Familienzentrum insgesamt mehr als 40 Veranstaltungen und Vorträge im Jahr. Seit Januar sind auch die digitalen Medien ein Schwerpunkt, unter dem Motto „Starke Kinder – emotional und digital“ sollen Eltern bei der Aufgabe unterstützt werden, den Umgang vor allem jüngerer Kinder mit dieser neuen Technik zu gestalten. Darüber hinaus gibt es seit sechs Jahren ein Fortbildungsprogramm für das pädagogische Personal von Krippen, Kindergärten und Schulen, um Hilfestellung bei der Förderung von Kindern zu geben. Seit dem vergangenen Jahr können dies auch Mitarbeiter der Mittagsbetreuung nutzen.

Die weitere Unterstützung durch die Marktgemeinde sagte Bürgermeister Michael Higl zu. Es sei heute normal, dass man hineingeht, Fragen stellt und Beratung bekommt. Wer ein Problem mit Kindern oder in der Familie hat, werde ganz selbstverständlich ins Familienzentrum geschickt. Zudem lobte er die Zusammenarbeit mit der St.-Gregor-Jugendhilfe – wenn es von dort Anfragen an die Gemeinde gebe, seien sie immer gut durchdacht, und die Leistungen kommen bei den Bürgern an.

Auch der stellvertretende Landrat Heinz Liebert zeigte sich stolz auf den Erfolg der Einrichtung. Der Landkreis Augsburg, der sie ebenfalls unterstützt, nehme das Thema Bildung ernst, es sei ein großer Posten im Etat.

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