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Tournee

21.11.2017

Fasziniert von einem großen deutschen Lyriker

Richard Schönherz und Angelica Fleer vom Rilke-Projekt.
Bild: Ralf Braun

Angelica Fleer und Richard Schönherz verbinden im „Rilke-Projekt“ Gedichte mit Musik. Nun kommt es nach Gersthofen

Lyrik steht gemeinhin weniger in der öffentlichen Aufmerksamkeit als Romane oder Sachbücher. Dass sich aber auch mit Gedichten viele Menschen begeistern lassen, zeigt seit Jahren das „Rilke Projekt“ von Richard Schönherz und Angelica Fleer. Derzeit ist es auf Tournee und macht am Sonntag, 26. November um 19 Uhr in der Stadthalle Gersthofen Station.

Mit dabei sind Komponist Richard Schönherz, die Schauspielerin Nina Hoger, Grimme-Preisträger Sebastian Urzendowsky und der Soul-Sänger Edo Zanki und die Rilke-Projekt-Band. Wir sprachen den Projekt-Machern Richard Schönherz und Angelica Fleer.

Wie kam es zu der Idee für das Projekt?

Das ist eine witzige Geschichte. Sie entstand, als wir anfingen, miteinander zu arbeiten. Wir wollten ein Instrumentalalbum herausbringen. Da entdeckte ich auf Richards Keyboard einen Ausschnitt mit dem Rilke-Gedicht „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ – ein Gedicht, das ich ebenfalls sehr liebe. Und so kam der Impuls für das Projekt.

Wie entsteht die Musik?

Wir lassen uns von den Gedichten inspirieren. Dabei gibt’s zwei Ansätze. Die Sänger müssen natürlich die Musik hören.

Und die Schauspieler?

Die Schauspieler bitten wir, die Gedichte, so wie sie sich das vorstellen, einzusprechen. Wir bereiten gewisse musikalische Layouts vor, die wir dann bei Bedarf modifizieren können. Manchmal passt aber auch das, was der Schauspieler will, von Anfang an perfekt dazu.

Es hat uns verblüfft, dass offenbar viele Schauspieler es lieben, Rilke zu sprechen.

Die Liste derjenigen, die mitmachen, liest sich wie das Who is Who der deutschen Schauspieler- und Musiker-Szene. Von Ben Becker bis Iris Berben, von Xavier Naidoo über Caterina Valente bis Peter Maffay. Waren die gleich von Anfang an mit dabei?

Erst mal war es ein Wagnis, das die Schauspieler mit uns eingegangen sind. Als die erste CD sehr erfolgreich war und weil ihnen unsere Umsetzung gefiel, machten die anderen auch gerne mit. Und über die Jahre hinweg haben wir uns einen gewissen Namen gemacht und das Projekt hat einen guten Ruf.

Wie kam das Projekt von der Konserve zur Bühne?

Nach unseren ersten drei CDs lag es nahe, das Rilke Projekt auf die Bühne zu bringen, um die direkte Resonanz des Publikums zu erleben. Ich spiele dabei auf der Tournee in der Band Klavier – auch in Gersthofen.

Für die Bühne mussten wir noch einmal ganz neu an das Projekt herangehen. Das war spannend. Ich kümmere mich dabei um die dramaturgische Abfolge der Titel sowie der themenbezogenen Texte Rilkes, die zwischen den Gedichten gelesen werden und habe die Proben begleitet.

Sie haben auch ein erfolgreiches „Hesse-Projekt“ realisiert. Sind schon weitere neue Themen geplant?

Es gab bereits 2015 unser „Amo-Projekt“ mit gesammelten Liebesgedichten aller Epochen aus der ganzen Welt. Das ist, so glauben wir, wunderbar gerworden. Leider ist da das Marketing nicht so geglückt, sodass nur wenige Menschen es offenbar kennen.

„Rilke-Projekt Melodie der Dinge“ am Sonntag, 26. November, ab 19 Uhr, Stadthalle Gersthofen. Karten gibt’s an der Theaterkasse der Stadthalle im Ballonmuseum, Bahnhofstraße 12 sowie bei unseren Servicepartnern „Der Buchladen“ (Gersthofen) und Modellbau Koch (Stadtbergen).

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