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Faule Störche: Das ist gut so

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Kommentar Von Maximilian Czysz
28.02.2019

Was zum Geier ist denn das? Sind die Störche in unseren Breiten wirklich faul geworden?

Statt die Hufe zu schwingen, pardon die Flügel, bleibt das Federvieh immer öfter im Winter daheim. Diedorf in Schwaben statt Daressalam in Tansania. Die weniger flügellahmen Exemplare schaffen es immerhin noch an den Rand von Europa.

Die Ornithologen bestätigen den Trend: Weißstörche haben sich in den vergangenen Jahren den Flug über die Meerenge von Gibraltar gespart. Das mag weniger an den drohenden komplexen Einreiseformalitäten bei einer Zwischenlandung auf dem Hoheitsgebiet des britischen Außenpostens liegen. Nein. Den Störchen gefällt es in Spanien ganz einfach.

Auch immer mehr deutsche Rentner wählen das Land mit Sonnenscheingarantie als zweite Adresse, um dort die Wintermonate zu verbringen. Sie genießen dort das milde Klima, Rioja, Tapas und Jamón Serrano. Die Störche ziehen in Spanien einfachere Kost vor: Sie zerpflücken das, was Menschen hinterlassen. Nämlich Müll. Allerdings könnte ein falscher Bissen auch der letzte sein. Und: Meister Adebar verliert als Müllschlucker Sympathie. So gesehen ist es doch besser, wenn die Störche hierbleiben und die bayerische Kulinarik genießen.

Die Situation der Störche im Augsburger Land haben Storchenexperten in unserem Artikel erklärt: Die ersten Störche sind gelandet

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