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Meitingen

25.10.2020

Favorit wird seiner Rolle gerecht

Dieses war der erste Streich! Denis Buja hat das 1:0 für den TSV Meitingen erzielt. Wertingens Torhüter Sandro Scherl ist am Boden zerstört, Marcel Gebauer kann es nicht fassen.
Bild: Georg Fischer

TSV Meitingen gewinnt das Derby beim TSV Wertingen mit 3:1, weil Torjäger Denis Buja den Unterschied macht

Ausgeglichene Anfangsphase, einseitiges Ende – zu Beginn konnte Gastgeber TSV Wertingen dem Favoriten TSV Meitingen noch Paroli bieten, doch am Ende war der Aufstiegsaspirant beim 1:3 (1:2) doch eine zu große Nummer für den Aufsteiger. Während der Gastgeber an den eigenen Unzulänglichkeiten in Hälfte zwei sichtlich zu knabbern hatte, konnte der TSV Meitingen erstmals seit dem Re-Start mit drei Auswechselspielern frischen Wind und damit die lange vermisste Souveränität in die Schlussphase einer Partie bringen.

Ein Derby, wie es sein muss. Nach etwa zehnminütiger Abtastphase nahm das prestigeträchtige Duell so richtig an Fahrt auf. Das erste Ausrufezeichen setzte der Gastgeber selbst durch einen direkten Freistoß von Christoph Prestel. Luca Peuser glänzte mit einem starken Reflex (14.). Der TSV Wertingen hatte zu diesem Zeitpunkt das Zepter in der Hand. Für die erste Meitinger Großchance und damit für das Kippen des Spieles sorgte schließlich Mateo Duvnjak, der einmal mehr zum Dreh- und Angelpunkt der Meitinger Offensive avancierte. Nach einem Steilpass von Matthias Schuster musste Wertingens Schlussmann Sandro Scherl Hals über Kopf in den Ball springen, um diesen noch irgendwie vor Duvnjak zu erreichen – dieses Einsteigen war sichtlich schmerzhaft (16.). Nur eine Minute später zappelte die Kugel dann im Netz. Nachdem sich Schuster gegen fünf Wertinger Abwehrspieler stark behauptete und den Ball zu Nemanja Ranitovic stocherte, schlenzte der 31-Jährige den Ball ins lange Eck (17.).

Geschockt vom Gegentreffer fehlte es dem TSV Wertingen plötzlich an der anfänglichen Agilität und dem Selbstbewusstsein. Mit Mühe und Not verteidigte man gegen Denis Buja, Alexander Heider und letztlich Duvnjak (19./21./29). Zwischenzeitlich neutralisierte sich das Spielgeschehen zwar, der TSV Meitingen drückte jedoch auf das 0:2. Mit einer weiten Flanke bediente Heider den in der Mitte komplett alleingelassenen Buja, welcher per Kopf und Bogenlampe über Heim-Keeper Scherl über den Innenpfosten zur Zwei-Tore-Führung einnickte (40.). Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte aber wieder den Gastgebern: In der 43. Minute führte Ex-Meitinger Florian Prießnitz einen Freistoß schnell aus und schickte Lukas Schwarzfischer, der aus spitzem Winkel zum 1:2-Anschluss einschob – hier sah die Meitinger Hintermannschaft nicht gut aus. Ähnliches Bild in der Nachspielzeit. Prießnitz fasste sich ein Herz und knallte die Kugel aus 20 Metern an den Pfosten (45.+3).

Umgekehrtes Bild nach Wiederanpfiff. Der TSV Meitingen machte von Beginn an Druck und hebelte die Defensive des Gastgebers mit sehenswerten Pass-Stafetten aus. Doch Buja verfehlte von der Strafraumkante knapp (48.). Allmählich wurde das Derby auch körperbetonter. Unter anderem setzte Duvnjak gegen Andreas Kotter ein Zeichen, Kotter selbst kam wenig später gegen Buja zu spät. Beides wurde folgerichtig mit „dunkelgelb“ bestraft (49./54.). Unverständlicherweise war das Spiel des TSV Wertingen von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Die Fahrlässigkeit der Gastgeber sollt nicht unbestraft bleiben: Deppner führte einen Freistoß schnell aus und schickte Duvnjak. Letzterer fand Buja, der den Ball trotz Bedrängung zum 1:3 ins kurze Eck schlenzte (59.). Der Einbahnstraßenfußball der Lechtaler setzte sich nahtlos fort. Heider zog knapp am Tor vorbei (66.). Wertingen antwortete mit Distanzschüssen durch Gebauer und Jaumann.

Am Ende war es der Frust über das eigene Nichtgelingen, die den TSV Wertingen an einem Punktgewinn gegen den teilweise stark aufspielenden Favoriten aus den Lechauen hinderte. Denn während die Elf von Pavlos Mavros bis zum Schlusspfiff ihren Stiefel runterspielte und mit Buja (85.) nochmals eine gefährliche Chance markieren konnte, hielt sich der Aufsteiger zu oft mit eigener Unzufriedenheit und Schiedsrichterentscheidungen auf.

TSV Wertingen: Scherl, Gallenmüller (59. Müller), Fischer, Gebauer (87. Fackler), Kotter, Eising, Prießnitz, Beham, Prestel (72. Weigl), Schwarzfischer (87. Fech), Jaumann.

TSV Meitingen: Peuser, Chouiloulidis, Heiß, Deppner, Ranitovic, Duvnjak, Zach (83. Erhard), Schuster (76. Fichtner), Heider (84. Zegarac), Lettrari, Buja.

Tore: 0:1 Ranitovic (17.), 0:2 Buja (40.), 1:2 Schwarzfischer (43.), 1:3 Buja (59.). – Schiedsrichter: Sebastian Deak. – Zuschauer: 200.

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