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Jahreskonzert

30.01.2019

Felix führt einmal um die ganze Welt

Der Musikverein Wörleschwang hat sich auf eine Weltreise begeben – hier beim Besuch in Böhmen: „Böhmische Liebe“ ist ein Highlight für die Blechblasinstrumente, am Bariton (von links) Stefan Krebs, Lukas Hirle sowie Stefanie Steppich, (von rechts) am hohen Blech Markus Niederhofer, Christoph Hieber, Steffen Kraus, Andreas Hirle sowie Moritz Hofbeck.
Bild: Dieminger

Welche Rolle ein Plüschhase bei den Musikern der Blaskapelle Wörleschwang hat

Zu einer Weltreise entführten die Musiker der Blaskapelle Wörleschwang im Landgasthof Demharter. Los ging’s mit dem „Astronautenmarsch“ von Josef Ullrich. Markus Niederhofer überzeugte mit einem solistischen Intro an der Trompete. Die jungen Musiker übernahmen während des Konzertes die Moderation und präsentierten den Zuhörern nicht nur Informationen zum Programm, sondern berichteten auch in kurzen Anekdoten über die Probenarbeit. Auch der Plüschhase namens Felix berichtete von seinen Erlebnissen.

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„Hinterm Horizont“ ging es weiter auf der Reise der Kapelle. Passend zum gleichnamigen Musical nahmen die Musiker ihre Zuhörer mit auf eine Reise in die Vergangenheit Berlins. Die Melodien erlaubten ihnen einen Einblick in die Liebesgeschichte Udo Lindenbergs. Mit „Return of the Vikings“ von Bert Appermont ging die Weltreise noch einen großen Schritt zurück in die Vergangenheit.

Die Melodien beschwörten Bilder von kämpferischen, aber auch tapferen und stolzen Wikingern herauf, begleitet von düsteren Schlagzeugklängen. Unterbrochen wurden sie von einer kurzen idyllischen Passage, die eine schöne Landschaft untermalte, welche vielleicht die Rückkehr der Wörleschwanger Musiker-Wikinger im nebeligen Zusamtal beschrieb. Mächtige Klänge der Blechbläser verwandelten den Saal in eine Wikingerlandschaft.

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Nach dem Besuch bei den Wikingern ging es in den Wilden Westen zu „Winnetou und Old Shatterhand“. Mit Leichtigkeit präsentierten die Wörleschwanger Musiker ihr Zusammenspiel und luden die Gäste ein, sich auf eine musikalische Reise zum „Schatz am Silbersee“ sowie weiteren bekannten Filmhits zu machen. Als besonderen Höhepunkt empfanden einige ältere Konzertbesucher das Stück „Im sonnigen Süden“ von Franz Bummerl. Seit über 35 Jahren befindet sich dieses Stück im Repertoire der Wörleschwanger Musiker. Spanische Rhythmen und bekannte Melodien wie der „Spanische Zigeunertanz“ luden auf einen flotten Abstecher nach Spanien ein.

Bevor der Plüschhase Felix in Afrika aus dem Safari-Jeep fiel, ehrten die Musiker noch verdiente Mitglieder.

Beim Aufenthalt im heißen Afrika („African Inspiration“) ahmten die Musiker die Elefantenherden nach sowie faszinierende Rhythmen und Gesänge Afrikas. Markus Götz arrangierte das Stück für Blasorchester und verlieh den afrikanischen Melodien, Rhythmen und Trommelklängen einen modernen europäischen Jazz-Einfluss. Ruhiger wurde es nach der Pause beim Aufenthalt in Australien und dem wohl bekanntesten australischen Stück „Sound of Silence“, welches die Oberflächlichkeit der Menschen beschreibt und deren Problem zuzuhören und zu sprechen. Dass die Musiker durchaus zuhören, bewiesen sie beim klangvollen Zusammenspiel der Musik von Paul Simon.

Es folgte das wohl abenteuerlichste Konzertstück der Kapelle. Mit „Tokyo Adventure“ zeigten die Schlagzeuger Jochen Kraus und Julian Scherer sowie Karl Hirle an der Posaune, dass sie dem Chaos Tokios durchaus gewachsen sind und ihre Musiker auf der abenteuerlichen Reise durch Tokio sehr wohl stützen können. Heimatlicher wurde es beim Konzertabschluss im Demhartersaal. Mit Klängen aus Böhmen – „Böhmische Liebe“ – und Bayern – „Heublumen-Polka“ – zeigten die Musikerinnen und Musiker, dass ihr eigentliches Herz schon für typische Blasmusik schlägt und ihre Heimat doch bei Polka, Walzer und Marsch liegt. Mit Zugaben vom Komponisten Kurt Pascher – „Moldauwellen“ sowie dem „Kneippianer-Marsch“ – ließ die Kapelle das Herz der Blasmusikfreunde noch einmal höherschlagen. (ming)

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