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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland

20.07.2010

Feuer in der Molkerei

Auf dem Gelände der Müller-Molkerei in Aretsried hat es am Dienstag gebrannt.

Großen Schaden hat ein Brand in der Fertigung der Molkerei Müller in Aretsried gestern früh gegen 6.30 Uhr angerichtet, wie Polizei und Feuerwehr berichten. Ausgelöst wurde der Brand wohl bei Einstellarbeiten an einer Maschine, die für den Druck von Etiketten benutzt wird.

Anfangs wurde gar von einem Millionenschaden ausgegangen. Am Abend sprach die Polizei davon, dass die Schadenshöhe doch etwas geringer ausfällt.

Zwar konnte der direkte Brand, so der Kreisbrandinspektor, von den Beschäftigten vor Ort schnell gelöscht werden. Doch als Schwelbrand verbreitete er sich durch die Lüftungsanlage in den Betriebsräumen weiter. Dadurch kam es zu einer starken Rauchentwicklung, vor allem im ersten Stock.

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Als die Feuerwehren aus Aretsried und Fischach eintrafen, hatten sich die Mitarbeiter des Unternehmens schon ins Freie gerettet, verletzt oder gefährdet wurde bei dem Brand niemand. Die verrauchten Räume wurden mithilfe eines Überdruckbelüfters von der Feuerwehr entraucht.

Dennoch war die Gefahr noch nicht gebannt. Kurz nach 7 Uhr wurde auch die Feuerwehr Diedorf nach Aretsried gerufen, da sie die nächstgelegene Feuerwehr mit einer Wärmebildkamera ist.

Mithilfe der Kamera wurde die Lüftungsanlage auf weitere Brandherde untersucht. Erst gegen 9.30 Uhr war der Einsatz abgeschlossen, bei dem die drei Wehren mit insgesamt rund 40 Männern im Einsatz waren.

Zum entstandenen Schaden neben der Maschine zählen die verrauchten Räume und der Produktionsausfall, sagte gestern ein Polizeisprecher.

Die Kriminalpolizei Augsburg hat Brandfahnder eingesetzt, die im Moment von einem technischen Defekt an der Maschine ausgehen. Das Unternehmen selbst wollte sich zu dem Vorfall gestern nicht äußern.

In dem Werk der Molkerei Müller, dem Stammwerk des heute internationalen Unternehmens, arbeiten weit mehr als 1000 Beschäftigte. Im Schichtbetrieb wird dort rund um die Uhr Milch verarbeitet. Jana Tavelli

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