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Diedorf-Anhausen

28.02.2018

Feuerwehr baut die Sonnenbergalm wieder auf

Viel ist von der Hütte nicht übrig geblieben: Der Vorsitzende der Feuerwehr Anhausen, Heinz-Georg Ebert, erinnert sich mit Schrecken an die Nacht, in der die Sonnenbergalm abgebrannt ist. 
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Die beliebte Hütte im Anhauser Tal ist aus ungeklärten Gründen in Flammen aufgegangen. Damit wollen sich die Feuerwehrleute nicht abfinden

Fröhlich geht es nachmittags sowie an den Wochenenden um und am Sonnenberg im Anhauser Tal zu. Familien treffen sich dort zu einer Rodelpartie, Spaziergänger genießen die Landschaft entlang des Anhauser Bachs. Eine Aufwärmpause wäre eine gute Sache. Doch die beliebte Sonnenbergalm steht nicht mehr für den Genuss eines Glühweins zur Verfügung. Der Treffpunkt ist im vergangenen Sommer abgebrannt. Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Anhausen, Heinz-Georg Ebert, kann bis heute nicht begreifen, dass die beliebte Hütte vermutlich einem Brandanschlag zum Opfer fiel.

Direkt am Fuße des beliebten Rodelbergs hatte die Freiwillige Feuerwehr vor etwa zehn Jahren auf einem zur Verfügung gestellten Areal von etwa 60 Quadratmeter Fläche in Eigenregie einen Platz mit einer Hütte, Unterstand, einer Feuerstelle und einem Holzlagerplatz errichtet, der Sommer wie Winter gerne besucht wurde. Gerade während der klirrenden Wintertage würden Erwachsene und Kinder gerne dort am Feuer sitzen, einen Glühwein oder eine Grillwurst genießen.

Im vergangenen Sommer ist die Sonnenbergalm aus bisher immer noch ungeklärten Gründen abgebrannt. Ein technischer Defekt werde ausgeschlossen, so Ebert. Man vermute Brandstiftung. Der Feuerwehrvorsitzende erinnert sich noch daran, als in der besagten Nacht im Sommer die Anhauser Wehr ausrücken musste, um ihre eigene Hütte, in der viele fröhliche Sommerfeste und Glühweintreffen stattgefunden hatten, zu löschen. „Es war am Sonntag, dem 17. Juli 2017 um 4.04 Uhr, als die Sirene heulte und wir von der Leitstelle erfuhren, dass unsere eigene Hütte in Flammen stand“, weiß er noch genau. Obwohl sie mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Diedorf versucht hatten zu retten, was zu retten war, ist letztlich von den Holzgebäuden nicht mehr übrig geblieben als ein Stück des Zauns. Dieser wurde in den vergangenen Monaten wieder komplett errichtet.

„Holzhütte im Anhauser Tal abgebrannt“ stand damals in der Zeitung, erinnert sich Ebert. Die Umstände seien allerdings dramatisch gewesen. Vor dem Brand habe es eine lange Trockenperiode gegeben, es sei nur großes Glück gewesen, dass es eine Woche vor dem Brand begonnen habe zu regnen. Ansonsten hätte das Feuer auf den Anhauser Wald übergreifen können, und ein großer Teil des Baumbestandes wäre ebenfalls in Flammen aufgegangen und damit ein großer Schaden entstanden, so die Einschätzung des Fachmanns. Bis heute ist Ebert unbegreiflich, was Menschen zu so einer Tat veranlassen könnte. Am Tag nach dem Brand seien zwei Farbdosen auf dem Areal entdeckt worden, die als Brandbeschleuniger gedient haben könnten. Oder hat eine achtlos weggeworfene Zigarette oder ein Streich das Feuer verursacht? Dies alles ist bis heute ungeklärt. Die Freiwillige Feuerwehr Anhausen sei sich jedenfalls keiner Gegner oder gar Feinde bewusst, die ihr schaden möchten, sagt Ebert. „Das besonders Schlimme daran war einfach, dass wir unsere eigene Hütte löschen mussten“, denkt er noch heute sehr ungern an diese Nacht zurück. Den Schaden beziffert er mit rund 5000 Euro, die Eigenarbeiten der Mitglieder der Feuerwehr nicht mitgerechnet.

Die Sonnenbergalm fehlt vor allem älteren Spaziergängern und Jägern im Winter, weiß Ebert. Jedes Wochenende war dort nachmittags geöffnet, bis es dunkel wurde. Manchmal blieben einige Besucher gar bis 20 Uhr, berichtet er von der besonderen Gemütlichkeit des Treffpunkts. Viele Anhauser Bürger seien daher mit der Bitte an die Feuerwehr herangetreten, die Sonnenbergalm wieder aufzubauen. Diesem Wunsch kommen die Feuerwehrleute nach. Im Herbst soll die Sonnenbergalm wieder aufgebaut werden.

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