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Landkreis Augsburg

14.06.2017

Fidget Spinner: Alle drehen durch

Lukas Fichtl vom Spielwarenhändler „Spiel&Freizeit“ in Gesthofen (Hery-Park) zeigt, wie die neuen Fidget-Spinner funktionieren. Zur Zeit herrscht an den Ständen mit dem Spielzeug rege Nachfrage.
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Lukas Fichtl vom Spielwarenhändler „Spiel&Freizeit“ in Gesthofen (Hery-Park) zeigt, wie die neuen Fidget-Spinner funktionieren. Zur Zeit herrscht an den Ständen mit dem Spielzeug rege Nachfrage.
Bild: Benedikt Siegert

Das neue Trend-Spielzeug ist rund und heißt Fidget-Spinner. Warum die Begeisterung so groß ist und es manchmal lange Gesichter gibt.

Es ist das In-Spielzeug in diesen Tagen – der Fidget Spinner. Der Kreisel für nervöse Fingerspitzen ist bei Kindern und Jugendlichen der Renner. Die Scheibchen mit Kugellager in der Mitte funktionieren recht simpel. Mittelfinger und Daumen packen in der Mitte zu, dann wird mit dem Zeigefinger fleißig gedreht.

Das Hype-Spiel ist so begehrt, dass es in manchen Geschäften im Landkreis vergriffen ist. Nicole Kaiser, die Filialleiterin von Müller in Meitingen, berichtet: „Die Nachfrage ist riesig.“ Die Lieferung reiche teilweise nur kurze Zeit und dann gebe es bei den Kindern lange Gesichtern, wenn keine Fidget Spinner mehr da seien. Kaiser hat beobachtet, dass in Meitingen die Begeisterung für den Handkreisel ungefähr vor rund vier Wochen einsetzte und bis jetzt zu den Pfingstferien hin immer größer wurde.

Dabei ist das Spielzeug eigentlich nicht neu, weiß Gerd Hutner, der Inhaber des Spielwarengeschäfts Hutner in Gessertshausen. „Eigentlich ist der Fidget Spinner als Behandlungsunterstützung für Kinder mit Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen schon länger im Einsatz, aber über soziale Netzwerke ist er nun darüber hinaus bekannt geworden“, sagt Hutner.

Die Nachfrage nach dem Spielzeug war auch dort zwischenzeitlich so groß, dass nicht alle Kinderwünsche erfüllt werden konnten. Der Grund: Die Herstellung erfolgt überwiegend in China und die Lieferwege sind entsprechend lang.

Zu Beginn des Trends wurde bei Spielwaren Hutner eine neue Lieferung fast am gleichen Tag wieder verkauft. Auch das Geschäft Spiel+Freizeit im Hery-Park in Gersthofen hatte nahezu eine Woche lang keines der Spielgeräte mehr vorrätig, bestätigt Verkäufer Lukas Fichtl. Mittlerweile hätten sich aber die meisten Spielwarengeschäfte für den Trend gewappnet.

Das Angebot ist dabei vielfältig. Die bunten Spielwaren gibt es in verschiedensten Farben, Formen und Materialien. Die Preisspanne reicht dabei von etwa fünf Euro für einfache Ausführungen bis zu 20 Euro für mit Keramik-Kugellagern ausgestattete Fidget Spinner. „Die Exemplare mit einem solchen Kugellager können sich dann schon mal zehn Minuten drehen, ohne erneut angestoßen zu werden“, weiß Fichtl.

Warum sich so viele Kinder für den Dreh begeistern, ist den Fachleuten bekannt: Die Jungen und Mädchen berichten, dass sie das Drehen der Fidget Spinner sehr beruhigt und dass sie dadurch vom ständigen Blick auf das Smartphone abgelenkt werden. Ein Argument, das auch Eltern aufhorchen lässt und deshalb so manchen Kauf unterstützt.

Ein Ende des Trends ist derzeit noch nicht absehbar, aber auch die Experten rechnen damit, dass dem Fidget Spinner irgendwann das gleiche Schicksal ereilt wie seinerzeit dem Jojo, den Loom-Bändern und Pokemon Go.

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