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Fischach

08.03.2020

Fischach hat schnelleres Internet als Südkorea

Fischach investiert in schnelleres Internet.
Bild: Carsten Rehder, dpa (Symbolfoto)

Plus Bis zum Jahresende soll in der Marktgemeinde die Datenübertragung mehr als doppelt so schnell wie beim herkömmlichen VDSL sein. Ein Vergleich.

Bis Ende des Jahres wird die Telekom im Rahmen ihrer Initiative „Mehr Breitband für Deutschland“ auch in Fischach in ihrem Bereich komplett die sogenannte Super-Vectoring-Technik aktivieren. Dadurch werden beim Internet durchschnittlich rund 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Darüber informierte Herwig Rößner von der Breitbandberatung Bayern in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats.

Die Kommune hat von dieser Gesellschaft eine sogenannte Bitraten-Analyse für den Ort erstellen lassen. Diese untersucht die Breitbandversorgung jeder einzelnen Adresse in einer Kommune. Die detaillierte Analyse hilft zur Erkennung unterversorgter Anschlüsse oder beim Finden von Schwachstellen (weiße Flecken) in vermeintlich versorgten Gebieten. Rößner erinnerte zunächst an die Ausgangssituation im Jahr 2010. Damals wurden in Fischach eine autarke Netzermittlung durchgeführt, Kupfertrassen verglichen und nichtplausible Bitraten-Angaben der Netzbetreiber aufgedeckt.

Zusätzliche Glasfaseranschlüsse im Neubaugebiet

Im ersten Auswahlverfahren im März 2017 erhielt das Gemeindegebiet dann von der Telekom flächendeckend VDSL-Technik, ein modernes Übertragungsverfahren für Internetzugänge, zudem 62 Haushalte einen Glasfaseranschluss. „Die durchschnittliche Bitrate je Haushalt betrug ab dann 45 Mbit/s“, erläuterte der Fachmann. Ende 2017 erfolgte die Vectoring-Aktivierung im Telekom-Versorgungsbereich. Mit ihr konnte die Datenübertragung in der Marktgemeinde bis auf das Doppelte gegenüber herkömmlichen VDSL beschleunigt werden. „Nach einem weiteren Ausbau Mitte 2018 lag die durchschnittliche Bitrate pro Haushalt im Kupfernetz bei rund 100 Mbit/s“, sagte Rößner. Zusätzlich seien im Neubaugebiet Anwandstraße/Buchenweg Glasfaseranschlüssen errichtet worden.

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Nach der im Oktober 2019 erfolgten Aktivierung der Super-Vectoring-Technik sei es in Teilbereichen von Fischach zu Steigerungen der Bitraten auf durchschnittlich 129 Mbit/s gekommen. Bis Ende 2020 werde, so der Experte, die Telekom die Glasfaserverkabelungsvariante im fast ganzen FTTC-Gebiet aktivieren. FTTC heißt übersetzt „Glasfaserkabel bis zum Bordstein“. Bei ihr wird die Glasfaser von der Vermittlungsstelle bis an den Straßenrand verlegt und endet im Kabelverzweigerkasten. Von dort läuft das DSL-Signal über die bestehende Kupferleitung zum Kunden.

Fischach verfügt über eine nachhaltige Breitband-Infrastruktur

Mithilfe von Super-Vectoring kann diese Datenübertragung bis auf das Doppelte und mehr gegenüber herkömmlichen VDSL beschleunigt werden. „Nach Umsetzung aller Maßnahmen verfügt Fischach dann über eine nachhaltige Breitband-Infrastruktur“, resümierte Rößner erfreut.  Den Stellenwert der Marktgemeinde veranschaulichte er salopp mit einem weiteren Zahlenvergleich: „ Südkorea ist Spitzenreiter mit 28,6 Mbit/s, Deutschland liegt auf Platz 25 mit 15,3 Mbit/s.“ Fischach sei demzufolge bereits heute besser als Südkorea.

Neben der Information über den Breitbandausbau lag dem Marktgemeinderat noch eine Reihe von Bauanträgen vor. So befasste sich das Gremium unter anderem mit dem Umbau eines landwirtschaftlichen Anwesens zu einem Haus mit zwölf Wohneinheiten, mit neuen Parkplätzen an der Mühlstraße, mit dem Neubau eines Doppelhauses an der Rot-Kreuz-Straße und der Errichtung eines Pumpenhauses mit drei Sprinklertanks in Aretsried.

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